{"id":110296,"date":"2013-06-18T00:21:03","date_gmt":"2013-06-18T00:21:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=110296"},"modified":"2013-06-18T07:26:01","modified_gmt":"2013-06-18T07:26:01","slug":"neues-glaubensbuch-von-pater-benedikt-friedrich-erschienen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=110296","title":{"rendered":"Neues Glaubensbuch von Pater Benedikt Friedrich erschienen"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-110297\" alt=\"Pater Benedikt\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Pater-Benedikt-265x397.jpg\" width=\"265\" height=\"397\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Pater-Benedikt-265x397.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Pater-Benedikt-176x265.jpg 176w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Pater-Benedikt-400x600.jpg 400w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Pater-Benedikt.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/>Dipperz. ,,Das Land des Glaubens ist keine \u00f6de W\u00fcste und Jesus keine ferne Gestalt\u201c, versichert Pater Benedikt Friedrich seinen Lesern in seinem neuen Glaubensbuch. Der Benediktiner aus der Abtei Scheyern ermutigt junge aber auch \u00e4ltere Menschen, sich mit ihrem Glauben an Gott zu besch\u00e4ftigen \u2013 auch kritisch. Auf 180 anregenden Seiten hilft der aus Dipperz bei Fulda stammende M\u00f6nch seinen Lesern unkonventionell.<!--more--><\/p>\n<p><strong><i>Frage: Pater Benedikt, Sie wollen mit Ihrem Buch nicht nur Heranwachsende und Jugendliche erreichen, sondern auch Eltern und Erzieher. Kommt dabei jede Altersgruppe zu ihrem Recht?<\/i><\/strong><\/p>\n<p>Immer wieder habe ich von Eltern geh\u00f6rt: \u201eSie m\u00fcssten mal mit meinem Sohn\/meiner Tochter reden. Die stellen alles in Frage und ich wei\u00df keine Antwort mehr.\u201c \u2013 Das war alarmierend. Der Glaube muss doch von einer Generation zur anderen weitergegeben werden k\u00f6nnen. Es muss doch eine Sprache geben, mit der sich Eltern und ihre jugendlichen Kinder verst\u00e4ndigen k\u00f6nnen! Diesen Br\u00fcckenschlag zu schaffen, war mein Grundanliegen. Da ich selbst als 48-J\u00e4hriger schreibe, bin ich der Gedankenwelt der Eltern und Erzieher nahe. In der Jugendarbeit und in der Schule begegne ich fast t\u00e4glich Jugendlichen und habe diese bei den Beispielen und bei der Einfachheit der Sprache immer vor Augen gehabt.<\/p>\n<p><strong><i>Frage: Das Buch ist nicht allein an Ihrem Schreibtisch entstanden, vielmehr haben junge und auch \u00e4ltere Menschen in Ihrer Pfarrei intensiv mitgearbeitet. K\u00f6nnte dieses kollegiale Tun m\u00f6glicherweise Muster sein f\u00fcr weitere Dienste in einer Kirchengemeinde?<\/i><\/strong><\/p>\n<p>Bei jeder Vorbereitung eines Jugendgottesdienstes oder eines Familiengottesdienstes gibt es eigene Vorbereitungstreffen der Beteiligten, nat\u00fcrlich auch f\u00fcr die Erstkommunion und die Firmung. Dabei geschieht dann oft mehr, als dann im eigentlichen Tun. Freilich ist das sehr zeitaufwendig und kann daher nur in begrenztem Ma\u00dfe durch die Verantwortlichen der Pfarrei begleitet werden. Doch wo es gelingt, Jugendliche und Erwachsene in ein gemeinsames Team einzubinden, ist dies der M\u00fche wert. Bei der Firmvorbereitung ist uns dies sehr sch\u00f6n gelungen.<\/p>\n<p><strong><i>Frage: Es f\u00e4llt auf, dass Sie sich in dem Buch vor allem an suchende Menschen wenden. Sind Suchende ein Kennzeichen unserer Zeit?<\/i><\/strong><\/p>\n<p>Es gibt in unserer Zeit keine Selbstverst\u00e4ndlichkeiten mehr, alles wird zumindest von irgendwem in Frage gestellt: Religionskritik, Evolution, Gewalt im Namen der Religion und vieles mehr. Au\u00dferdem sind die \u00fcberzeugten Atheisten in den letzten Jahren offensiver geworden und melden sich auf dem B\u00fcchermarkt zu Wort (z.B. \u201eGotteswahn\u201c). Hinzu kommen unsere ganz pers\u00f6nlichen Fragen, wie die Verarbeitung von Leid. Und das Ganze auf dem d\u00fcnner gewordenen Fundament einer schwindenden Glaubenspraxis. Bei uns leben auch viele Nichtgetaufte aus dem Osten, die in offener, freundlicher Art sagen, dass sie das alles gar nicht kennen gelernt haben. Ja, ein Suchender zu sein ist ein Kennzeichen unserer Zeit.<\/p>\n<p><strong><i>Frage: Viele Texte sind in der Ich-Form geschrieben. Haben Sie mit dem Buch Ihr eigenes Glaubensbekenntnis durchbuchstabiert?<\/i><\/strong><\/p>\n<p>Das hatte ich mich erst nur ganz wenig getraut. Doch dann ermutigte mich die Lektorin des Verlages dazu, weil es dadurch spannender, lebendiger und authentischer wurde. So durfte ich Erlebnisse aus ganz verschiedenen Lebensphasen einstreuen. Das war auch notwendig. Denn bei einigen Themen, wie dem Leid in der Welt, kommt das Suchen nach Antworten an eine Grenze, Fragen bleiben offen. Dann ist die pers\u00f6nliche Meinung gefragt, vor allem, wie man selbst damit umgeht. Am Ende des Buches konnte ich vielen Menschen danken, die mich auf meinem pers\u00f6nlichen Glaubensweg begleitet und inspiriert haben.<\/p>\n<p><strong><i>Frage: Wiederholt stellen Sie Beziehungen in den Mittelpunkt Ihrer Betrachtungen: Beziehungen zu Anderen, zu Gott und zu sich selbst. Warum?<\/i><\/strong><\/p>\n<p>Weil Gott die Liebe ist und Liebe sich immer in Beziehungen ausdr\u00fcckt. Sehr oft wird im Neuen Testament unsere Gottesliebe an der N\u00e4chstenliebe gemessen und umgekehrt: \u201eDas habt ihr mir getan.\u201c (Jesus im Matth\u00e4usevangelium, Kap. 25). Ein weiterer Grund ist der, dass f\u00fcr junge Menschen noch mehr als f\u00fcr meine Generation die Fragen akut sind: \u201eWo geh\u00f6re ich dazu? Wer sind meine Freunde?\u201c Die Botschaft, dass Gott in Beziehung zu uns treten m\u00f6chte, uns gar seine Freunde nennt, macht ein Leben aus dem Glauben erst attraktiv.<\/p>\n<p><strong><i>Frage: Das Gebet, das Gespr\u00e4ch mit Gott, wird auf vielen Seiten von Ihnen thematisiert. Eine Frage lautet: Was mache ich, wenn ich beten m\u00f6chte, es aber nicht kann? Was raten Sie dem Leser?<\/i><\/strong><\/p>\n<p>Ups, das ist wirklich eine schwere Frage. Dazu m\u00fcsste man wissen, wo die Schwierigkeit liegt: Fehlt es \u00fcberhaupt an einer Grundlage? Dann w\u00fcrde ich das Lesen der Evangelien und der Apostelgeschichte empfehlen. Diese schaffen eine gute Basis. \u2013 Oder hat der Glaube durch Zweifel, Kritik, schlechte Erfahrungen (evtl. sogar mit der Kirche) Schaden gelitten? Dann ginge es darum, diese Blockaden anzusprechen, nach M\u00f6glichkeit aufzul\u00f6sen und auszus\u00f6hnen. \u2013 Oder wei\u00df jemand einfach nicht, wie er\/sie beten soll? Dann w\u00e4re das Vater-unser ein guter Start und einige Stille-\u00dcbungen.<\/p>\n<p><strong><i>Frage: Gleichsam in einem Fadenkreuz sind vier Begriffe angeordnet: Gemeinschaft, Gebet, gute Werke, Gottes Wort. Sie deuten die Darstellung als ein Rad, dessen Nabe in der Mitte Christus ist, um den sich alles dreht, der das Rad zusammenh\u00e4lt. Sind die vier Speichen eine Voraussetzung f\u00fcr ein christliches Leben?<\/i><\/strong><\/p>\n<p>Ein Rad kann nat\u00fcrlich auch mit drei Speichen laufen. Die Speiche \u201eGottes Wort\u201c ist zum Teil auch schon im Punkt \u201eGemeinschaft\u201c enthalten, weil die biblischen Texte in der Feier der Gottesdienste reichhaltig angeboten werden. Eines aber wird durch eine praktische \u00dcbung im Buch f\u00fcr die Leser deutlich: Ob die Radspeichen ungef\u00e4hr gleich lang sind oder ganz unterschiedlich ausgepr\u00e4gt. In diesem Fall dreht sich das Glaubensrad zwar noch, aber es eiert dann gewaltig.<\/p>\n<p><strong><i>Frage: Der evangelische Landesbischof in Bayern, Heinrich Bedford-Strohm, hat zu Ihrem Buch geschrieben: ,,Keine konfessionellen Engf\u00fchrungen verstellen den Blick auf den einen Glauben. Auch f\u00fcr evangelische Jugendliche ist das Buch deswegen eine Quelle wichtiger Einsichten in den Glauben.&#8221; Pater Benedikt, hatten Sie bei der Planung des Glaubensbuchs bereits die evangelischen Leser im Blick?<\/i><\/strong><\/p>\n<p>Ich hatte alle Menschen im Blick. Neben der Gruppe der Katholiken sind mir die evangelischen Christen die wichtigste Zielgruppe, weil sie in Deutschland die H\u00e4lfte aller Christen ausmachen! Doch auch in freikirchlichen Gemeinden stellen sich die gleichen Fragen, weil wir alle Kinder unserer Zeit sind. Vor der Fertigstellung des Buches habe ich noch einmal ganz bewusst alles durchgeschaut, so dass bis in die Art der Zitate aus der Bibel u.a. auch die evangelischen Schwestern und Br\u00fcder sich wiederfinden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong><i>Eine letzte Frage: Sie sind Pfarrer von drei Orten mit \u00fcber 5900 Katholiken. Wie haben Sie es geschafft, dennoch ein so anspruchsvolles und ansprechendes Buch zu schreiben?<\/i><\/strong><\/p>\n<p>Papst Benedikt XVI. hat sicher mehr Arbeit und Verantwortung gehabt, als jeder von uns. Und dennoch hat er sich daf\u00fcr entschieden, gewisse Stunden f\u00fcr das Schreiben zu nehmen. Ich glaube, wir alle brauchen irgendein Projekt, ein Anliegen, in dem unser Herzblut steckt, das uns aus der Alltagsroutine herausf\u00fchrt, \u00fcber den eigenen Kirchturm hinaus schauen l\u00e4sst. Ein solches Projekt verlangt viel Einsatz, aber es gibt auch viel Kraft. Und wenn am Ende etwas Sch\u00f6nes herauskommt, dann sind die M\u00fchen fast vergessen.<\/p>\n<p>Interview: Dietmar Kuschel<\/p>\n<p>,,Gott inside\u201c \u2013 Das Glaubens-Buch (nicht nur) f\u00fcr Jugendliche, Don Bosco, 180 Seiten, 12,95 Euro<\/p>\n<p><strong>Der Autor<\/strong><\/p>\n<p>Pater Benedikt Friedrich wurde 1965 in Fulda geboren und wuchs in Dipperz bei Fulda auf. Nach der Realschule in Hofbieber besuchte er das Wirtschaftsgymnasium in Fulda und arbeitete bei der Stadtverwaltung Fulda. Im Jahr 1993 trat er in das Benediktinerkloster Scheyern in Oberbayern ein. Im Juli 2000 feierte Pater Benedikt seine Heimatprimiz in Dipperz. Pater Benedikt arbeitet als Pfarrer und Prior der Abtei in der Seelsorge. Aus diesen Erfahrungen heraus ist 2009 sein erstes Buch \u201eHandbuch Firmvorbereitung. Ein Leitfaden f\u00fcr Begleiter\/innen\u201c erschienen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Dipperz. ,,Das Land des Glaubens ist keine \u00f6de W\u00fcste und Jesus keine ferne Gestalt\u201c, versichert Pater Benedikt Friedrich seinen Lesern in seinem neuen Glaubensbuch. Der Benediktiner aus der Abtei Scheyern ermutigt junge aber auch \u00e4ltere Menschen, sich mit ihrem Glauben an Gott zu besch\u00e4ftigen \u2013 auch kritisch. 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