{"id":105128,"date":"2012-12-19T00:09:21","date_gmt":"2012-12-19T00:09:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=105128"},"modified":"2012-12-19T14:39:51","modified_gmt":"2012-12-19T14:39:51","slug":"das-naturdenkmal-battensteine-mit-busch-und-baumbestand-ist-fur-wanderer-glaubige-und-artenschutzer-bedeutsam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=105128","title":{"rendered":"Das Naturdenkmal \u201eBattensteine mit Busch- und Baumbestand\u201c ist f\u00fcr Wanderer, Gl\u00e4ubige und Artensch\u00fctzer bedeutsam"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-105131\" title=\"571-Battenstein\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/571-Battenstein.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" height=\"365\" \/><\/p>\n<p>Hilders. Die \u201eBattensteine mit Busch- und Baumbestand\u201c sind mit etwa f\u00fcnf Hektar eines der gro\u00dffl\u00e4chigsten Naturdenkmale im Landkreis Fulda. Der gr\u00f6\u00dfte Teil davon befindet sich im Eigentum der Gemeinde Hilders, ein knappes F\u00fcnftel geh\u00f6rt der katholischen Kirchengemeinde Hilders.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Die Gr\u00f6\u00dfe jedoch ist nicht das einzige Charakteristikum des 1956 unter Schutz gestellten Naturdenkmals, zu dem man gelangt, wenn man von der Stra\u00dfe nach Frankenheim (Th\u00fcringen) abzweigt. Auch kulturhistorisch und naturschutzfachlich ist es einer Betrachtung wert: Auf dem Flurst\u00fcck der Kirchengemeinde steht seit 1706 auf einer felsigen Bergklippe eine Kapelle. Den Weg dorthin s\u00e4umt ein Kreuzweg mit 14 Stationsh\u00e4uschen, der im 18. Jahrhundert nicht etwa von einem K\u00fcnstler, sondern als Gemeinschaftswerk Hilderser B\u00fcrger geschaffen worden ist. Unterbrochen vom Siebenj\u00e4hrigen Krieg, zog sich das Unterfangen \u00fcber zw\u00f6lf Jahre hin und zeugt noch heute von Gemeinsinn und Volksfr\u00f6mmigkeit.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-105130\" title=\"571-Battenstein-Hochformat-2\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/571-Battenstein-Hochformat-2-265x397.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"397\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/571-Battenstein-Hochformat-2-265x397.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/571-Battenstein-Hochformat-2-176x265.jpg 176w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/571-Battenstein-Hochformat-2.jpg 399w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/>Doch nicht nur dieses auff\u00e4llige Zentrum geh\u00f6rt zum Naturdenkmal Battensteine, sondern auch die angrenzende Hute mit ihren stattlichen Hutebuchen. Diese stellen laut Naturdenkmal-Akte das einzige geschlossene Vorkommen dieser Gr\u00f6\u00dfe in der Rh\u00f6n dar. Das Basaltblockstreugebiet besa\u00df bereits Schutzstatus, als 1956 dann die Altb\u00e4ume explizit darin einbezogen wurden: \u201eWegen des einzigartig sch\u00f6nen Bildes, dass das Basaltfeld mit den alten Buchen darstellt, ist eine Erweiterung des Schutzes dringend erw\u00fcnscht\u201c, hei\u00dft es in dem Antrag des damaligen Kreisnaturschutzbeauftragten.<\/p>\n<p>So verwundert es nicht, dass die zw\u00f6lf Kilometer lange Hochrh\u00f6ner-Extratour \u201eDer Hilderser\u201c neben Buchschirm und Auersburg \u00fcber den Battenstein f\u00fchrt. Nicht nur Wanderer, auch Wallfahrer werden von dem Ort angezogen: Der M\u00e4nnergesangverein Hilders, die Kolpingfamilien Batten und Hilders sowie die Pfarrei Simmershausen haben ihn allj\u00e4hrlich als Ziel. Zu der religi\u00f6sen Anlage geh\u00f6ren neben\u00c2\u00a0 Marienkapelle und Kreuzweg ein 1827 gestiftetes \u201eArme-Seelen-H\u00e4uschen\u201c mit Darstellung des Fegefeuers und ein \u201eKreuzschlepper\u201c-Bildstock von 1754. Unterhalten wird dieses Ensemble \u2013 um das sich mehrere Legenden ranken \u2013 von der Kolpingfamilie Hilders.<\/p>\n<p>Die Pflege der umgebenden Natur unterdessen organisiert Ewald Sauer vom Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n. Wichtiger als die Bezeichnung \u201eNaturdenkmal\u201c f\u00fcr die Fl\u00e4che ist f\u00fcr ihn deren Status als Natura-2000-, FFH- sowie Europ\u00e4isches Vogelschutzgebiet. W\u00e4hrend im Fr\u00fchjahr dieses Jahres von der Gemeinde Hilders etliche tote \u00c4ste von den B\u00e4umen geschnitten wurden, um m\u00f6gliche Zerst\u00f6rungen an den frisch renovierten Stationsh\u00e4uschen zu vermeiden, handelt es sich bei den von ihm initiierten Arbeiten vor allem um Entbuschungsaktionen.<\/p>\n<p>Die bis zu 250 Jahre alten Hute- oder \u201eWetterbuchen\u201c erachtet Sauer zwar auch f\u00fcr landschaftlich wichtig, aber aus Sicht des Biosph\u00e4renreservats gr\u00fcndet sich der eigentliche Wert der Fl\u00e4che auf deren Halboffenland-Charakter mit Trockenrasen. Entstanden ist diese rh\u00f6ntypische Landschaftsform durch die jahrhundertelange Beweidung mit K\u00fchen, Pferden, Ziegen, Schafen, Schweinen und G\u00e4nsen. Die derzeitige Beweidung durch K\u00fche reiche nicht aus, um das Wachstum des Wei\u00dfdorns und der Eschen einzud\u00e4mmen, erkl\u00e4rt der Mitarbeiter des Biosph\u00e4renreservats. Ein Teil der Hutung sei bereits zugewachsen.<\/p>\n<p>Nun gehe es darum, wenigstens rund um den Aufschluss des Basaltfelsens das bestehende Biotop zu erhalten. Neunt\u00f6ter, Raubw\u00fcrger, verschiedenen Insekten und Bl\u00fctenpflanzen wie Arnika und Orchideen seien typische Vertreter der Lebensgemeinschaft der Hutung. Die Felsen stellten zudem ein wichtiges R\u00fcckzugsgebiet f\u00fcr bestimmte Moose und Flechten dar. (Text &amp; Fotos Limpert)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Hilders. Die \u201eBattensteine mit Busch- und Baumbestand\u201c sind mit etwa f\u00fcnf Hektar eines der gro\u00dffl\u00e4chigsten Naturdenkmale im Landkreis Fulda. Der gr\u00f6\u00dfte Teil davon befindet sich im Eigentum der Gemeinde Hilders, ein knappes F\u00fcnftel geh\u00f6rt der katholischen Kirchengemeinde Hilders. 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