{"id":105393,"date":"2013-01-03T10:08:28","date_gmt":"2013-01-03T10:08:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=105393"},"modified":"2013-01-03T10:08:28","modified_gmt":"2013-01-03T10:08:28","slug":"schwachere-konjunktur-bremst-arbeitsmarkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=105393","title":{"rendered":"Schw\u00e4chere Konjunktur bremst Arbeitsmarkt"},"content":{"rendered":"<p>Bad Hersfeld\/Fulda. Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur f\u00fcr Arbeit Bad Hersfeld-Fulda (Landkreise Fulda und Hersfeld-Rotenburg) ist zum Ende des Jahres relativ stabil geblieben. Die Zahl der Arbeitslosen ist gegen\u00fcber November um 157 auf 6.685 gestiegen (+2,4 Prozent). Die Steigerung gegen\u00fcber dem Vorjahr lag mit 138 bei 2,1 Prozent, wobei sich die Entwicklung in den Teilregionen durchaus unterschiedlich gestaltet. Die Arbeitslosenquote im Dezember betr\u00e4gt 3.8 Prozent, im November hatte sie bei 3,7 Prozent gelegen. Aufgrund der schlechteren Konjunkturlage ist der Bereich der Arbeitslosenversicherung st\u00e4rker vom Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen. Bei den Dienststellen der Arbeitsagentur waren 2.769 Menschen ohne Arbeit gemeldet, was gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat\u00c2\u00a0 ein Plus von 13,5 Prozent bedeutet. Bei den kommunalen Jobcentern waren 3.916\u00c2\u00a0 Personen arbeitslos gemeldet \u2013 4,7 Prozent weniger als im Dezember des Vorjahres.<!--more--><br \/>\nAuch im Dezember stieg wegen der Verschlechterung der Lage im gewerblich-technischen Bereich die Arbeitslosigkeit bei M\u00e4nnern \u00fcberproportional an (+9,7 Prozent auf 3.519), w\u00e4hrend die Zahl der erwerbslosen Frauen um 5,2 Prozent auf 3.166 gesunken ist.<br \/>\nAuch wenn bei der Verfassung des Arbeitsmarktes ein leichtes Nord-S\u00fcd-Gef\u00e4lle innerhalb des Agenturbezirkes festzustellen ist, sind negative Auswirkungen der schw\u00e4cheren Konjunktur auf den Arbeitsmarkt im Gesamtbezirk zu verzeichnen.<\/p>\n<p><strong>Landkreis Fulda &#8211; Abnehmende Konjunkturdynamik zeigt Wirkung auf Arbeitsmarkt<\/strong><br \/>\nIm Dezember waren in der Region Fulda 3.816 Menschen arbeitslos gemeldet, dies bedeutet einen Anstieg um 3,5 Prozent gegen\u00fcber dem November. Dieser Zuwachs ist saisonal bedingt, wobei die abnehmende Dynamik des Arbeitsmarktes ebenfalls Wirkung zeigen d\u00fcrfte. Trotz dieser Entwicklung liegt die Arbeitslosenquote\u00c2\u00a0 aktuell bei 3,3 Prozent und ist damit die niedrigste aller hessischen Landkreise. Zugleich stellt sie einen positiven Rekordwert in einem Dezember in den letzten drei Jahrzehnten dar.<\/p>\n<p>In der Region liegt die Arbeitslosenzahl immer noch unter der des Dezembers in 2011 (-2,7 Prozent), aber die schw\u00e4cher werdende Konjunktur wirkt sich insofern aus, als dass der Vorjahresabstand von Monat zu Monat geringer ausf\u00e4llt. \u201eAngesichts der Entwicklung in den letzten Monaten und der Prognosen f\u00fcr das erste Halbjahr 2013 gehe ich davon aus, dass der langj\u00e4hrige\u00c2\u00a0 Abbau der Arbeitslosigkeit zun\u00e4chst einmal seinen Zenit erreicht hat\u201c kommentiert Waldemar Dombrowski, Leiter der \u00f6rtlichen Agentur f\u00fcr Arbeit, die Lage.<\/p>\n<p>So stieg die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung, bei der sich wirtschaftliche Ausschl\u00e4ge in der Regel zuerst bemerkbar machen, binnen Jahresfrist um 92 Personen auf\u00c2\u00a0 1.710. Beim Jobcenter des Landkreises sind 2106 Personen arbeitslos gemeldet und\u00c2\u00a0 damit\u00c2\u00a0 8,6 Prozent weniger als im Dezember 2011; aber auch im Bereich der Grundsicherung sinkt der Abstand zum Vorjahresmonat.<\/p>\n<p>Die nachlassende Konjunktur macht sich vor allem im produzierenden Gewerbe bemerkbar. Dies erkl\u00e4rt den relativ starken Anstieg der Arbeitslosigkeit bei M\u00e4nnern. So waren im abgelaufenen Dezember 86 (4,4 Prozent) mehr M\u00e4nner arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr. Frauen profitierten unter anderem verst\u00e4rkt von zus\u00e4tzlichen Stellenangeboten des Handels im Zusammenhang mit dem Weihnachtsgesch\u00e4ft. Im Dezember waren 1.796 Frauen bei der Arbeitsagentur und beim Jobcenter als Arbeitslose registriert, dies waren 193 weniger als im Dezember 2011.<\/p>\n<p>Erfreulich ist, dass der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur im Dezember mit 554 Stellen deutlich mehr rekrutieren konnte als vor einem Jahr. Damit konnte der R\u00fcckstand bei den Stellen leicht reduziert werden.\u00c2\u00a0 Derzeit stehen 1.630 Stellen zur Vermittlung arbeitsloser Menschen zur Verf\u00fcgung. Das sind fast 18 Prozent mehr als vor einem Jahr.\u00c2\u00a0 W\u00e4hrend im Helferbereich der Zeitarbeit momentan kaum noch Stellen ausgeschrieben werden, besteht verst\u00e4rkter Bedarf im Maschinenbau (Ingenieure, Techniker, Konstrukteure, Metallbauer). Im Einzelhandel, in der Alten- und Krankenpflege wie in der Gastronomie werden Arbeitskr\u00e4fte gesucht, die flexible Arbeitszeiten wahrnehmen k\u00f6nnen.<br \/>\n<strong>\u00c2\u00a0<\/strong><br \/>\n<strong>Landkreis Hersfeld-Rotenburg &#8211; Schw\u00e4chere Konjunktur belastet regionalen Arbeitsmarkt<\/strong><br \/>\nDie Zahl der Arbeitslosen ist im Dezember gegen\u00fcber dem November lediglich um 28 auf 2.869 Personen angestiegen. Dies entspricht einem Plus von einem Prozent; hessenweit war ein Anstieg von 2,2 Prozent zu verzeichnen. Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt bei 4,6 Prozent. Der Vergleich mit den Vorjahresdaten macht jedoch die Auswirkungen der schw\u00e4cher werdenden Konjunktur auf den Arbeitsmarkt deutlich. Gegen\u00fcber dem Dezember 2011 lag die Arbeitslosigkeit im abgelaufenen Monat um 245 (9,3 Prozent) h\u00f6her. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, bei der die konjunkturellen Ausschl\u00e4ge relativ schnell sichtbar werden, ist die Zahl der arbeitslosen Menschen binnen Jahresfrist um 29 Prozent auf 1.059 angestiegen. Bei der Grundsicherung ist lediglich ein Anstieg der Arbeitslosigkeit um 0,4 Prozent auf 1.810 Personen zu verzeichnen.<\/p>\n<p>Die nachlassende Konjunktur macht sich vor allem im produzierenden Gewerbe bemerkbar. Dies erkl\u00e4rt den starken Anstieg der Besch\u00e4ftigungslosigkeit bei M\u00e4nnern. W\u00e4hrend im Landkreis im Vergleich zum Dezember 2011 die Zahl der arbeitslosen M\u00e4nner um 226 angestiegen ist, ist die Zahl der Frauen, die eine Arbeitsstelle suchen, lediglich um 19 auf 1.319 gewachsen.<\/p>\n<p>\u201eAngesichts der Entwicklung des Arbeitsmarktes in den letzten Monaten und der Prognosen f\u00fcr das erste Halbjahr 2013 gehe ich davon aus, dass der langj\u00e4hrige Abbau der Arbeitslosigkeit seinen Zenit vorerst \u00fcberschritten hat. Gleichwohl d\u00fcrfen wir nicht zu pessimistisch sein, denn in verschiedenen Berufen und Branchen gibt es nach wie vor einen Fachkr\u00e4ftebedarf, der mitunter schwer zu decken ist.\u201c kommentiert Waldemar Dombrowski, Leiter der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda. Sorgen machten dem Agenturchef die in unserer Region, aber auch hessenweit gestiegenen Zahlen bei den arbeitslosen Personen unter 25 Jahren. \u201eHier m\u00fcssen wir sehr aufmerksam sein, um die erzielten Erfolge der vergangenen Jahre nicht zu gef\u00e4hrden\u201c konstatiert Dombrowski. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der arbeitslosen Unter-25-J\u00e4hrigen um mehr als ein Drittel auf 257.<\/p>\n<p>Die Zahl der \u00e4lteren Arbeitslosen lag im Dezember bei 1.103 und damit um 9,3 Prozent \u00fcber dem Vorjahresmonat. Der Arbeitgeberservice der Agentur f\u00fcr Arbeit in Bad Hersfeld hat nach wie vor zahlreiche Stellen im Angebot. So werden zum Beispiel Verkaufskr\u00e4fte im Nahrungsmittelhandwerk, Fachkr\u00e4fte in der Gastronomie, im Elektro- und Metallbereich sowie in der Altenpflege gesucht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Bad Hersfeld\/Fulda. Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur f\u00fcr Arbeit Bad Hersfeld-Fulda (Landkreise Fulda und Hersfeld-Rotenburg) ist zum Ende des Jahres relativ stabil geblieben. Die Zahl der Arbeitslosen ist gegen\u00fcber November um 157 auf 6.685 gestiegen (+2,4 Prozent). Die Steigerung gegen\u00fcber dem Vorjahr lag mit 138 bei 2,1 Prozent, wobei sich die Entwicklung in den &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,53],"tags":[],"class_list":["post-105393","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite","category-bildung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/105393","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=105393"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/105393\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":105394,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/105393\/revisions\/105394"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=105393"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=105393"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=105393"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}