{"id":105722,"date":"2013-01-17T00:10:24","date_gmt":"2013-01-17T00:10:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=105722"},"modified":"2013-01-17T09:16:55","modified_gmt":"2013-01-17T09:16:55","slug":"fachleute-von-kreis-bund-und-forstamtern-wollen-die-wildkatze-wieder-heimisch-werden-lassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=105722","title":{"rendered":"Fachleute von Kreis, BUND und Forst\u00e4mtern wollen die Wildkatze wieder heimisch werden lassen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_105723\" style=\"width: 275px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-105723\" class=\"size-thumbnail wp-image-105723\" title=\"DennhoeferGoerigFriedrichsdorf\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/DennhoeferGoerigFriedrichsdorf-265x167.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"167\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/DennhoeferGoerigFriedrichsdorf-265x167.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/DennhoeferGoerigFriedrichsdorf.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><p id=\"caption-attachment-105723\" class=\"wp-caption-text\">Freuten sich \u00fcber gut besuchte Auftaktveranstaltung (von links): Dr. Wolfgang Dennh\u00f6fer, Landrat Manfred G\u00f6rig, Sarah Friedrichsdorf (BUND-Projekt Wildkatzensprung)<\/p><\/div>\n<p>Vogelsbergkreis. \u201eWildkatzen geh\u00f6ren ebenso hierher wie Luchse und andere schon beheimatete Wildtiere. Wir wollen hoffen, dass mit der gemeinsamen Aktion der Nachweis der Wildkatze gelingt\u201c, so Landrat Manfred G\u00f6rig bei der Ausstellungser\u00f6ffnung. Man werde nach M\u00f6glichkeit alles daf\u00fcr tun, dass sich die Habitate verbessern und dass die Bewegungsr\u00e4ume f\u00fcr die Wildtiere nicht noch weiter eingeschr\u00e4nkt werden. Er begr\u00fc\u00dfte die Vertreter der Forst\u00e4mter Schotten und Romrod und w\u00fcnschte den Verantwortlichen von BUND und Unterer Naturschutzbeh\u00f6rde eine gute Resonanz f\u00fcr die Ausstellung.<!--more--><\/p>\n<p>Gudrun Huber von der Unteren Naturschutzbeh\u00f6rde des Kreises sprach davon, dass es vor Allem um die Akzeptanz gehe, die es f\u00fcr die Wildkatze zu schaffen gelte. \u201eDer Naturraum ist im Vogelsberg recht gut geeignet f\u00fcr die Ansiedlung der Tiere. Wenn gen\u00fcgend Totholz im Wald liegen gelassen wird, finden sie gen\u00fcgend Unterschlupf und beste Bedingungen vor. Wir wollen beobachten, ob sich die Wege einwandernder Tiere aus benachbarten Waldgebieten hier kreuzen und vielleicht dazu f\u00fchren, dass sie bei uns wieder ans\u00e4ssig werden.\u201c Die Wildkatze wurde seit 1920 nicht mehr im Vogelsbergkreis gesichtet, sie wurde \u00fcberwiegend Opfer von Bejagung. Dass sie heute bei ihrer Wiederkehr nicht mehr bejagt wird, darauf hofft Frau Huber. \u201eAls Nahrungskonkurrentin wird man die Wildkatze heute wohl nicht mehr sehen. Es wird niemand Hunger leiden, nur weil die Wildkatze eine gewisse Anzahl an M\u00e4usen verspeist.\u201c Eine Wildkatze ben\u00f6tige eine Revierfl\u00e4che von 30 \u2013 50 Quadratkilometern, m\u00e4nnliche Tiere mehr. Schon bei einem Tier je drei Quadratkilometern k\u00f6nne man von einer \u00fcberlebensf\u00e4higen Population sprechen.<\/p>\n<p>An die Besucher der Ausstellung gewandt erkl\u00e4rte der Biologe Dr. Wolfgang Dennh\u00f6fer, warum diese Aktion f\u00fcr ihn so wichtig ist: \u201eMir geht das Herz auf, wenn ich durch einen Wald gehen kann, in dem diese Tiere leben \u2013 auch wenn wir sie wahrscheinlich gar nicht zu Gesicht kriegen.\u201c Alleine das Wissen darum gen\u00fcge schon. Ihm liege sehr viel an einer gesunden Biodiversit\u00e4t und er betreibe gerne \u201eMarketing in Sachen Naturschutz\u201c.<\/p>\n<p>Sehr anschaulich f\u00fchrte \u201eWildkatzenretterin\u201c Sarah Friedrichsdorf vom BUND-Projekt \u201eWildkatzensprung\u201c die Utensilien vor, mit denen die ehrenamtlichen Helfer ausger\u00fcstet werden, um die regelm\u00e4\u00dfigen Lockstock-Kontrollen durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen. Von der Isoliermatte zum Daraufknien \u00fcber Stirnlampe, Handschuhe, Pinzette, Probent\u00fctchen, B\u00fcrste und Baldrian zum Pr\u00e4parieren der Lockst\u00f6cke wurde an alles gedacht. \u201eWir wollen den vielen ehrenamtlichen Helfern nat\u00fcrlich nicht abverlangen, sich diese Materialien selbst anschaffen zu m\u00fcssen\u201c, so Frau Friedrichsdorf, \u201ezumal die Proben nicht verunreinigt werden d\u00fcrfen und in einwandfreiem Zustand an das Senckenberg-Institut zur genetischen Auswertung gelangen m\u00fcssen.\u201c Die Auswertung der von den insgesamt 20 Lockst\u00f6cken gesammelten Haarproben d\u00fcrfte bis sp\u00e4testens im Herbst abgeschlossen sein. Auch Kreisjagdberater Adolf Tausch und Rolf-Gerold Neumann, ehemaliger Landesverbandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Jagdaufseher in Hessen, meldeten sich zu Wort. Sie betonten wie wichtig es sei, dass F\u00f6rster und J\u00e4ger r\u00fccksichtsvoll arbeiten. Sie seien wohl diejenigen, die am Ehesten die Gelegenheit haben d\u00fcrften, eines der scheuen Wildtiere zu Gesicht zu bekommen. Und besonders an die J\u00e4ger gerichtet war der Appel von Herrn Neumann, nicht mit Totschlagfallen zu arbeiten, damit f\u00e4lschlich gefangene Tiere \u2013 und dass k\u00f6nnte eine Wildkatze ebenso sein wie ein kleiner Hund \u2013 unversehrt wieder in die Freiheit entlassen werden k\u00f6nnten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsbergkreis. \u201eWildkatzen geh\u00f6ren ebenso hierher wie Luchse und andere schon beheimatete Wildtiere. Wir wollen hoffen, dass mit der gemeinsamen Aktion der Nachweis der Wildkatze gelingt\u201c, so Landrat Manfred G\u00f6rig bei der Ausstellungser\u00f6ffnung. 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