{"id":109857,"date":"2013-06-08T00:15:24","date_gmt":"2013-06-08T00:15:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=109857"},"modified":"2013-06-07T12:10:24","modified_gmt":"2013-06-07T12:10:24","slug":"wirtschaftliche-und-nachhaltige-kanalsanierung-kommunen-erhalten-tipps","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=109857","title":{"rendered":"Wirtschaftliche und nachhaltige Kanalsanierung &#8211; Kommunen erhalten Tipps"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-109858\" alt=\"Pressefoto GKU-Veranstaltung_1\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Pressefoto-GKU-Veranstaltung_1-265x176.jpg\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Pressefoto-GKU-Veranstaltung_1-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Pressefoto-GKU-Veranstaltung_1.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/>Fulda. Kanalsanierung und -\u00fcberwachung ist f\u00fcr Kommunen eine aufw\u00e4ndige und teure Pflicht. Wie dies jedoch wirtschaftlich und nachhaltig betrieben werden kann, war am Donnerstag Thema einer Informationsveranstaltung im \u00dcWAG-Informationszentrum in Fulda.<b> <\/b><\/p>\n<p>Die GKU Gesellschaft f\u00fcr kommunale Umwelttechnik mbH hatte zum Thema rund 50 kommunale Vertreter der Region zum Austausch mit Experten von Beh\u00f6rden, Ingenieurb\u00fcros und Fachfirmen eingeladen. \u201e2013 ist das Jahr des demografischen Wandels\u201c, begr\u00fc\u00dfte Dr.-Ing. J\u00fcrgen Wiese, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der \u00dcWAG-Tochter GKU, die Zuh\u00f6rer, vorwiegend B\u00fcrgermeister, Bauamtsleiter aus der kommunalen Verwaltung und leitendes Kl\u00e4ranlagen-Personal. \u00c2\u00a0Der demografische Wandel wirke sich auch auf die Versorgungs- und Entsorgungssysteme aus. Weniger Bewohner einer Kommune machten den ordnungsgem\u00e4\u00dfen Betrieb kommunaler Infrastruktur in den Bereichen Wasser und Abwasser schwierig, erkl\u00e4rte Wiese. Neben der Darstellung der aktuellen Rechtslage, insbesondere der Eigenkontrollverordnung (EKVO), standen verschiedene Verfahren der Kanalsanierung im Vordergrund der Veranstaltung.<!--more--><\/p>\n<p><b>Kommunen m\u00fcssen aktiv werden<\/b><\/p>\n<p>Diplom-Ingenieur (FH) R\u00fcdiger Schwalm vom Fachdienst Wasser- und Bodenschutz des Landkreises Fulda stellte zun\u00e4chst die gesetzlichen Grundlagen vor: \u201eBetreiber von Abwasseranlagen haben die gesetzliche Auflage, den Zustand, die Funktionsf\u00e4higkeit, die Unterhaltung, den Betrieb, sowie Art und Menge des Abwassers zu \u00fcberwachen\u201c. Die Umsetzung dieses Gesetzes regelt die EKVO-Abwassereigenkontrollverordnung Hessen. Schwalm erl\u00e4uterte, wie die Eigenkontrolle der Abwasseranlagen aus Sicht der Genehmigungsbeh\u00f6rde abl\u00e4uft und welche Erwartungen die Beh\u00f6rde an die Kommunen hat. Schwalms Fazit: \u201eDie EKVO hat sich als praxiserprobtes Kontrollinstrument herausgestellt\u201c. Sie koste die verantwortlichen Kommunen zwar eine Menge Geld, dies sei jedoch gut investiert, da es gelte, die milliardenschwere Infrastruktur von St\u00e4dten und Gemeinden zu erhalten.\u201c<\/p>\n<p><b>Kanal- und Rohrnetz: Investition in die Zukunft<\/b><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-109859\" alt=\"Pressefoto GKU-Veranstaltung_2\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Pressefoto-GKU-Veranstaltung_2-265x176.jpg\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Pressefoto-GKU-Veranstaltung_2-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Pressefoto-GKU-Veranstaltung_2.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/>Der Bedarf ist da: \u201e20 Prozent der Kan\u00e4le in Deutschland sind kurz- bis mittelfristig sanierungsbed\u00fcrftig\u201c, erkl\u00e4rte Diplom-Ingenieur Roland Hilfenhaus (GKU). \u201eDringliche Aufgabe des 21. Jahrhunderts ist es, die rohrleitungsgebundenen Infrastruktursysteme zu sanieren und zu erneuern\u201c. Jeder Aufschub f\u00fchre hier zu einem Sanierungsstau, den nachfolgende Generationen tragen m\u00fcssten. Der GKU-Fachmann zeigte anhand konkreter Beispiele, wie diese wichtigen Ma\u00dfnahmen sowohl wirtschaftlich als auch nachhaltig durchzuf\u00fchren seien.<\/p>\n<p>Hier kn\u00fcpften auch die weiteren Referenten an, die unterschiedliche Verfahren zur Reparatur, Renovierung und Erneuerung der Entw\u00e4sserungssysteme vorstellten: \u201eDas Reparaturverfahren ist aufgrund seiner relativ kurzen Haltbarkeit von etwa 15 Jahren zwar nicht die wirtschaftlich sinnvollste L\u00f6sung, hat aber in vielen F\u00e4llen durchaus seine Berechtigung\u201c, teilte J\u00f6rg Garbe von der Trelleborg Pipe Seals Duisburg GmbH mit. \u201eIn 36 Prozent aller Instandsetzungsma\u00dfnahmen wird dieses Verfahren ausgef\u00fchrt\u201c.<\/p>\n<p>Das so genannte \u201eSchlauchlining\u201c sei ein besonders verbreitetes Verfahren zur Sanierung von Rohrleitungen und bereits seit 1971 im Einsatz. Diplom-Ingenieur Matthias Reimann von der Insituform Rohrsanierungstechniken GmbH in Ilmenau erkl\u00e4rte, mit welchen Verfahren ein Liner in das zu sanierende Rohr eingebracht werden kann: \u201eDas Endprodukt muss in jedem Fall der DIN EN 752 entsprechen und in den Punkten Dichtheit, Abriebbest\u00e4ndigkeit, statistische Tragf\u00e4higkeit und chemische Best\u00e4ndigkeit alle Anforderungen erf\u00fcllen.\u201c<\/p>\n<p><b>Defekte im Kanal und Schacht<\/b><\/p>\n<p>\u201eIst der Abwasserkanal saniert, dringt das Grundwasser durch die schadhaften Sch\u00e4chte in das Kanalsystem ein\u201c, begann Dipl.-Ing. Andreas Gehring, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Josef Gehring GmbH &amp; Co. KG in Fulda, seinen Vortrag und veranschaulichte die Aussage mit Bildern verschiedener Defekte. Er ist \u00fcberzeugt: \u201eF\u00fcr eine ganzheitliche Kanalsanierung muss auch den Sch\u00e4chten Beachtung geschenkt werden.\u201c Der Experte sprach sich dabei gegen eine rein punktuelle Sanierung aus und empfahl aufgrund der Risiken eher eine komplette Sanierung. Diese sei zwar aufw\u00e4ndig aber hinsichtlich der Kosten kalkulierbar und gew\u00e4hrleiste einen nachhaltigen Sanierungserfolg.<\/p>\n<p><b>Neueste Technik vor Ort ausprobiert<\/b><\/p>\n<p>Im Au\u00dfenbereich des \u00dcWAG-Informationszentrums f\u00fchrten die Firmen Gehring, Insituform, Kummetat und Trelleborg den kommunalen Vertretern zum Abschluss der Veranstaltung verschiedene Sanierungstechniken direkt vor. Die GKU pr\u00e4sentierte zudem ihr neues Kanalbewertungsprogramm. Au\u00dferdem konnten sich die Teilnehmer anhand von Vorher-Nachher-Fotos ein Bild von den von der GKU in Ost- und Mittelhessen bereits umgesetzten Sanierungsma\u00dfnahmen machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Kanalsanierung und -\u00fcberwachung ist f\u00fcr Kommunen eine aufw\u00e4ndige und teure Pflicht. Wie dies jedoch wirtschaftlich und nachhaltig betrieben werden kann, war am Donnerstag Thema einer Informationsveranstaltung im \u00dcWAG-Informationszentrum in Fulda. 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