{"id":107581,"date":"2013-03-31T00:08:19","date_gmt":"2013-03-31T00:08:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=107581"},"modified":"2013-04-05T20:34:42","modified_gmt":"2013-04-05T20:34:42","slug":"warum-hat-der-schaferstab-schippe-und-haken-diese-und-andere-fragen-beantwortet-die-schaferei-mit-herz-in-leimbach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=107581","title":{"rendered":"Warum hat der Sch\u00e4ferstab Schippe und Haken? \u00e2\u20ac\u00a6diese und andere Fragen beantwortet die \u201eSch\u00e4ferei mit Herz\u201c in Leimbach"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-107582\" title=\"145-Sch\u00e4ferei m Herz  1\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/145-Sch\u00e4ferei-m-Herz-1.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" height=\"358\" \/><\/p>\n<p>Eiterfeld-Leimbach. Er hat wahrlich ein gro\u00dfes Herz f\u00fcr Tiere, Elmar Spies (54),\u00c2\u00a0 Chef der \u201eSch\u00e4ferei mit Herz\u201c. Den zertifizierten \u00d6kobetrieb, in dem die Schafe auch ihr Gnadenbrot bekommen und bis zum Tod verbleiben k\u00f6nnen, betreibt er mit seinem Sohn Oliver (29) und der Sch\u00e4ferin Melanie Fauska (26), unterst\u00fctzt von seiner Frau Brigitte (52), Sohn Sven (35) und im Sommer von vielen flei\u00dfigen Helferinnen und Helfern. Die Sch\u00e4ferei, etwa 100 Meter unterhalb des Kegelspielradwegs bei Leimbach gelegen, ist eine der gro\u00dfen Sch\u00e4fereien im Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n.<!--more--><strong> <\/strong><\/p>\n<p>900 Mutterschafe, davon 600 Schwarzkopf-Fleischschafe und 300 Rh\u00f6nschafe, zehn\u00c2\u00a0 Zuchtb\u00f6cke, 500 L\u00e4mmer, 110 Ziegen und acht H\u00fctehunde leben von Dezember bis nach Ostern in dem 1600 Quadratmeter gro\u00dfen freitagenden Stallgeb\u00e4ude. Die Schafe bekommen dann ihre Klauen ausgeschnitten, werden entwurmt, erhalten Ohrmarken, werden ins Bestandsbuch eingetragen, und das Arzneibuch muss gef\u00fchrt werden. Im Januar werden die Tiere von drei professionellen Scherern geschoren. In der \u00fcbrigen Zeit des Jahres ist die Herde auf der 210 Hektar gro\u00dfen Fl\u00e4che am Dreienberg in Motzfeld bei Friedewald, dem n\u00f6rdlichsten Punkt des Biosph\u00e4renreservats in der Kuppenrh\u00f6n. Einem Magerrasengebiet, das extensiv und \u00f6kologisch bewirtschaftet wird. Dort gibt es neben Magerrasen unter anderem\u00c2\u00a0 Wachholder und Orchideen zu bestaunen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-107583\" title=\"145-Sch\u00e4ferei m Herz 2\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/145-Sch\u00e4ferei-m-Herz-2-265x175.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"175\" \/>Vor 34 Jahren habe er angefangen, erz\u00e4hlt Elmar Spies mit markiger Stimme und wachen strahlenden Augen. Freunde hatten ihm und seiner Ehefrau zur Hochzeit zwei Schafe geschenkt. Er sei zum Quereinsteiger geworden und die Sch\u00e4ferei sein Hobby. \u201eEinmal Schaf, immer Schaf\u201c, so sein Spruch. Zum Sch\u00e4fer m\u00fcsse man geboren sein, meint Elmar Spies. Immer mehr Schafe seien dazugekommen und so sei der Betrieb vor sechs Jahren gezwungen gewesen an den heutigen Standort auszusiedeln. Erst vor zwei Jahren habe er 130 Rh\u00f6nschafe in Bayern dazugekauft. Das Rh\u00f6nschaf geh\u00f6re in die Landschaft der Rh\u00f6n, habe bessere Klauen, sei gen\u00fcgsamer und besitze einen ausgepr\u00e4gten Mutterinstinkt. Generell w\u00fcrden Schafe mehr Arbeit als Gro\u00dfvieh machen. So br\u00e4uchten seine Tiere \u00fcber die Winterzeit 3,2 Tonnen Silo und 1.500 Kilo Heu.<\/p>\n<p>Mit Beginn der Weidesaison werden die Tiere die 15 Kilometer zum Dreienberg getrieben. Die H\u00fctehunde &#8211; vier von ihnen sind ausgebildete H\u00fctehunde, zwei in der einj\u00e4hrigen Ausbildung &#8211; achten darauf, dass die Schafe nicht in bewachsene Felder ausbrechen oder Sch\u00e4den in den f\u00fcr die Beweidung nicht vorgesehenen Feldern anrichten. Dass die Tiere ihre Hirten kennen, merkt man sofort, wenn man den Schafstall betritt. Die gelernte Sch\u00e4ferin Melanie, die ihre Pr\u00fcfung mit Bravour bestanden hat, ist besonders mit den Jungtieren vertraut. Sie zieht die Flaschenl\u00e4mmer gro\u00df. Kommt sie in den Stall, rennen die Tiere sofort auf sie zu. Zu Anfang m\u00fcssten Muttertier und Lamm ganz eng zusammen sein, damit das Muttertier sein Lamm annehme, sagt Sch\u00e4ferin Melanie und zeigt ein L\u00e4mmchen, das gerade vor einem halben Tag geboren wurde. Manche Mutterschafe h\u00e4tten nicht genug Milch, um ihre L\u00e4mmer ausgiebig zu s\u00e4ugen, und so m\u00fcsse sie den L\u00e4mmchen halt wie einem Baby die Flasche geben, erz\u00e4hlt sie mit leuchtenden Augen.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt sind die Tiere sehr zutraulich und menschenfreundlich. Das hat der Sch\u00e4ferei mit Herz auch den Beinahmen \u201eSchafe zum Anfassen\u201c eingebracht. Gerne kommen Kinderg\u00e4rten, Schulklassen oder sonstige Besuchergruppen nach Leimbach. Die Kinder w\u00fcrden ganz interessiert und wissbegierig fragen, bek\u00e4men eine altersgem\u00e4\u00dfe F\u00fchrung und h\u00e4tten die M\u00f6glichkeit, die Schafe zu streicheln und ihnen in die Wolle zu greifen, schildert Elmar Spies das Angebot der Sch\u00e4ferei. Und dann tauchten schon mal so Fragen auf wie, warum der Sch\u00e4ferstab Schippe und Haken habe. Die Schippe brauche der Hirte, um damit kleine Erdbrocken zu werfen, wenn die Tiere der Stra\u00dfe oder einer gef\u00e4hrlichen Stelle zu nahe k\u00e4men, und der Haken sei notwendig, um einzelne Schafe aus der Herde zu fangen, erkl\u00e4rt der Hobbysch\u00e4fer. Neben Informationen \u00fcber Schafzucht und \u00f6kologischen Landbau, Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n und Hessisches Kegelspiel k\u00f6nnen die Besucher auch Lammprodukte verkosten. Gerade jetzt zu Ostern steigt die Nachfrage nach Lammfleisch. Aber f\u00fcr Kinder sind die lebenden Tiere viel wichtiger\u00c2\u00a0 &#8211; erst recht, wenn gerade ein Schaf gelammt hat. \u00dcbrigens: Am 30. Mai wird es in Motzfeld am Dreienberg ein gro\u00dfes Fest geben, wenn die Sch\u00e4ferei mit Herz dort ihr zehnj\u00e4hriges Weidejubil\u00e4um feiert. (Text und Fotos: FotoText Winfried M\u00f6ller)<\/p>\n<p><strong>Info<\/strong><\/p>\n<p>Die Sch\u00e4ferei mit Herz ist unter Telefon (06672)1526, per e-Mail <a href=\"mailto:info@schaeferei-mit-herz.de\">info@schaeferei-mit-herz.de<\/a> oder im Internet unter <a href=\"http:\/\/www.schaeferei-mit-herz.de\">www.schaeferei-mit-herz.de<\/a> erreichbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Eiterfeld-Leimbach. Er hat wahrlich ein gro\u00dfes Herz f\u00fcr Tiere, Elmar Spies (54),\u00c2\u00a0 Chef der \u201eSch\u00e4ferei mit Herz\u201c. 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