{"id":110346,"date":"2013-06-20T00:13:23","date_gmt":"2013-06-20T00:13:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=110346"},"modified":"2013-06-19T15:53:59","modified_gmt":"2013-06-19T15:53:59","slug":"six-words-eine-weitere-hessentagsaktion-der-katholischen-kirche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=110346","title":{"rendered":"Six words: Eine weitere Hessentagsaktion der katholischen Kirche"},"content":{"rendered":"<p>Kassel. Der ber\u00fchmte Autor Ernest Hemingway (Der alte Mann und das Meer; Wem die Stunde schl\u00e4gt) hat es vorgemacht (siehe unten) \u2013 Sie k\u00f6nnen es ihm nachtun: Schreiben Sie Ihre Kurzgeschichte (Flash Fiction) mit nur sechs W\u00f6rtern. Und wenn Sie meinen, Sie sind nicht Hemingway und kommen mit sechs W\u00f6rtern nicht aus: Gut! Sie bekommen weitere 100 W\u00f6rter. Die aber d\u00fcrfen tats\u00e4chlich nur Ihre sechs W\u00f6rter erkl\u00e4ren.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Wir helfen Ihnen ein bisschen:<\/strong><br \/>\nWir schr\u00e4nken das Thema ein: Denn Ihre sechs W\u00f6rter sollen vor allem mit Ihnen zu tun haben. Mit Ihren Hoffnungen und \u00c4ngsten, Ihren Freuden und Sorgen. Wenn Sie wollen, gerne auch mit dem Hessentag. Vielleicht mit dem offiziellen Motto des Hessentags: In Hessen. Ganz oben. Oder mit dem Slogan, mit dem sich die Katholische Kirche unter das Motto des Hessentags stellt: Mittendrin &#8211; Katholische Kirche auf dem Hessentag.<\/p>\n<p><strong>Schreiben Sie los.<\/strong><br \/>\nAuf dem Hessentag in Kassel, katholische Kirche St. Elisabeth, Friedrichsplatz 13, oder zu Hause.<br \/>\nDenn wenn Sie wollen, k\u00f6nnen Sie uns Ihre Texte auch mailen, und zwar an six.words@bistum-fulda.de<\/p>\n<p><strong>Einsendeschluss ist der 31.7.2013.<\/strong><br \/>\nWas dann passiert, h\u00e4ngt auch von Ihnen ab: Erhalten wir gen\u00fcgend Texte, sind Ihre sechs W\u00f6rter vielleicht bald in einem Buch zu finden \u2013 mit Ihren Erl\u00e4uterungen und Ihrem Namen.<\/p>\n<p><strong>Eine Jury w\u00e4hlt die beste Kurzgeschichte aus<\/strong><br \/>\nAus allen Einsendungen w\u00e4hlt n\u00e4mlich eine Jury die besten Kurzgeschichten aus. Die Jury besteht aus Prof. h.c. Dieter Wagner, Christof Ohnesorge (Pressesprecher Bistum Fulda), Reiner Klitsch (Leiter des Buchverlags Parzeller), Marcus C. Leitschuh (Buchautor), Klaus Depta (\u00d6ffentlichkeitsarbeit Bistum Fulda)<br \/>\n<strong>\u00c2\u00a0<\/strong><br \/>\n<strong>Zum Hintergrund von six words:<\/strong><br \/>\nUm den Autor Ernest Hemingway ranken sich eine Menge Geschichten. Ob sie alle wahr sind, ist die eine Frage. Ob sie alle beeindrucken, eine andere. Diese hier allerdings macht m\u00e4chtig Eindruck:<\/p>\n<p><strong>Eine Behauptung<\/strong><br \/>\nAngeblich sitzt Hemingway irgendwann in den 1920er Jahren mit einer ganzen Gruppe anderer Autoren zusammen und behauptet, er k\u00f6nne eine Kurzgeschichte in nur sechs W\u00f6rtern schreiben. Eine merkw\u00fcrdige Idee. Denn \u00fcblicherweise haben traditionelle Kurzgeschichten, im Englischen short stories, durchschnittlich zwischen 2.000 und 20.000 W\u00f6rter. Und sie haben eine feste Form. Wie will Hemingway Einleitung, Hauptteil und Schluss mit nur sechs W\u00f6rtern wiedergeben? Angeblich fordert der Autor seine Kollegen auf, jeweils einen Geldbetrag auf den Tisch zu legen. Versagt er, legt er denselben Betrag dazu. Schafft er es, streicht er den gesamten Betrag ein.<\/p>\n<p><strong>Eine Wette<\/strong><br \/>\nWie selbstverst\u00e4ndlich lassen sich die Autoren auf die Wette ein. Wie selbstverst\u00e4ndlich schreibt Hemingway sechs W\u00f6rter auf eine Serviette. Und wie selbstverst\u00e4ndlich gewinnt Hemingway seine Wette. Die legend\u00e4re Geschichte lautet: FOR SALE. BABY SHOES. NEVER WORN. (Zu verkaufen. Babyschuhe. Nicht getragen!) Eine Einleitung, ein Hauptteil und ein Schluss! Eine Geschichte, in der die Phantasie Purzelb\u00e4ume schl\u00e4gt: Da ist ein Paar, das sich auf sein Kind freut. Vielleicht ist das Kinderzimmer schon eingerichtet. Vielleicht hat das Ungeborene schon einen Namen. Vielleicht wird es ein M\u00e4dchen, vielleicht ein Junge. Ganz sicher ist: Die ersten Schuhe f\u00fcr das Kind sind schon gekauft. Das ist der Hauptteil.<\/p>\n<p>Die Einleitung des Textes deutet es bereits an: Da ist etwas zu verkaufen. Etwas, das nicht mehr ben\u00f6tigt wird. Das ist nicht un\u00fcblich. Die Flohm\u00e4rkte und Tauschplattformen sind voll von solchen Angeboten. Das Besondere aber steckt in den zwei Worten Never Worn: Es handelt sich um Baby Schuhe, die neu sind. Neu, weil sie nie getragen wurden. Das ist das Ende! Der Inhalt der Kurzgeschichte entsteht durch alle drei Teile: Eltern verlieren ihr ungeborenes Kind, haben keine Hoffnung mehr, schlie\u00dfen das Kapitel mit dem ersehnten Kind ab. Denn sie verkaufen die ungetragenen Schuhe. Und wieder kommt die Phantasie ins Spiel: Warum stirbt das ungeborene Kind? Wie gehen die erwartungsvollen Eltern mit dem Tod des Ungeborenen um? Wie verarbeiten Sie das Leid, das Tod und Sterben unweigerlich mit sich bringt? Wundert es wirklich noch, das Ernest Hemingway seine Wette gewann?<\/p>\n<p><strong>Flash Fast Sudden Fiction<\/strong><br \/>\nLange nach Hemingway nennt man derartig kurze Gechichten auch Flash Fiction, Fast Fiction oder Sudden Fiction: Texte, die unter 1.000 Worte haben. Oder deutlich unter 1.000 Worte \u2013 wie bei Ernest Hemingway\u00e2\u20ac\u00a6 und bei Ihnen! (wer \/ 19. Juni 2013) Infos: <a href=\"http:\/\/http:\/\/www.katholische-kirche-kassel.de\/six_words.php\" target=\"_blank\">http:\/\/www.katholische-kirche-kassel.de\/six_words.php<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Kassel. Der ber\u00fchmte Autor Ernest Hemingway (Der alte Mann und das Meer; Wem die Stunde schl\u00e4gt) hat es vorgemacht (siehe unten) \u2013 Sie k\u00f6nnen es ihm nachtun: Schreiben Sie Ihre Kurzgeschichte (Flash Fiction) mit nur sechs W\u00f6rtern. Und wenn Sie meinen, Sie sind nicht Hemingway und kommen mit sechs W\u00f6rtern nicht aus: Gut! 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