{"id":105701,"date":"2013-01-17T00:09:44","date_gmt":"2013-01-17T00:09:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=105701"},"modified":"2013-01-17T08:38:43","modified_gmt":"2013-01-17T08:38:43","slug":"mit-leib-und-seele-sportschutze-werner-giebel-ist-seit-1980-vorsitzender-des-schutzenvereins-hubertus-arzell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=105701","title":{"rendered":"Mit Leib und Seele Sportsch\u00fctze &#8211; Werner Giebel ist seit 1980 Vorsitzender des Sch\u00fctzenvereins Hubertus Arzell"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-105703\" title=\"016-Giebel-Werner-1\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/016-Giebel-Werner-1.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" height=\"247\" \/><\/p>\n<p>Arzell.\u00c2\u00a0 Mit Leib und Seele Sch\u00fctze, so ist Werner Giebel aus Arzell treffend zu beschreiben. Nein, nicht sein Sternzeichen ist damit gemeint, denn da ist der 57-J\u00e4hrige Zwilling, sondern seine Passion als Sportsch\u00fctze beim Sch\u00fctzenverein Hubertus 04 Arzell. F\u00fcr seine besonderen Leistungen und sein hohes Engagement erhielt er anl\u00e4sslich der Sportlerehrung 2012 im November die Sportplakette des Landkreises Fulda.<\/p>\n<p>Foto: M\u00f6ller<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Werner Giebel ist seit seinem 16. Lebensjahr nach Abschluss der Schulausbildung Mitglied des Arzeller Sch\u00fctzenvereins. Fu\u00dfball spielen habe er als Brillentr\u00e4ger nicht gekonnt. Was h\u00e4tten wohl seine Eltern gesagt, wenn er st\u00e4ndig mit einer kaputten Brille nach Hause gekommen w\u00e4re, so Werner Giebel, der beim Schie\u00dfen eine extra angefertigte Schie\u00dfbrille tr\u00e4gt. Seit dem Jahre 1980 bis heute ist er ohne Unterbrechung Erster Vorsitzender des Sch\u00fctzenvereins Arzell. Zuvor war er zwei Jahr Jugendwart.<\/p>\n<p>Gegr\u00fcndet wurde der Verein im Jahre 1904 durch Anton Kircher. Da Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg der Besitz von Waffen verboten war, konnte der Schie\u00dfbetrieb mit Luftgewehr und Luftpistole erst 1958 im Saal der Gastwirtschaft Scheich wieder aufgenommen werden. Er sei froh, dass der Verein nicht mit gro\u00dfkalibrigen Waffen schie\u00dfe. Die Nutzer dieser Waffen ben\u00f6tigten eine Unbedenklichkeitsbescheinigung, die der Vereinsvorsitzende ausstellen m\u00fcsste, und das sei eine gro\u00dfe Verantwortung, argumentiert Werner Giebel. Au\u00dferdem w\u00e4ren besondere R\u00e4umlichkeiten und Sicherheitsvorkehrungen f\u00fcr den Schie\u00dfbetrieb notwendig.<\/p>\n<p>Nachdem in der Gastwirtschaft Scheich nicht mehr geschossen werden durfte, verlagerte der Verein seinen Schie\u00dfbetrieb in die Eiterfelder Schule. Im Jahr 1972 ergab sich dann die M\u00f6glichkeit, in der ehemaligen Schule von Arzell R\u00e4umlichkeiten zu bekommen. Durch Um- und Anbauma\u00dfnahmen steht seit dem Jahr 2002 den 115 Mitgliedern ein Sch\u00fctzenzentrum mit Schie\u00dfstandanlage, Jugendraum, Vereinsraum und sanit\u00e4ren Einrichtungen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Wenn auch der Sch\u00fctzenverein Arzell nur mit Druckluftwaffen schie\u00dfe und zu den kleineren Vereinen geh\u00f6re, w\u00fcrden doch hervorragende Leistungen erbracht, auf die er als Vorsitzender stolz sein k\u00f6nne. Sportsch\u00fctzen seien echte Leistungssportler. Vierzig Schuss hochkonzentriert ins Schwarze zu platzieren, fordere die ganze Person. Zudem koste die Anschaffung eines\u00c2\u00a0 Luftgewehrs rund\u00c2\u00a0 2.500 Euro. Um gute Ergebnisse bei Wettk\u00e4mpfen zu erzielen, sei es wichtig, ein eigenes Gewehr zu haben, denn nur dann k\u00f6nne man sicher sein, dass die Justierung stimme und der Sch\u00fctze nicht unn\u00f6tige Einstellungen und Probesch\u00fcsse machen m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Auf Initiative von Werner Giebel absolvierte der Verein im Januar 2010 ein 24-Stunden-Schie\u00dfen, bei dem jeder geschossene Ring mit einem Cent von 20 Sponsoren aus Arzell, Eiterfeld und Steinbach verg\u00fctet wurde. 3.000 Euro kamen so f\u00fcr den Verein K\u00e4nguruh in Fulda zusammen.\u00c2\u00a0 Und es h\u00e4tten noch mehr sein k\u00f6nnen, h\u00e4tte man die H\u00f6chstsumme f\u00fcr jeden Sponsor nicht auf 150 Euro gedeckelt, denn insgesamt erzielten 34 Gewehr- und 13 Pistolensch\u00fctzen bei 125 Starts mit je 20 Schuss 19.731 Ringe.<\/p>\n<p>In seiner vereinssportlichen Laufbahn war der gelernte Fernmelder bei der Deutschen Bundespost und bis zu seiner Pensionierung im Energiemanagement t\u00e4tige Giebel von 1987 bis 2005 Sportleiter des Sch\u00fctzenkreises H\u00fcnfeld und von 1995 bis 1998 Sportleiter des Sch\u00fctzengaus Fulda-Rh\u00f6n. Besonders stolz ist er, dass er zum 100-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um des Sch\u00fctzenvereins Arzell im Jahr 2004 den Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen bekam. Au\u00dferdem hat er vom Hessischen Sch\u00fctzenverband die Ehrenzeichen in Silber (1997) und Gold (2000), vom Deutschen Sch\u00fctzenbund das bronzene Ehrenkreuz (1996), vom Landessportbund Hessen die Verdienstnadel in Bronze (1995) und vom Sch\u00fctzenverein Hubertus 04 Arzell die Vereinsehrennadel in Gold erhalten. Die Sportplakette des Landkreises Fulda erg\u00e4nzt jetzt die Ehrenabzeichen.<\/p>\n<p>Wie aktiv der Geehrte ist, wird auch daran deutlich, dass Werner Giebel in der Pfarrei Arzell beim Austeilen der Kommunion hilft, die Kassengesch\u00e4fte des Heimatkreises Friedland erledigt und Wanderwart beim Rh\u00f6nklub-Zweigverein Eiterfeld ist. Ans Aufh\u00f6ren denkt er noch nicht. Ein Verein brauche nicht nur passive Mitglieder, sondern auch solche, die sich engagierten und Verantwortung \u00fcbern\u00e4hmen. Die seien heute leider nicht so leicht zu finden. (wim\/was\/gi)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Arzell.\u00c2\u00a0 Mit Leib und Seele Sch\u00fctze, so ist Werner Giebel aus Arzell treffend zu beschreiben. Nein, nicht sein Sternzeichen ist damit gemeint, denn da ist der 57-J\u00e4hrige Zwilling, sondern seine Passion als Sportsch\u00fctze beim Sch\u00fctzenverein Hubertus 04 Arzell. 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