{"id":104979,"date":"2012-12-13T13:52:28","date_gmt":"2012-12-13T13:52:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=104979"},"modified":"2012-12-13T13:52:28","modified_gmt":"2012-12-13T13:52:28","slug":"dem-schneechaos-getrotzt-megastau-auf-autobahnen-in-osthessen-blieb-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=104979","title":{"rendered":"Dem Schneechaos getrotzt &#8211; Megastau auf Autobahnen in Osthessen blieb aus"},"content":{"rendered":"<p>Osthessen. Trotz der zum Teil erheblichen Schneef\u00e4lle am gestrigen Mittwoch, (12.12.), konnte die osthessische Polizei gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern des Technischen Hilfswerkes (THW) verhindern, dass der Verkehr auf den Autobahnen in den Landkreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg und dem Vogelsbergkreis zum Erliegen kam.<!--more--><br \/>\nDabei kam gestern ein eigens daf\u00fcr entwickeltes &#8220;St\u00f6rfallmanagement&#8221; erstmals zum Einsatz: &#8220;Vor fast genau zwei Jahren, am 02. Dezember 2010, sa\u00dfen nach einem \u00fcberraschenden Wintereinbruch tausende von Autofahrern fast zw\u00f6lf Stunden im Bereich Kirchheim in ihren Fahrzeugen fest. Dies war Anlass, in Zusammenarbeit mit den Rettungsleitstellen, den Autobahnmeistereien und dem THW in Osthessen ein Konzept zu entwickeln, mit dem man trotz extremer Witterungsverh\u00e4ltnisse den Verkehrsfluss auf den Fernstra\u00dfen aufrecht erhalten kann&#8221;, erkl\u00e4rt der Leitende Polizeidirektor (Ltd. PD) beim Polizeipr\u00e4sidium Osthessen, G\u00fcnther Vo\u00df.<\/p>\n<p>Das Konzept &#8220;St\u00f6rfallmanagement&#8221; soll eine fr\u00fchzeitige und abgestimmte Reaktion aller beteiligten Beh\u00f6rden und Organisationen auf entstehende St\u00f6rfalle im Stra\u00dfennetz gew\u00e4hrleisten. Dazu geh\u00f6ren der Winterdienst der Autobahnmeistereien, der Einsatz des THW zum Anschleppen behindernd stehender Fahrzeuge, die Versorgung der Verkehrsteilnehmer durch die Anliegergemeinden bzw. durch den<br \/>\nLandkreis sowie die Gew\u00e4hrleistung von Hilfsma\u00dfnahmen der Rettungsdienste. Insgesamt sollen die Gefahren, die aus gr\u00f6\u00dferen Staulagen resultieren, vermindert werden.<\/p>\n<p>Ltd. PD Vo\u00df, f\u00fchrte hierzu aus: &#8220;Die Verkehrsteilnehmer haben nur wenige M\u00f6glichkeiten, im Falle eines Notfalls Hilfe zu holen. Die Handynetze sind meist \u00fcberlastet und es gibt in der Regel keine M\u00f6glichkeit, die Autobahn schnell zu<br \/>\nverlassen&#8221;. Au\u00dferdem verursache jeder Verkehrsstau immense volkswirtschaftliche Sch\u00e4den.<\/p>\n<p>Besonders auf dem steigungsreichen Teilst\u00fcck der Bundesautobahn A7 zwischen den Anschlussstellen Fulda-S\u00fcd und H\u00fcnfeld-Schlitz stellten sich gestern um die Mittagszeit immer wieder Lkw quer und behinderten dadurch den Verkehrsfluss. Das THW setzte 48 Helfer und 8 schwere Einsatzfahrzeuge ein. Die Fahrzeuge pendelten zwischen den beiden Anschlussstellen und schleppten insgesamt 26 liegen gebliebene<br \/>\nLkw auf der Strecke an.<\/p>\n<p>&#8220;Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des THW waren bestens vorbereitet und ausger\u00fcstet&#8221;, teilte Polizeioberrat (POR) Herbert Bensing, Leiter der Direktion f\u00fcr Verkehrssicherheit beim Polizeipr\u00e4sidium Osthessen, mit. &#8220;Die Fahrzeuge des THW hatten Abschleppvorrichtungen f\u00fcr alle g\u00e4ngigen Lkw und konnten damit schnell und wirkungsvoll die quer stehenden Fahrzeuge wieder in Bewegung setzen.&#8221;<\/p>\n<p>&#8220;Die Verkehrslage hatte sich gegen 19:00 Uhr beruhigt, das THW war noch f\u00fcr eine weitere Stunde in Bereitschaft. Gl\u00fccklicherweise kam es nicht zu weiteren Problemf\u00e4llen und die Helferinnen und Helfer konnten um 20:00 Uhr mit einem herzlichen Dank f\u00fcr die geleistete Arbeit in den wohlverdienten Feierabend entlassen&#8221;, erkl\u00e4rte Bensingweiter.<\/p>\n<p>\u00c4rgerlich sei in seinen Augen das Verhalten einiger Lkw-Fahrer gewesen, die die Wartezeit hinter quer stehenden Lkw ihrer Kollegen als Pause nutzten. Anstatt gleich weiter zu fahren, verz\u00f6gerten diese dann n\u00e4mlich die Weiterfahrt. Bei den meisten Brummifahrern wurde das &#8220;St\u00f6rfallmanagement&#8221; \u00e4u\u00dferst positiv aufgenommen. Sie bedankten sich bei den Polizeibeamten und den Helfern des THW f\u00fcr die schnelle Hilfe. Dankbar war auch ein liegen gebliebener rum\u00e4nischer Lkw-Fahrer: Die<br \/>\nStandheizung\u00c2\u00a0 seines Lkw war am Fuldaer Dreieck ausgefallen. Der bereits unterk\u00fchlte Fahrer wurde vom THW mit warmen Getr\u00e4nken versorgt und sein Lkw wieder flott gemacht.<\/p>\n<p>Im Bereich Unterfranken hatte sich die bayerische Polizei ihrerseits auf ein m\u00f6gliches Einsatzkonzept bei kritischen Wetterlagen vorbereitet. Da die Einsatzma\u00dfnahmen in Osthessen jedoch einen l\u00e4ngeren R\u00fcckstau auf der BAB 7 verhinderten, waren dort keine weiteren Ma\u00dfnahmen erforderlich.<\/p>\n<p>Ltd. PD Vo\u00df res\u00fcmierte abschlie\u00dfend: &#8220;Das entwickelte &#8220;St\u00f6rfallmanagement&#8221; hat daf\u00fcr gesorgt, dass der Verkehr auf der BAB 7 nie vollst\u00e4ndig zum Erliegen kam. Zwar floss der Verkehr zeitweise auf einer L\u00e4nge bis zu 20 Kilometern z\u00e4h, der bef\u00fcrchtete Megastau blieb aber aus.&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Osthessen. 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