{"id":104990,"date":"2012-12-15T00:11:25","date_gmt":"2012-12-15T00:11:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=104990"},"modified":"2012-12-15T08:45:02","modified_gmt":"2012-12-15T08:45:02","slug":"hautkrebs-durch-sonne-und-solarien-nur-jeder-funfte-geht-zur-vorsorge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=104990","title":{"rendered":"Hautkrebs durch Sonne und Solarien \u2013 Nur jeder F\u00fcnfte geht zur Vorsorge"},"content":{"rendered":"<p>Frankfurt am Main. In Hessen werden pro Jahr rund 7.000 Menschen wegen Hautkrebs im Krankenhaus behandelt. Darunter ist etwa jeder Vierte an dem besonders gef\u00e4hrlichen schwarzen Hautkrebs erkrankt. Obwohl Hautkrebs, wenn er fr\u00fch genug erkannt wird, in den meisten F\u00e4llen erfolgreich behandelt werden kann, hat in den vergangenen zwei Jahren nur jeder f\u00fcnfte Hesse die Hautkrebs-Fr\u00fcherkennung in Anspruch genommen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Versichertendaten der Techniker Krankenkasse (TK).<!--more--><br \/>\nJe fr\u00fcher ein Hautkrebs entdeckt wird, umso besser sind die Chancen, ihn zu heilen. &#8220;Gerade Menschen, die sich stark der Sonne aussetzen, eine sensible Haut haben oder auch schon einen Hautkrebsfall in der Familie hatten, sollten regelm\u00e4\u00dfig zur Vorsorge gehen&#8221;, r\u00e4t Alexandra Sch\u00e4tzle, Pr\u00e4ventionsberaterin bei der TK in Hessen. Ziel der Vorsorgeuntersuchung ist es, den schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) sowie den hellen Hautkrebs (Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom) fr\u00fchzeitig zu erkennen. Diese Fr\u00fcherkennungsuntersuchung k\u00f6nnen Frauen und M\u00e4nner ab 20 Jahren alle zwei Jahre in Anspruch nehmen. Von 391.000 TK-Versicherten in Hessen haben 2010 und 2011 jedoch lediglich 77.000 Versicherte (19,7 Prozent) ein Hautkrebs-Screening durchf\u00fchren lassen.<\/p>\n<p>Bei kaum einer anderen Krebsart sind die Ausl\u00f6ser so eindeutig f\u00fcr die Krebsentstehung verantwortlich \u2013 und gleichzeitig so leicht vermeidbar wie beim Hautkrebs. Die gr\u00f6\u00dften Risikofaktoren f\u00fcr die Entstehung der Krankheit sind die nat\u00fcrliche UV-Strahlung der Sonne und die k\u00fcnstliche Bestrahlung in Solarien. Hautkrebs riskiert, wer seiner Haut zu viel ultraviolette Strahlen zumutet. Beispielsweise verdoppeln Menschen, die bis zu ihrem 35. Lebensjahr regelm\u00e4\u00dfig Solarien nutzen, ihr Risiko, an einem malignen Melanom zu erkranken. Dieser Tumor ist besonders gef\u00e4hrlich, da er schnell Tochtergeschw\u00fclste (Metastasen) bildet und zum Tod f\u00fchren kann.<\/p>\n<p>In keinem anderen Land Europas werden Solarien \u2013 gerade in den Wintermonaten \u2013 so intensiv genutzt wie in Deutschland. Alleine in Hessen kommen sch\u00e4tzungsweise auf rund 1,2 Millionen Solarieng\u00e4nger mehr als 6.500 Ger\u00e4te. Seit Jahresbeginn 2012 m\u00fcssen Solariennutzer deutlich sichtbar vor m\u00f6glichen Gesundheitsgefahren gewarnt werden. Zudem d\u00fcrfen Solarien in Sonnenstudios seit August 2012 eine maximale Bestrahlungsst\u00e4rke von 0,3 Watt pro Quadratmeter Haut nicht mehr \u00fcberschreiten. Diese entspricht allerdings immer noch der h\u00f6chsten UV-Dosis, die auf der Erde gemessen werden kann: Sie hat die St\u00e4rke der Mittagssonne am \u00c4quator. Seit November 2012 sind Solarien verpflichtet, qualifiziertes Fachpersonal f\u00fcr Beratung zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Frankfurt am Main. In Hessen werden pro Jahr rund 7.000 Menschen wegen Hautkrebs im Krankenhaus behandelt. Darunter ist etwa jeder Vierte an dem besonders gef\u00e4hrlichen schwarzen Hautkrebs erkrankt. 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