{"id":109506,"date":"2013-05-29T00:10:11","date_gmt":"2013-05-29T00:10:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=109506"},"modified":"2013-05-29T08:07:10","modified_gmt":"2013-05-29T08:07:10","slug":"heimkehr-in-die-rhon-ein-landschaftsbaumeister-unterwegs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=109506","title":{"rendered":"\u201eHeimkehr in die Rh\u00f6n \u2013 Ein Landschaftsbaumeister unterwegs!\u201c"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-109507\" alt=\"Biber\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Biber-265x203.jpg\" width=\"265\" height=\"203\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Biber-265x203.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Biber.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/>Rh\u00f6n. Auf Einladung des Biosph\u00e4renreservats referierte Claus Schenk, vom Infozentrum \u201eHaus der Schwarzen Berge\u201c aus Oberbach auf der Wasserkuppe \u00fcber die R\u00fcckkehr des Bibers in der Rh\u00f6n. Ausl\u00f6ser f\u00fcr die Veranstaltung war, dass auch in der hessischen Rh\u00f6n immer h\u00e4ufiger Biber gesichtet werden. Im Landkreis Fulda sind derzeit sieben Biberreviere bekannt. Der Fachmann berichtete von den Erfolgen der Biberansiedlung in der bayerischen Rh\u00f6n. Viele dieser fr\u00e4nkischen Biber gehen auf ein Wiederansiedlungsprojekt im hessischen Spessart zur\u00fcck. Aktuell leben ca. 700 Biber in Unterfranken. Mit einer weiteren starken Ausbreitung wird gerechnet.<\/p>\n<p>Dieser Erfolg ist gr\u00f6\u00dften Teils dem 1996 in Bayern eingef\u00fchrten Bibermanagement zu verdanken, dem der Spagat zwischen strengem Schutzstatus des Bibers und legitimen Nutzungsanspr\u00fcchen des Menschen gelungen ist. Deshalb wurde bereits in 2008 ein Biberschadensfond vom Bayerischen Umweltministerium eingerichtet, aus dem im Schadensfall Geld bezogen werden kann. Schenk machte deutlich, dass sehr viel \u00dcberzeugungsarbeit n\u00f6tig war, um Akzeptanz bei Landwirten, Anglern und der Bev\u00f6lkerung zu erreichen. Teilweise konnten die vom Biber betroffenen und durch ihn beeinflussten Fl\u00e4chen auch angekauft werden.<!--more--><\/p>\n<p>Seit dem Jahr 1867 galt der Biber in Bayern als ausgerottet. Umso erfreulicher ist, dass es ihn nun wieder in so hoher Zahl in freier Wildbahn gibt. Dies wirkt sich \u00e4u\u00dferst positiv auf die Artenvielfalt, sowohl bei Pflanzen als auch bei Tieren, aus. Deshalb bezeichnet man den Biberlebensraum auch als die \u201eArche Noah der Vielfalt\u201c. Durch die Landschaftsgestaltung, die vom Biber betrieben wird, erzeugt er einen sehr strukturreichen Lebensraum und bietet so vielen Lebewesen ein Zuhause. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass der Biberlebensraum der artenreichste Lebensraum in Mitteleuropa ist. So steigert sich die Vogeldiversit\u00e4t um bis zu 200%. Durch die Strukturvielfalt erh\u00f6ht sich nat\u00fcrlich auch die Artenvielfalt im Gew\u00e4sser.<\/p>\n<p>Biber gelten als Vorreiter f\u00fcr die Geburtshelferkr\u00f6te und den \u00e4u\u00dferst seltenen Fischotter. Bis zu 70 Fischarten werden in Biberrevieren gez\u00e4hlt. Ein weiterer, sehr positiver, Effekt, der durch den Biber auftritt, ist die Wasserregulierung und das damit verbundene, kostenlose, Hochwassermanagement, das von ihm betrieben wird. Dass der Biber im Stande ist, Erstaunliches zu leisten, zeigt sich am gr\u00f6\u00dften Biberdamm der Welt. Dieser ca. 800 Meter lange Damm befindet sich in Kanada und ist sogar aus dem Weltall sichtbar. Es bleibt also festzuhalten, dass der Biber ein in vieler Hinsicht sehr n\u00fctzliches Tier ist, dessen Heimkehr in die Rh\u00f6n unterst\u00fctzt und gef\u00f6rdert werden sollte.<\/p>\n<p>Inwieweit der Biber auch in der hessischen Rh\u00f6n eine Zukunft haben kann, m\u00f6chte die Hess. Verwaltungsstelle gerne pr\u00fcfen. Hierzu soll es in naher Zukunft weitere entsprechende Infoveranstaltungen und Exkursionen geben, um Interessierten und Betroffenen die positiven Beispiele in der fr\u00e4nkischen Rh\u00f6n noch ein St\u00fcck n\u00e4her zu bringen. Am Thema Biber interessierte Personen k\u00f6nnen sich gerne bei der Hess. Verwaltungsstelle auf der Wasserkuppe (Telefon: 06654\/96120 oder unter <a href=\"mailto:vwst@brrhoen.de\">vwst@brrhoen.de<\/a>) melden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Rh\u00f6n. 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