{"id":105339,"date":"2012-12-26T00:11:16","date_gmt":"2012-12-26T00:11:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=105339"},"modified":"2012-12-26T09:12:07","modified_gmt":"2012-12-26T09:12:07","slug":"geopark-vulkanregion-vogelsberg-wurde-im-landratsamt-gegrundet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=105339","title":{"rendered":"Geopark Vulkanregion Vogelsberg wurde im Landratsamt gegr\u00fcndet"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-105340\" title=\"atteeb25\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/atteeb25-265x87.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"87\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/atteeb25-265x87.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/atteeb25.jpg 512w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/>Vogelsbergkreis. Der Verein \u201eGeopark Vulkanregion Vogelsberg\u201c ist am Montagabend im Lauterbacher Kreishaus gegr\u00fcndet worden. Der Verein startet mit neun Gr\u00fcndungsmitgliedern \u2013 das sind acht Kommunen aus drei Landkreisen und der Vogelsbergkreis. Landrat Manfred G\u00f6rig ist Vorsitzender des Vereins. \u201eWir haben geo-wissenschaftlich etwas ganz Besonderes zu bieten\u201c, betont Manfred G\u00f6rig. Jetzt begebe man sich tatkr\u00e4ftig auf den Weg der Zertifizierung zum Nationalen Geopark. Daf\u00fcr seien die Voraussetzungen gut, denn der Vogelsberg ist Mitteleuropas gr\u00f6\u00dftes zusammenh\u00e4ngendes Vulkangebiet.<!--more--><br \/>\nDer Vogelsberger Landrat h\u00e4lt es f\u00fcr ermutigend, dass neben Homberg\/Ohm, M\u00fccke, Ulrichstein, Lautertal, Schotten und Wartenberg aus dem Vogelsbergkreis auch Am\u00f6neburg (Landkreis Marburg-Biedenkopf) und Gedern (Wetteraukreis) \u201emit von der Partie\u201c sind. Der Vogelsbergkreis habe die Initiative zum Start ergriffen, weil die wissenschaftlichen Vorarbeiten der vergangenen f\u00fcnf Jahre eine ausreichende Basis f\u00fcr eine Gr\u00fcndung ergeben h\u00e4tten.<\/p>\n<p>\u201eJetzt gehen wir den n\u00e4chsten f\u00fcr die Region konsequenten Schritt\u201c, machte Landrat G\u00f6rig deutlich. Das Geopark-Projekt habe erhebliche regionalpolitische Bedeutung. Daher gebe der Landkreis un\u00fcbersehbar das Signal: \u201eJetzt starten und mitmachen.\u201c Als \u201eBeleg der Ernsthaftigkeit\u201c nannte G\u00f6rig die Tatsache, dass im Kreishaushalt 50.000 Euro f\u00fcr den Geopark drinstehen. Dar\u00fcber hinaus stelle der Landkreis mit Hartmut Greb aus dem Amt f\u00fcr Wirtschaftsf\u00f6rderung die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung.<\/p>\n<p>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Greb ist zuversichtlich, dass \u00fcber die jetzigen neun Gr\u00fcndungsmitglieder hinaus weitere Kommunen dem neuen Projekt positiv gegen\u00fcberstehen und einen Beitritt erw\u00e4gen. Landrat G\u00f6rig sagte: \u201eIch hoffe, dass der Geoparkfunke z\u00fcndet und \u00fcberspringt.\u201c Die Kommunen seien Kernbestandteil der Gebietskulisse, so G\u00f6rig, denn \u201ein den Gemeinden stehen die Sehensw\u00fcrdigkeiten\u201c, die schon jetzt gro\u00dfe Aufmerksamkeit erzeugten. Die Geologin Sylvia Reyer, die ma\u00dfgeblich die Untersuchung der Geotope in der Region geleitet hat, ist ebenfalls zuversichtlich. Der Geopark \u201eInselsberg \u2013 Drei Gleichen\u201c in Th\u00fcringen habe vor etwa sieben Jahren mit vier Kommunen angefangen \u2013 jetzt seien es bereits 17 Gemeinden, die den erfolgreichen Geopark tragen.<\/p>\n<p>\u201eDer Geopark ist ein Strukturentwicklungsprojekt<br \/>\nund damit keine freiwillige Leistung\u201c<\/p>\n<p>Der Landrat sprach in der von rund 30 Fachleuten und Ehrenamtlichen besuchten Gr\u00fcndungsversammlung auch in seiner Rolle als Kommunalaufsicht: \u201eWer als Kommune im Vogelsbergkreis im Geopark Mitglied wird, braucht nicht zu bef\u00fcrchten, dass der Landrat den Mitgliedsbeitrag als sogenannte freiwillige Leistung beanstandet. Das ist komplett gekl\u00e4rt.\u201c Der Geopark sei ein Strukturentwicklungsprojekt und damit keine \u201efreiwillige Leistung\u201c. Die von der Versammlung beschlossene Satzung und das Finanzierungsmodell sehen vor, dass beitretende Kommunen 50 Cent je Einwohner einbringen.<\/p>\n<p>80 begutachtete Geotope, der Vulkanradweg, der Vulkanring-Wanderweg, die Extra-Touren und Geopfade, der Vulkan-Express, die Bonifatiusroute, der Lutherweg \u2013 dies alles seien Highlights, sagte Gerold Beckmann, Vorsitzender der Sektion Vogelsberg der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft (DVG), der inmitten der \u201eeinzigartigen Natursch\u00f6nheiten\u201c in Grebenhain-Ilbeshausen wohnt.<\/p>\n<p>Nun komme es darauf an, dass der Verein Geopark alle diese vorhandenen herausragenden Merkmale verbindet und in ein ganzheitliches Konzept bringt. Die Th\u00fcringer Wissenschaftler um Professor Dr. Harald Kunze und die Geologin Sylvia Reyer h\u00e4tten \u00fcberzeugende Vorarbeit geleistet. Jetzt gehe es ans Umsetzen und die Vernetzung von Kommunen, Geotopen, Bildungsangeboten, Naturschutz, Wissenschaft, Regionalentwicklung und Tourismus, sagte Manfred G\u00f6rig, der den DVG-Sprecher Beckmann f\u00fcr seine gro\u00dfe Tatkraft im bisherigen Projekt lobte und ihn als \u201eKeimzelle und Triebfeder\u201c bezeichnete.<\/p>\n<p>Landrat G\u00f6rig und Gerold Beckmann wiesen nachdr\u00fccklich auf die jetzt schon bestehende wissenschaftliche und touristische Strahlkraft des Vogelsbergs hin, die mit der Dachmarke \u201eGeopark\u201c ganz erheblich aufgewertet werden k\u00f6nne. \u201eDiese Chance d\u00fcrfen wir nicht verpassen\u201c, hob Gerold Beckmann in der Gr\u00fcndungsversammlung in der Lauterbacher Kreisverwaltung hervor.<\/p>\n<p>Das Basaltmassiv Vogelsberg ber\u00fchrt auf einer Fl\u00e4che von \u00fcber 2.300 Quadratkilometern sechs Landkreise und etwa 50 St\u00e4dte und Gemeinden. Immerhin drei Landkreise seien jetzt schon repr\u00e4sentiert. Gerold Beckmann warb ausdr\u00fccklich f\u00fcr einen Beitritt des Wetteraukreises, denn beispielsweise dessen bedeutsames Arch\u00e4ologie-Highlight \u201eKeltenf\u00fcrst\u201c auf dem Glauberg sei von seiner Natur her genauso ein \u201eEingangsportal\u201c in den Geopark wie die Am\u00f6neburg im Nordwesten.<\/p>\n<p>Die B\u00fcrgermeisterinnen und B\u00fcrgermeister von Schotten, Am\u00f6neburg, Homberg, M\u00fccke, Ulrichstein, Lautertal, Wartenberg und Gedern bef\u00fcrworten eine rasche Ausweitung der Mitgliederzahl, weil dadurch die Schlagkraft und die Wahrnehmung der Region wachse.<\/p>\n<p>Der Vorstand des neuen Vereins wurde einstimmig gew\u00e4hlt: Vorsitzender Landrat Manfred G\u00f6rig. Seine Stellvertreter sind: B\u00fcrgermeister Michael Richter-Plettenberg (Stadt Am\u00f6neburg), B\u00fcrgermeister Matthias Weitzel (Gemeinde M\u00fccke), B\u00fcrgermeister Heiko Stock (Gemeinde Lautertal) und B\u00fcrgermeisterin Susanne Schaab (Stadt Schotten).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsbergkreis. Der Verein \u201eGeopark Vulkanregion Vogelsberg\u201c ist am Montagabend im Lauterbacher Kreishaus gegr\u00fcndet worden. Der Verein startet mit neun Gr\u00fcndungsmitgliedern \u2013 das sind acht Kommunen aus drei Landkreisen und der Vogelsbergkreis. Landrat Manfred G\u00f6rig ist Vorsitzender des Vereins. \u201eWir haben geo-wissenschaftlich etwas ganz Besonderes zu bieten\u201c, betont Manfred G\u00f6rig. 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