{"id":104506,"date":"2012-11-29T13:15:15","date_gmt":"2012-11-29T13:15:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=104506"},"modified":"2012-11-29T13:15:15","modified_gmt":"2012-11-29T13:15:15","slug":"herbstbelebung-sorgt-fur-abbau-der-arbeitslosigkeit-in-osthessen-schwache-herbstbelebung-in-der-region-fulda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=104506","title":{"rendered":"Herbstbelebung sorgt f\u00fcr Abbau der Arbeitslosigkeit in Osthessen &#8211;  Schwache Herbstbelebung in der Region Fulda"},"content":{"rendered":"<p>Fulda\/Bad Hersfeld. Wie in dieser Jahreszeit \u00fcblich, ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur f\u00fcr Arbeit Bad Hersfeld-Fulda im November\u00c2\u00a0 gegen\u00fcber dem Vormonat um 2,5 Prozent auf 6.528 Arbeitslose zur\u00fcckgegangen. Ma\u00dfgeblich waren daf\u00fcr die leichte Herbstbelebung und die einsetzende Nachfrage des Einzelhandels wegen des bevorstehenden Weihnachtsgesch\u00e4ftes. Die Arbeitslosenquote betr\u00e4gt 3.7 Prozent, im Oktober hat sie noch bei 3,8 Prozent gelegen. Das Risiko des Verbleibs in der Besch\u00e4ftigungslosigkeit steigt mit zunehmendem Alter. W\u00e4hrend die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren gegen\u00fcber dem Oktober um 59 bzw. 9,2 Prozent wegen der Integration in Besch\u00e4ftigung und der Aufnahme eines Studiums noch einmal deutlich gesunken ist, betr\u00e4gt der R\u00fcckgang bei allen arbeitslosen Menschen 2,5 Prozent und bei den Personen von 50 Jahren und \u00e4lter lediglich 2,3 Prozent. Die unterschiedliche Situation dr\u00fcckt sich auch in den jeweiligen Arbeitslosenquoten aus. Bei den J\u00fcngeren unter 25 Jahren liegt sie bei niedrigen 2,7 Prozent bei den Personen ab 50 Jahren aufw\u00e4rts dagegen bei 5 Prozent.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nGegen\u00fcber dem Vorjahresmonat liegt die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk nahezu auf Vorjahresniveau. Insgesamt sind bei der Arbeitsagentur und den kommunalen Jobcentern 6.528 Menschen arbeitslos gemeldet, gegen\u00fcber dem Vorjahr ein R\u00fcckgang um lediglich 10 Personen. \u201eWenn man die saisonalen Effekte au\u00dfen vor l\u00e4sst, dann m\u00fcssen wir konstatieren, dass sich der Abbau der Arbeitslosigkeit im Landkreis Fulda verlangsamt hat und im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ins Stocken geraten ist\u201c, kommentiert Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Arbeitsagentur. \u201eDie Abnahme der Wirtschaftsdynamik macht sich vor allem im Bereich der Arbeitslosenversicherung bemerkbar. Hier liegen wir bei der Arbeitslosigkeit in beiden Regionen unseres Bezirkes auf einem h\u00f6heren Niveau als binnen Jahresfrist.\u201c Die Arbeitsagentur hofft wegen der guten Binnennachfrage auf weitere Stellenzug\u00e4nge im Zusammenhang mit dem Weihnachtsgesch\u00e4ft.<\/p>\n<p><strong>Schwache Herbstbelebung in der Region Fulda<\/strong><br \/>\nDie saisonal \u00fcbliche Herbstbelebung f\u00e4llt in diesem Jahr im Landkreis Fulda schw\u00e4cher aus als in den Vorjahren. Im November waren in der Region 3.687 Menschen arbeitslos gemeldet, was einem R\u00fcckgang von 0,9 Prozent gegen\u00fcber Oktober gleichkommt. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 3,2 Prozent und ist mit Abstand die niedrigste in Hessen.<\/p>\n<p>Erfreulich ist, dass die Zahl der j\u00fcngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren noch einmal leicht unter Vorjahresniveau gesunken ist. Aktuell sind 342 Personen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote bei dieser Personengruppe liegt bei 2,4 Prozent. Gleichwohl wird der Arbeitsmarkt in der Region von ersten negativen konjunkturellen Entwicklungen beeinflusst. \u201eDies l\u00e4sst sich unter anderem daran erkennen, dass die Besch\u00e4ftigungslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung erstmals nach vielen Jahren wieder gestiegen ist \u2013 gegen\u00fcber dem Vorjahr um 5,2 Prozent\u201c, erkl\u00e4rte Waldemar Dombrowski, Leiter der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda, bei einer Pressekonferenz in Fulda.<\/p>\n<p>Nach dem Ausscheiden aus Besch\u00e4ftigung machen arbeitslose Menschen ihre Anspr\u00fcche zuerst bei der Arbeitsagentur geltend. Deutlich unter Vorjahresniveau liegt hingegen die Arbeitslosigkeit im Bereich der Grundsicherung. Ein weiteres Indiz f\u00fcr eine Konjunkturd\u00e4mpfung mit negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt ist der relativ starke Anstieg der Arbeitslosigkeit bei M\u00e4nnern im Bereich der Arbeitslosenversicherung. W\u00e4hrend bei Frauen ein Abbau der Arbeitslosigkeit gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat um 2,9 Prozent verzeichnet wurde, nahm die Zahl der erwerbslosen M\u00e4nner binnen Jahresfrist um 12,9 Prozent zu. Dies spricht f\u00fcr eine Verschlechterung der Lage im gewerblich-technischen Bereich, in dem haupts\u00e4chlich M\u00e4nner besch\u00e4ftigt sind.<\/p>\n<p><strong>Abbau der Arbeitslosigkeit hat Zenit erreicht<\/strong><br \/>\nAgenturchef Dombrowski geht davon aus, dass der starke Abbau der Arbeitslosigkeit seinen Zenit zun\u00e4chst erreicht hat. Daf\u00fcr spricht auch das Nachlassen des Arbeitskr\u00e4ftebedarfs in der Zeitarbeitsbranche. Bereits jetzt gestaltet sich die Integration von arbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt problematischer als vor einem Jahr, wie die Bewegungszahlen verdeutlichen:\u00c2\u00a0 Seit Jahresbeginn haben sich im Landkreis Fulda 13.670 Personen erstmals oder erneut arbeitslos gemeldet. (-1,1 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum), aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet haben sich lediglich 13.880 Personen, das sind 5,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Ungeachtet dessen liegt der Bestand der bei der Arbeitsagentur in Fulda gemeldeten Stellen mit 1.629 um 190 \u00fcber dem Vorjahresniveau. Gesucht wird unter anderem Personal im Gro\u00df- und Einzelhandel.<\/p>\n<p><strong>Saisonaler R\u00fcckgang der Arbeitslosenzahlen in Bad Hersfeld-Rotenburg<\/strong><br \/>\nDie Zahl der Arbeitslosen ist im Landkreis Hersfeld-Rotenburg im November nochmals gesunken. Insgesamt waren hier im vergangenen Monat 2841 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. Das waren 134 Arbeitslose weniger als im Oktober aber 198 arbeitslose Frauen und M\u00e4nner mehr als im November des letzten Jahres. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,6 Prozent. \u201eDer Winter hat noch nicht eingesetzt. Die milden Temperaturen haben im November witterungsbedingte Freistellungen verhindert. Die sonst \u00fcbliche Arbeitslosigkeit in den Au\u00dfenberufen l\u00e4sst im Landkreis Hersfeld-Rotenburg noch auf sich warten\u201c, kommentiert Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Agentur f\u00fcr Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, die aktuellen Zahlen. Er weist in diesem Zusammenhang auf das Saison-Kurzarbeitergeld hin, das Arbeitslosigkeit in der Schlechtwetterzeit verhindern kann.<\/p>\n<p>Jedoch gibt es erste Anzeichen f\u00fcr eine gesamtkonjunkturelle Eintr\u00fcbung. So gestaltet sich die Integration von arbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt problematischer als vor einem Jahr, wie die Bewegungszahlen verdeutlichen:\u00c2\u00a0 Seit Jahresbeginn haben sich im Landkreis Hersfeld- Rotenburg 8.939 Personen erstmals oder erneut arbeitslos gemeldet. (+3,5 Prozent gegen\u00fcber November 2011), aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet haben sich 8.713 Personen, das sind 1,6 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.<br \/>\nPersonengruppen<\/p>\n<p>Vom R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit von Oktober auf November profitierten alle Personengruppen. Der st\u00e4rkste R\u00fcckgang war bei den Frauen zu verzeichnen. Ihre Zahl der Arbeitslosen ging im vergangenen Monat um 81 Personen auf insgesamt 1407 arbeitslose Frauen zur\u00fcck. \u201eIm November profitieren Frauen saisonal bedingt st\u00e4rker als M\u00e4nner vom R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit. Wie immer in den Herbst- und Wintermonaten k\u00f6nnen sie unter anderem im Einzelhandel eine Besch\u00e4ftigung finden\u201c, erkl\u00e4rt Dombrowski. Die Zahl der arbeitslosen M\u00e4nner sank um 53 Personen auf insgesamt 1434 Arbeitslose. Auch bei den J\u00fcngeren bis unter 25 Jahren sank die Zahl der Arbeitslosen. Im November waren 241 J\u00fcngere arbeitslos gemeldet, 54 Personen weniger als im Oktober. Dagegen konnten nur 13 \u00fcber 50-J\u00e4hrige ihre Arbeitslosigkeit im November beenden. Insgesamt waren im Kreis 1111 \u00e4ltere Menschen arbeitslos. Das waren 76 arbeitslose \u00c4ltere mehr als im vergangenen Jahr.<\/p>\n<p>Im Zw\u00f6lfmonatsvergleich ist die Arbeitslosigkeit bei M\u00e4nnern besonders stark gestiegen (+14,9 Prozent). Das ist ein Indikator f\u00fcr die Verschlechterung der Lage im gewerblich technischen Bereich, in dem haupts\u00e4chlich M\u00e4nner besch\u00e4ftigt sind. Als weiteres Anzeichen f\u00fcr eine Konjunkturdelle wertet die Arbeitsagentur auch das Nachlassen des Arbeitskr\u00e4ftebedarfs in der Zeitarbeitsbranche. Gleichwohl gibt es weiterhin einen hohen Arbeitskr\u00e4ftebedarf in den Bereichen Altenpflege, Elektro, Handwerk und der IT-Branche.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda\/Bad Hersfeld. 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