{"id":104729,"date":"2012-12-06T00:13:16","date_gmt":"2012-12-06T00:13:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=104729"},"modified":"2012-12-05T13:41:25","modified_gmt":"2012-12-05T13:41:25","slug":"forum-des-hessen-campus-fulda-bildungstrager-mussen-aktiv-auf-betriebe-durch-nachqualifizierung-zusatzliches-fachkraftepotential-erschliesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=104729","title":{"rendered":"Forum des Hessen Campus Fulda: Durch Nachqualifizierung zus\u00e4tzliches Fachkr\u00e4ftepotential erschlie\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-104730\" title=\"554-Hessencampus\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/554-Hessencampus-265x176.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/554-Hessencampus-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/554-Hessencampus.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/>Fulda. Zu einem Forum Fachkr\u00e4ftesicherung hatte das Hessische Kultusministerium \u00fcber den Hessencampus Fulda in die hiesige Richard-M\u00fcller-Schule eingeladen. Im Mittelpunkt der Arbeit des Hessencampus in Fulda steht die tr\u00e4ger\u00fcbergreifende Bildungsberatung (www.hessencampus-fulda.de). Vor rund 150 G\u00e4sten referierten verschiedene Experten zum Thema \u201eNachqualifizierung \u2013 Potentiale und Perspektiven durch regionale Kooperationen\u201c.<!--more--><\/p>\n<p>Professor Dr. Horst Weishaupt vom Deutschen Institut f\u00fcr Internationale P\u00e4dagogische Forschung erl\u00e4uterte die Auswirkungen der Demografie auf den Arbeitsmarkt in den n\u00e4chsten Jahren. Die Erwerbsquote bei Frauen und Migranten m\u00fcsse stark steigen. Zudem sollten Frauen zuk\u00fcnftig l\u00e4nger in Vollzeit t\u00e4tig bleiben k\u00f6nnen, so Weishaupt. Der Strukturwandel auf dem Arbeitsmarkt komme diesem Erfordernis entgegen. Denn die personenbezogenen Dienstleistungen, in denen ohnehin schon heute mehr Frauen als M\u00e4nner arbeiteten, w\u00fcrden stark zunehmen. Damit w\u00e4re auch die Verl\u00e4ngerung der Erwerbsdauer einfacher m\u00f6glich, da Dienstleistungsberufe l\u00e4nger ausge\u00fcbt werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Weishaupt ging auch auf die Notwendigkeit der Nachqualifizierung ein. In Deutschland gebe es sieben Millionen unqualifizierte Arbeitskr\u00e4fte, 20 Prozent davon seien arbeitslos. Trotz demografischen Wandels w\u00fcrde sich daran in den n\u00e4chsten Jahren nichts \u00e4ndern, wenn nicht mittels nachholender Qualifizierung f\u00fcr Personen mit niedrigem Bildungsstand gegengesteuert werde. Weitere Ansatzpunkte f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Fachkr\u00e4ftesicherung seien die Verbesserung der Wiedereinstiegsbedingungen nach einer Besch\u00e4ftigungspause sowie der Ausbau der Anpassungsqualifizierung f\u00fcr Menschen mit Migrationshintergrund. Pr\u00e4destiniert f\u00fcr diese Bildungsaufgaben sind nach Meinung Weishaupts die Berufsschulen. Denn sie w\u00fcrden \u00fcber die entsprechenden Erfahrungen und Ausstattungen verf\u00fcgen, seien fl\u00e4chendeckend vorhanden und zudem eng mit der regionalen Wirtschaft vernetzt.<\/p>\n<p>Sascha Schur von der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit stellte den Arbeitsmarktmonitor vor. Es handelt sich dabei um ein Instrument der Agentur, mit dem sich regionale Besonderheiten am Arbeitsmarkt abbilden lassen. Schur machte deutlich, dass im Hinblick auf Demografie, soziale Verh\u00e4ltnisse und Bildungsniveau erhebliche Unterschiede zwischen den Regionen zu konstatieren seien.<\/p>\n<p>Dr. Christa Larsen, Sophie Westenberger und Miriam Sophie Wiesen vom Institut f\u00fcr Wirtschaft, Arbeit und Kultur an der Goethe-Universit\u00e4t in Frankfurt stellten das Projekt \u201cBranchenspezifische Nachqualifizierung von un- und angelernten Besch\u00e4ftigten in hessischen KMUs (Klein- und Mittelst\u00e4ndische Unternehmen)\u201c vor. Die Betriebe w\u00fcrden ihre Un- und Angelernten gar nicht als potentielles Fachkr\u00e4ftepotential wahrnehmen. Mit niederschwelligen Bildungsangeboten und einer prozessorientierten Weiterbildung verbunden mit einer schrittweisen Hinf\u00fchrung bis zum Berufsabschluss, h\u00e4tten die Betriebe enorme Chancen, zus\u00e4tzliches Fachkr\u00e4ftepotential zu erschlie\u00dfen. Allerdings sei diesbez\u00fcglich noch sehr viel Bewusstseinsarbeit erforderlich, wobei die Bildungstr\u00e4ger aktiv auf die Betriebe zugehen m\u00fcssten.<\/p>\n<p>Eine gute Erg\u00e4nzung zu dieser Thematik lieferte Andreas Habermehl von der Handwerkskammer Wiesbaden, der auf die abschlussorientierte Nachqualifizierung durch Externenpr\u00fcfungen einging. Un- und Angelernte, die \u00fcber einige Jahre Berufserfahrung verf\u00fcgten, k\u00f6nnten sich als Externe zur Gesellenpr\u00fcfung oder einer vergleichbaren Abschlusspr\u00fcfung anmelden. Bei den Zulassungsvoraussetzungen seien dabei ausl\u00e4ndische Abschl\u00fcsse angemessen zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p><strong><\/strong>v.li. Landrat Bernd Woide, Michael Friedrich, Leiter der vhs-Fulda und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Hessencampus Fulda, Hans-Peter Hochst\u00e4tter vom Hessischen Kultusministerium, Claudia H\u00fcmmler-Hille, Schulleiterin der Richard-M\u00fcller-Schule, Professor Dr. Horst Weishaupt, Deutsches Institut f\u00fcr Internationale P\u00e4dagogische Forschung\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0 Foto: heydenreich<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Zu einem Forum Fachkr\u00e4ftesicherung hatte das Hessische Kultusministerium \u00fcber den Hessencampus Fulda in die hiesige Richard-M\u00fcller-Schule eingeladen. Im Mittelpunkt der Arbeit des Hessencampus in Fulda steht die tr\u00e4ger\u00fcbergreifende Bildungsberatung (www.hessencampus-fulda.de). 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