{"id":110277,"date":"2013-06-18T00:09:02","date_gmt":"2013-06-18T00:09:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=110277"},"modified":"2013-06-18T07:01:26","modified_gmt":"2013-06-18T07:01:26","slug":"erneute-flucht-elektrosensibler-menschen-in-den-bunker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=110277","title":{"rendered":"Erneute Flucht elektrosensibler Menschen in den Bunker"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-110278\" alt=\"Kopie von 130612_Gruppenbild\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Kopie-von-130612_Gruppenbild.jpg\" width=\"560\" height=\"402\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Kopie-von-130612_Gruppenbild.jpg 600w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Kopie-von-130612_Gruppenbild-265x190.jpg 265w\" sizes=\"(max-width: 560px) 100vw, 560px\" \/>K\u00fcnzell. Bereits zum zweiten Mal fl\u00fcchteten elektrosensible Menschen in den ehemaligen Atombunker im Keller des K\u00fcnzeller Gemeindezentrums. Die sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich auf Einladung des Vereins WEISSE ZONE RH\u00d6N e.V. und des K\u00fcnzeller B\u00fcrgermeisters Peter Meinecke am 10. Juni 2013 und zogen f\u00fcr 4 Tage in den K\u00fcnzeller Atombunker. Die Menschen kamen aus Bremen, NRW, Sachsen, Th\u00fcringen und dem Odenwald und hatten eine oftmals jahrelange Krankengeschichte.<!--more--><\/p>\n<p>Die Krankengeschichten der sieben Betroffenen hatten alle ein gemeinsames Merkmal: Ihre Krankheitssymptome waren in zeitlichem und \u00f6rtlichem Zusammenhang mit Hochfrequenzbelastung aufgetreten.<br \/>\nEin Betroffener erkrankte 1997 mit Konzentrationsst\u00f6rungen, Muskelkr\u00e4mpfen, Muskelschmerzen, Sensibilit\u00e4tsst\u00f6rungen und Ersch\u00f6pfung. Er verlor seinen Arbeitsplatz. Erst sechs Jahre sp\u00e4ter h\u00f6rte er von \u00e4hnlichen Symptomen im Zusammenhang mit DECT- Schnurlostelefonen, Mobilfunksendeanlagen und Handys. Er erinnerte sich, dass kurz vor seiner unerkl\u00e4rlichen Erkrankung DECT-Telefone am damaligen Arbeitsplatz installiert worden waren. Jetzt lebt er in einer funkarmen Kellerwohnung und tr\u00e4gt im Freien Abschirmkleidung und Abschirmkopfbedeckung.<\/p>\n<p>Eine Teilnehmerin litt ab 1997 unter extremen Schlafst\u00f6rungen, Schwindel, Schw\u00e4che, \u00dcbelkeit, Herzrasen und Kopfschmerzen. Auf dem benachbarten Krankenhaus waren Mobilfunksender in Betrieb gegangen. Etliche erkrankte Anwohner engagierten sich gemeinsam intensiv bis die Mobilfunksender im Jahr 2000 wieder abgebaut worden waren. Inzwischen gibt es dort einen neuen Landrat und einen neuen B\u00fcrgermeister. Offensichtlich haben diese keine Kenntnis von den damaligen Erkrankungen. Denn es wurden erneut Mobilfunksendeanlagen auf dem Krankenhaus installiert. Und wieder leiden die Menschen in der Nachbarschaft.<\/p>\n<p>Bei einer weiteren Teilnehmerin waren ab 2003 nach einem Umzug in ein Mehrparteienhaus Stechen und Kribbeln im Kopf, Konzentrations- und Ged\u00e4chtnisst\u00f6rungen, Vibrieren, Muskel- und Nervenschmerzen, Muskelzuckungen, Sensibilit\u00e4tsst\u00f6rungen, extreme M\u00fcdigkeit, Sehst\u00f6rungen und\u00c2\u00a0 starke Stimmungsschwankungen (von Verzweiflung bis Wutausbruch) aufgetreten.<\/p>\n<p>Von mehreren Nachbarn trafen Hochfrequenz-Immissionen\u00c2\u00a0 in ihrer Wohnung ein. In den folgenden Monaten wurde ihr klar, dass sie seit Jahren auch an ihrem Arbeitsplatz nicht nur durch verschiedene Luftschadstoffe\u00c2\u00a0 sondern auch durch Hochfrequenz-Immissionen erheblich belastet wurde. Viele Menschen leiden unter denselben Symptomen. Jedoch ziehen sie und\u00c2\u00a0 ihre behandelnden \u00c4rzte aus Unwissenheit einen m\u00f6glichen Zusammenhang mit Hochfrequenzbelastung meist nicht in Erw\u00e4gung.<\/p>\n<p>Der zeitweise Einzug der betroffenen Menschen ist allerdings nur eine Notma\u00dfnahme um der allgegenw\u00e4rtigen und alles und jeden durchdringenden Strahlenbelastung durch Mobilfunkstrahlung wenigstens f\u00fcr kurze Zeit zu entgehen und ihren K\u00f6rpern ein Umfeld zur Entspannung und Regeneration zu gew\u00e4hren. Der mittlerweile fl\u00e4chendeckenden Ausbau des LTE-Mobilfunknetzes und des TETRA-Beh\u00f6rdenfunkes l\u00e4sst diese Menschen an k\u00f6rperliche Grenzen gelangen.<br \/>\nDie von WHO und Europarat schon 2011 geforderte Bereitstellung von R\u00fcckzugsgebieten l\u00e4sst noch immer auf sich warten.<\/p>\n<p>Der Einzug in den K\u00fcnzeller Atombunker ist somit als dringender Appell an alle Verantwortlichen in Politik und Verwaltung zu sehen, umgehend R\u00fcckzugsgebiete f\u00fcr EHS-Betroffene zu schaffen und auch im Interesse nachfolgender Generationen eine umfassende Senkung der Strahlenbelastung durch elektromagnetische Felder (EMF) wie z.B. Mobilfunknetze und WLAN-Ger\u00e4te durchzusetzen.<br \/>\nDer \u201estrahlungsfreie\u201c Raum des Bunkers bietet des Weiteren nat\u00fcrlich auch die M\u00f6glichkeit vergleichende Untersuchungen zu machen und so stichhaltig die Sch\u00e4digung durch elektromagnetische Felder (EMF) zu belegen.<\/p>\n<p>Betroffene und interessierte Menschen k\u00f6nnen sich gerne mit dem WEISSE ZONE RH\u00d6N e.V. in Verbindung setzen. N\u00e4here Informationen unter Tel. 06882-917737 oder k-schuhmacher@t-online.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>K\u00fcnzell. Bereits zum zweiten Mal fl\u00fcchteten elektrosensible Menschen in den ehemaligen Atombunker im Keller des K\u00fcnzeller Gemeindezentrums. Die sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich auf Einladung des Vereins WEISSE ZONE RH\u00d6N e.V. und des K\u00fcnzeller B\u00fcrgermeisters Peter Meinecke am 10. Juni 2013 und zogen f\u00fcr 4 Tage in den K\u00fcnzeller Atombunker. 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