{"id":110400,"date":"2013-06-21T00:14:55","date_gmt":"2013-06-21T00:14:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=110400"},"modified":"2013-06-21T07:19:38","modified_gmt":"2013-06-21T07:19:38","slug":"familienkonzert-der-musikschule-in-der-aula-der-alten-universitat-generationenubergreifend-musizieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=110400","title":{"rendered":"Familienkonzert der Musikschule in der Aula der Alten Universit\u00e4t: Generationen\u00fcbergreifend musizieren"},"content":{"rendered":"<p>Fulda (cp). Nirgends manifestiert sich erfolgreiche Musikschularbeit sch\u00f6ner, als bei dem allj\u00e4hrlichen Familienkonzert der St\u00e4dtischen Musikschule. \u00dcber die Generationen weitergereichte Musizierkultur lebten die Familien in 15 Musikbeitr\u00e4gen quer durch das ganze musikalische Spektrum vor. \u201eNo return\u201c von Pamela Wedgwood war der passende Auftakt, mit dem Elisabeth und D\u00f6rthe H\u00f6lper gute Laune und musikalische Frische in die Aula holten. Mit der pfiffigen Bearbeitung von \u201eOh when the saints\u201c f\u00fcr Fagott und Klavier kn\u00fcpften Ronja und Monika Schelling nahtlos daran an, bevor sie mit einem spannungsreich gestalteten Adagio von Corelli ein paar nachdenkliche T\u00f6ne anstimmten. Die kleine Ines Fransen \u2013 eine der j\u00fcngsten Musikerinnen \u2013 lie\u00df sich beim rhythmisch aufgeweckten \u201eLitauischen Tanz\u201c von A. Dirwanauskas ebenfalls von ihrer Mutter begleiten. <!--more--><br \/>\n<strong>W\u00fcrdevoll und majest\u00e4tisch<\/strong><\/p>\n<p>Wiederum Mutter und Tochter betraten mit Beatrice und Swetlana Rehm die B\u00fchne. Sie spielten gekonnt einen eindringlich pochenden Marsch mit raffinierten harmonischen Wendungen, der aus Michail Glinkas Oper \u201eRuslan und Lydmila\u201c stammt. Ganz \u00fcberm\u00fctig klang die mit frechen Dissonanzen und st\u00e4ndigen Dur-moll-Wechseln gespickte Fassung f\u00fcr Violine und Klavier von Kabalewskys \u201eClowns\u201c, die Anna Lindenthal und ihre Oma Ursula Ricken zusammen darboten. Vater Martin Lindenthal lieferte mit seinen Kindern Marlena und Marius gleich drei sch\u00f6ne Beitr\u00e4ge: mal 2 Celli, mal 3 Celli, mal Violine und Cello. Mal choralartig, mal w\u00fcrdevoll und majest\u00e4tisch, mal im partnerschaftlichen Dialog pr\u00e4sentierten sie Werke von Harder, Gastoldi und Borghi.<\/p>\n<p><strong>Filigran und stilecht groovend<\/strong><\/p>\n<p>Sowohl Johannes Brahms, als auch Anton Dvorak liebten die osteurop\u00e4ische Folklore und die ungarischen und slawischen T\u00e4nze aus ihrer Feder sind immer noch h\u00f6chst wirkungsvolle Konzertst\u00fccke. Hermine und Elena Kontschak griffen beim anspruchsvollen 2. Ungarischen Tanz von Brahms beherzt und temperamentvoll in die Tasten. Dvoraks 2. Slawischer Tanz aus op. 46 ist mit seiner Lebensfreude, aber auch mit seinen ausdrucksvollen lyrischen Passagen in einer packenden Interpretation von Elisabeth Seifert und ihrem Vater Frank Seifert umgesetzt worden. In wunderbar warmen Farben schilderte\u00c2\u00a0 der ganz junge Geiger Elias G\u00f6rtz zusammen mit seiner Mutter Liane den \u201eKleinen Hirten\u201c, komponiert von A. Kamarowsky.<\/p>\n<p>Die Geschwister R\u00fctzel, die das\u00c2\u00a0 \u201eEntr\u00e2\u20ac\u2122Acte\u201c aus Bizet\u00e2\u20ac\u2122s Oper \u201eCarmen\u201c in lebendigem melodischen Wechselspiel gestalteten, zeigten sich dagegen als schon ziemlich ausgewachsene, routinierte Kammermusiker. Den geradezu k\u00f6niglich auf sanften Wellen dahingleitenden Schwan sah man f\u00f6rmlich vor sich, als Maria und Anton L\u00f6bens zum gleichnamigen St\u00fcck aus dem \u201eKarneval der Tiere\u201c ansetzten. Einen sch\u00f6nen Kontrast dazu bildete der \u201eNachtfalter\u201c, der &#8211; unstet umherschwirrend -\u00c2\u00a0 in dem vierh\u00e4ndigen Klavierst\u00fcck von N. Mordasov beschrieben ist. Carina und Marina Gajda setzten das in der plastischen Jazzkomposition filigran und dennoch stilecht groovend um.<\/p>\n<p><strong>Begeisternde Darbietung<\/strong><\/p>\n<p>Perfekt f\u00fcgte sich dann der letzte Konzertbeitrag in die barocke Kulisse der Alten Aula ein, bei dem Familie L\u00f6bens eine begeisternde Darbietung des Allegros aus dem d-moll-Konzert BWV 1060 f\u00fcr Oboe und Violine ablieferte. Oboistin Maria, Geigerin Anna, Cellist Anton und Vater Christopher am Klavier w\u00e4hlten ein Tempo, bei dem die Balance zwischen dem Ausspielen der kleingliedrigen Phrasierungsdetails und einem \u00fcber allem liegenden gro\u00dfz\u00fcgigen Spannungsbogen bestens gelang. Nach dem Konzert wurden die Musikerfamilien ganz verdient mit dem so lange ersehnten Sonnenschein belohnt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda (cp). 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