{"id":110092,"date":"2013-06-13T00:14:11","date_gmt":"2013-06-13T00:14:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=110092"},"modified":"2013-06-12T14:22:43","modified_gmt":"2013-06-12T14:22:43","slug":"klare-hygieneregeln-im-kampf-gegen-die-resistenten-keime","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=110092","title":{"rendered":"Klare Hygieneregeln im Kampf gegen die resistenten Keime"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_110093\" style=\"width: 275px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-110093\" class=\"size-thumbnail wp-image-110093\" alt=\"Dr. Henrik Reygers (links) und Kay Wucher (Hygiene-Institut Uni Gie\u00dfen) informierten Fachleute in Pflegeeinrichtungen des Kreises. 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Die Reduzierung und am besten die Vermeidung der \u00dcbertragung von sogenannten resistenten Keimen hat sich das MRE-Netz Mittelhessen auf die Fahnen geschrieben, bei dem auch das Vogelsberger Gesundheitsamt federf\u00fchrend mitarbeitet. Auf Einladung von Dr. Henrik Reygers, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamts, waren vor Kurzem \u00fcber 50 Fachleute aus Einrichtungen der station\u00e4ren und ambulanten Pflege der Region in die Aula des Humboldt-Gymnasiums in Lauterbach gekommen, um sich auf den neuesten Stand der m\u00f6glichen Abwehr bringen zu lassen. Dr. Henrik Reygers, Dr. Gisela Ballmann (stellvertretende Amts\u00e4rztin des Fachbereiches Gesundheit des Lahn-Dill-Kreises) und Kay Wucher vom Institut f\u00fcr Hygiene und Umweltmedizin der Universit\u00e4t Gie\u00dfen freuten sich sehr \u00fcber das gro\u00dfe Interesse der Pflegefachkr\u00e4fte.<!--more--><\/p>\n<p>Lob erhielten auch die Einrichtungen selbst. Dr. Reygers, im Gesundheitsamt verantwortlich f\u00fcr das Sachgebiet Umwelt und Hygiene: \u201eWir haben eine Befragung durchgef\u00fchrt. Die R\u00fccklaufquote ist mit 80 Prozent sehr hoch. Klare Hygieneregeln und deren konsequente Einhaltung ersparten nat\u00fcrlich zu allererst Krankheiten, die man am Ende nicht wirklich bek\u00e4mpfen k\u00f6nne. Sie sparten aber auch Geld, vermeidbaren Stress und personelle Ressourcen. Nicht zuletzt k\u00f6nne eine Pflegeeinrichtung, die nachweislich mit dem Problem MRE-Keim professionell umgeht, diese Tatsache klar als Wettbewerbsvorteil nutzen.<\/p>\n<p>Die Praktiker in der Pflege d\u00fcrften und m\u00fcssten nicht mit \u201edicken Hygienehandb\u00fcchern\u201c konfrontiert werden, f\u00fcr deren \u201eDurcharbeitung\u201c ohnehin in der Praxis kaum Zeit bestehe. In den meisten F\u00e4llen reichten klare, kurze, schnell nachvollziehbare Anweisungen \u2013 und die Kontrolle deren Einhaltung, um die Hygiene dauerhaft sicherzustellen. Und der wesentliche Teil davon sei die Hygiene der H\u00e4nde. Von Hand zu Hand finde die massivste \u00dcbertragung statt. Daher gelte als Regel eins, zwei und drei: \u201eH\u00e4nde desinfizieren, H\u00e4nde desinfizieren und H\u00e4nde desinfizieren\u201c.<\/p>\n<p>Kay-Uwe Wucher vom Institut f\u00fcr Hygiene und Umweltmedizin der Universit\u00e4t Gie\u00dfen machte in seinem Vortrag deutlich, dass das Problem nicht Viren und nicht Pilze seien, sondern weitestgehend die Bakterien, denen etliche Antibiotika nichts (mehr) anhaben k\u00f6nnten. \u201eEin wesentlicher Tipp f\u00fcr den Alltag in Einrichtungen daher: Antibiotika helfen nur noch sehr eingeschr\u00e4nkt \u2013 aber Desinfektionsmittel schon\u201c, stellte Wucher heraus. Es gehe darum, den Keim vor der \u00dcbertragung zu bek\u00e4mpfen. Dies k\u00f6nne nur durch maximale Hygiene geschehen.<\/p>\n<p>Frau Dr. Gisela Ballmann referierte \u00fcber die M\u00f6glichkeiten der Sanierung von kolonisierten, also mit MRE besiedelten Betroffenen. Hier zeigte sie die erforderlichen medizinischen und pflegerischen Ma\u00dfnahmen auf. Hierzu geh\u00f6ren Waschungen mit Spezialpr\u00e4paraten, welche die Menge der multiresistenten Erreger auf der Haut reduzieren.<\/p>\n<p>Im MRE-Netz Mittelhessen arbeiten das Regierungspr\u00e4sidium, alle f\u00fcnf mittelhessischen Landkreise und das Hygiene-Institut der Universit\u00e4t Gie\u00dfen eng zusammen. Das Netzwerk war im Mai 2012 gegr\u00fcndet worden (wir berichteten). Die Reduzierung und die Vermeidung von multiresistenten Keimen \u2013 in Krankenh\u00e4usern und gro\u00dfen Einrichtungen ein zunehmendes Probleme \u2013 und in diesem Zusammenhang die Aufstellung von Hygienekonzepten, die Befragung der Einrichtungen und die Organisation von Fortbildungsveranstaltung \u2013 wie jetzt in Lauterbach \u2013 geh\u00f6ren zu den Aufgaben und Zielen des Netzwerks. Alle Einrichtungen im medizinischen Bereich und Mitarbeiter im Gesundheitsbereich sind aufgerufen, Mitglied im MRE-Netz werden.<\/p>\n<p>Informationen zum MRE-Netz gibt es im Gesundheitsamt. Telefon 06641\/977-170 oder gesundheitsamt@vogelsbergkreis.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsbergkreis. Die Reduzierung und am besten die Vermeidung der \u00dcbertragung von sogenannten resistenten Keimen hat sich das MRE-Netz Mittelhessen auf die Fahnen geschrieben, bei dem auch das Vogelsberger Gesundheitsamt federf\u00fchrend mitarbeitet. 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