{"id":106031,"date":"2013-01-31T00:12:00","date_gmt":"2013-01-31T00:12:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=106031"},"modified":"2013-01-31T08:32:40","modified_gmt":"2013-01-31T08:32:40","slug":"seminar-im-rahmen-der-rhonsprudel-genussakademie-beschaftigte-sich-mit-den-fallstricken-im-gastronomischen-alltag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=106031","title":{"rendered":"Seminar im Rahmen der Rh\u00f6nSprudel-Genussakademie besch\u00e4ftigte sich mit den \u201eFallstricken im gastronomischen Alltag\u201c"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_106032\" style=\"width: 275px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-106032\" class=\"size-thumbnail wp-image-106032\" title=\"kal_seminar_fallstricke\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/kal_seminar_fallstricke-265x187.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/kal_seminar_fallstricke-265x187.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/kal_seminar_fallstricke.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><p id=\"caption-attachment-106032\" class=\"wp-caption-text\">In den Pausen kamen die anwesenden Gastronomen aus Bayern, Hessen und Th\u00fcringen in lockerer Runde miteinander ins Gespr\u00e4ch. Foto: Freies Journalistenb\u00fcro der Rh\u00f6n<\/p><\/div>\n<p>Dermbach\/Rh\u00f6n. M\u00e4ngel in der Buchf\u00fchrung k\u00f6nnen bei Gastronomiebetrieben bei einer Betriebspr\u00fcfung durch das Finanzamt sehr schnell zu Nachzahlungen und steuerlichen Konsequenzen sowie nicht zuletzt auch strafrechtlichen Ma\u00dfnahmen f\u00fchren. Ein Seminar im Rahmen der Rh\u00f6nSprudel-Genussakademie beleuchtete jetzt die \u201eFallstricke im gastronomischen Alltag\u201c, \u00fcber die ein Unternehmer sehr schnell stolpern kann.<\/p>\n<p>\u201eBisher haben wir uns in den verschiedenen Seminaren eher mit dem besch\u00e4ftigt, was der Gast direkt zu sp\u00fcren bekommt. Es ging um genussvolles Essen und Trinken, um eine hohe Qualit\u00e4t der Speisen, um einen perfekten Service oder um regionale Produkte. \u201eDiesmal sind wir sozusagen hinter die B\u00fchne gegangen\u201c, meint Martina Kl\u00fcber-Wibelitz vom B\u00fcro Antsanvia im th\u00fcringischen Schleid, die im Auftrag des MineralBrunnens Rh\u00f6nSprudel und der Dachmarke Rh\u00f6n die Seminare organisiert. \u201eWir haben das getan, damit unsere einheimischen Gastronomiebetriebe auch in Zukunft den Gast genussvoll verw\u00f6hnen k\u00f6nnen. Wer n\u00e4mlich die Grunds\u00e4tze der Buchf\u00fchrung nicht beherrscht, wird mit dem Finanzamt Schwierigkeiten bekommen, und das Unternehmen kann sehr schnell in eine schwere finanzielle Schieflage geraten.\u201c<\/p>\n<p>Dass die Rh\u00f6nSprudel-Genussakademie mit diesem Seminarangebot genau richtig lag, zeigte die hohe Beteiligung von Gastronomen aus der bayerischen, hessischen und th\u00fcringischen Rh\u00f6n. 25 Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4fte waren nach Dermbach in das Rh\u00f6nhotel \u201eS\u00e4chsischer Hof\u201c gekommen. Mehr noch: Das Seminar sollte gegen 17.30 Uhr enden, aber die Diskussionen erstreckten sich bis kurz nach 19 Uhr. Als Referent stand diesmal Dirk Ellinger Rede und Antwort. Er ist unter anderem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der DEHOGA Th\u00fcringen und ber\u00e4t Hotel- und Gastronomiebetriebe in betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Fragen.<\/p>\n<p>\u201eDieses recht trockene Thema hat der Referent sehr gut her\u00fcbergebracht. Ich fand besonders die Aussagen und Tipps zum Thema Buffetlieferung und Aushilfskr\u00e4fte in der Gastronomie interessant\u201c, sagt beispielsweise Rainer Lamm, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer im Aparthotel \u201eHorizont\u201c in Gersfeld (Hessen). F\u00fcr Petra und Michael Gensler vom Gasthaus \u201eWei\u00dfer Turm\u201c in W\u00fclfershausen (Bayern) waren speziell die Ausf\u00fchrungen zum Thema Kassenf\u00fchrung zum Teil neu. \u201eDas ganze Thema ist sehr aktuell in der Gastronomie, und wir finden es gut, dass es in einem eigenen Tagesseminar aufgegriffen wurde.\u201c Bei vielen Gastronomen, meint Heiko M\u00f6llerhenn vom Gasthaus \u201eZur guten Quelle\u201c in Kaltensundheim (Th\u00fcringen), bestehe aufgrund der schwierigen gesetzlichen Regelungen Verunsicherung, und viele w\u00fcssten nicht, ob sie jeden Tag wirklich alles richtig machen. \u201eDieses Seminar war eine sehr interessante Sache, denn gerade im Bereich Umgang mit der Kasse und Belegen gibt es immer wieder neue Gesetzlichkeiten.\u201c<\/p>\n<p>Die Dachmarke Rh\u00f6n wolle mit ihrem Partner Rh\u00f6nSprudel Ideengeber f\u00fcr die Zukunft sein, um die Qualit\u00e4t in der einheimischen Gastronomie zu steigern. \u201eGleichzeitig m\u00fcssen wir uns aber um den dauerhaften Bestand der Unternehmen Gedanken machen. Und dabei darf man die betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Aspekte keinesfalls au\u00dfer Acht lassen\u201c, ist sich Martina Kl\u00fcber-Wibelitz sicher. Der Staat erh\u00f6he seit einiger Zeit die Zahl der Betriebspr\u00fcfungen vorrangig in Betrieben, die durch das Bargeldgesch\u00e4ft leben. Die Gastronomie und das Hotelgewerbe bilden dabei einen klaren Schwerpunkt.<\/p>\n<p>Das Seminar widmete sich in erster Linie der richtigen Kassenf\u00fchrung sowie der Kassenform, f\u00fcr die sich ein Gastronomiebetrieb entscheiden muss. Au\u00dferdem ging es um die unterschiedlichen Mehrwertsteuers\u00e4tze von 19 Prozent und sieben Prozent sowie um die jeweiligen Positionen daf\u00fcr, die sich letztlich auf der Rechnung korrekt wiederfinden m\u00fcssen. \u00dcbernachtungen sind generell mit sieben Prozent Mehrwertsteuer abzurechnen; das Fr\u00fchst\u00fcck, das oft im Pauschalpreis enthalten ist, jedoch mit 19 Prozent. Liefert eine Gastst\u00e4tte beispielsweise au\u00dfer Haus nur Essen, so fallen sieben Prozent Mehrwertsteuer an. Stellt es dazu aber noch Besteck und Porzellanteller oder Stehtische bereit, sind es schon wieder 19 Prozent.<\/p>\n<p>Nicht ungew\u00f6hnlich sei es bei einer anstehenden Betriebspr\u00fcfung, dass sich der Finanzbeamte zuvor als \u201enormaler Gast\u201c ausgibt und dabei die Prozesse im Haus beobachtet, beispielsweise in welcher Form eine Rechnung oder Quittung geschrieben wird. Daraus k\u00f6nne er bereits erste R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Kassenf\u00fchrung ziehen. Stellt er dann bei der Betriebspr\u00fcfung, zu der er sich anmelden muss, Kassenm\u00e4ngel fest, berechtige das immer zu sofortigen Sch\u00e4tzungen, die Nachzahlungen zur Folge haben. Die heutigen Finanzbeamten, hie\u00df es w\u00e4hrend des Seminars, seien sehr gut geschult und haben gute Erfahrungen.<\/p>\n<p>Ein Gastronom, sagte Referent Dirk Ellinger, m\u00fcsse nicht nur ein guter Gastgeber und Genussverf\u00fchrer sein, sondern von ihm werden ein hohes betriebswirtschaftliches Knowhow und ein betriebliches Organisationssystem gefordert. \u201eDie Gastronomie ist eine wesentliche S\u00e4ule unserer Region und damit auch der Wertsch\u00f6pfung. Deshalb sollten sich die Unternehmen f\u00fcr sich und gemeinsam miteinander Gedanken machen, wie sie sich f\u00fcr die Zukunft aufstellen\u201c, hebt Kl\u00fcber-Wibelitz hervor.<\/p>\n<p>Das n\u00e4chste Seminar im Rahmen der Rh\u00f6nSprudel-Genussakademie findet am 18. Februar in Fladungen statt. Dann geht es um das \u201eVerkaufen mit Herz\u201c. Dabei werden die Teilnehmer trainieren, wie man schnell mit dem Gast in Kontakt kommt und wie man den Gast richtig ber\u00e4t. Au\u00dferdem stehen psychologische Tricks und Strategien eines Verk\u00e4ufers auf der Tagesordnung. Auch dieses Seminar ist wieder offen f\u00fcr alle Gastronomiebetriebe der Region. N\u00e4here Informationen gibt es auf der Internetseite www.rhoensprudel-genussakademie.de.<\/p>\n<p><strong>\u00c2\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Dermbach\/Rh\u00f6n. M\u00e4ngel in der Buchf\u00fchrung k\u00f6nnen bei Gastronomiebetrieben bei einer Betriebspr\u00fcfung durch das Finanzamt sehr schnell zu Nachzahlungen und steuerlichen Konsequenzen sowie nicht zuletzt auch strafrechtlichen Ma\u00dfnahmen f\u00fchren. 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