{"id":104760,"date":"2012-12-06T09:13:40","date_gmt":"2012-12-06T09:13:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=104760"},"modified":"2012-12-06T09:14:14","modified_gmt":"2012-12-06T09:14:14","slug":"rheumanetz-osthessen-stutzpunktpraxen-ubernehmen-versorgung-rheumakranker-patienten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=104760","title":{"rendered":"Rheumanetz Osthessen: St\u00fctzpunktpraxen \u00fcbernehmen Versorgung rheumakranker Patienten"},"content":{"rendered":"<p>Fulda. Mindestens 10.000 Erwachsene in der Region Osthessen leiden unter entz\u00fcndlich-rheumatischen Erkrankungen. Diese Patienten m\u00fcssen insgesamt 40.000 Mal im Jahr einen Spezialisten aufsuchen. Es gibt jedoch in der gesamten Region lediglich einen einzigen Rheumatologensitz. Hier k\u00f6nnen nur maximal 2.000 der \u00c2\u00a010.000 Patienten versorgt werden \u2013 extrem lange Wartezeiten sind die Folge f\u00fcr die kranken Menschen.Mit Blick auf diese Situation hat die \u00c4rztegenossenschaft Gesundheitsnetz Osthessen eG (GNO) gemeinsam mit Prof. Dr. med. Peter M. Kern, dem Direktor der Medizinischen Klinik IV \u2013 Rheumatologie, Immunologie und Osteologie \u2013 des Klinikum Fulda das Rheumanetz Osthessen ins Leben gerufen. \u201eUnser Ziel ist, haus\u00e4rztlich t\u00e4tige Internisten mit einer Zusatzausbildung so weit zu qualifizieren, dass sie als so genannte St\u00fctzpunktpraxen die Not ein wenig abfedern k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rt die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des GNO, Gabriele Bleul.<!--more--><\/p>\n<p>Das Konzept f\u00fcr die Zusatzausbildung, die jetzt im Zentrum Vital in Fulda startete, hat Prof. Dr. Kern entwickelt. Den 19 Teilnehmern vermittelt der Rheumatologe eine Grundausbildung zu spezifischen rheumatologischen Erkrankungen und Therapien: \u201eDie ausgebildeten \u00c4rzte sollen in der Lage sein, Fr\u00fchzeichen rheumatologischer Erkrankungen zu erkennen, entz\u00fcndlich-rheumatische Krankheitsbilder von degenerativen zu unterscheiden, Krankheitsverl\u00e4ufe zu beurteilen und zu dokumentieren, Krankheits- und Therapiekomplikationen zu erkennen und Therapiekontrollen durchzuf\u00fchren\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Dr. Kern. Parallel werden auch medizinische Fachangestellte der St\u00fctzpunktpraxen zu Rheumafachassistenzen (DGRh\/BDRh) ausgebildet.<\/p>\n<p>\u201eWir werden \u00fcberdies ein kontinuierliches Kommunikationsnetz etablieren, innerhalb dessen jederzeit ein inhaltlicher Austausch zwischen der St\u00fctzpunktpraxis und dem rheumatologischen Zentrum des Klinikums Fulda erfolgen kann\u201c, so Prof. Dr. Kern. Das Konzept sieht vor, dass die Patienten zur Diagnosestellung zun\u00e4chst einen Rheumatologen aufsuchen, der dann auch die Therapie festlegt. Die weitere Betreuung und Kontrolle \u00fcbernehmen die St\u00fctzpunktpraxen. \u201eDie Praxen k\u00f6nnen jederzeit auf das rheumatologische Zentrum zugreifen, sei es im Wege der Kommunikation oder der direkten \u00dcberweisung, etwa im Falle von Therapieversagen, Therapie-Nebenwirkungen, Therapie-Komplikationen oder Krankheitskomplikationen\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Dr. Kern.<\/p>\n<p>Dr. J\u00f6rg Simon, Internist aus Fulda, Mitglied im GNO und Vorsitzender des Verbundes hessischer \u00c4rztenetze, Hessenmed e. V., ist einer der \u00c4rzte, die die Fortbildung besuchen. \u201eDas Fachgebiet der Rheumatologie hat sich wie kaum ein anderes Feld der Medizin in den letzten Jahren weiterentwickelt und neue Behandlungen erm\u00f6glicht. Hier ist bei steigenden Patientenzahlen intensive internistische Fort- und Weiterbildung f\u00fcr einen kostenbewussten Einsatz der Therapeutika unumg\u00e4nglich. Die sektoren\u00fcbergreifende, regional aufgestellte Patientenversorgung ist dabei ein Gebot der Stunde\u201c, so Dr. Simon.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Mindestens 10.000 Erwachsene in der Region Osthessen leiden unter entz\u00fcndlich-rheumatischen Erkrankungen. Diese Patienten m\u00fcssen insgesamt 40.000 Mal im Jahr einen Spezialisten aufsuchen. Es gibt jedoch in der gesamten Region lediglich einen einzigen Rheumatologensitz. 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