{"id":104457,"date":"2012-11-28T00:12:25","date_gmt":"2012-11-28T00:12:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=104457"},"modified":"2012-11-28T10:19:36","modified_gmt":"2012-11-28T10:19:36","slug":"ein-teich-fur-die-karausche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=104457","title":{"rendered":"Ein Teich f\u00fcr die Karausche"},"content":{"rendered":"<p><strong><\/strong><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-104458\" title=\"Karauschenteich\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Karauschenteich-265x208.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Karauschenteich-265x208.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Karauschenteich.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/>Fulda\/Haselstein. In einer gemeinsamen Veranstaltung des Forstamtes Burghaun, der Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservates Rh\u00f6n und des Fachdienstes Natur und Landschaft beim Landkreis Fulda stellte Forstamtsleiter Dr. Helmuth Aszmutat ein Karauschenprojekt bei Haselstein vor. Auf Staatsforstfl\u00e4chen bei Haselstein befinden sich zwei vor ca. 20 Jahren gebaute Forstteiche, welche urspr\u00fcnglich f\u00fcr Naturschutzwecke angelegt wurden. Die Teiche sollten insbesondere als Amphibien- und Nahrungsteiche f\u00fcr den Schwarzstorch fungieren. Im Laufe der Jahre waren die Teiche erheblich verschlammt und mittlerweile zugewachsen. Im Rahmen seiner Pr\u00fcfungsarbeit zum Forstwirtschaftsmeister befasste sich nun Uwe Walter aus Dammersbach intensiv mit der Ert\u00fcchtigung dieser Teiche. Dabei ging es nicht nur darum, eine entsprechende Planung zu erarbeiten, sondern diese anschlie\u00dfend auch umzusetzen.<!--more--><\/p>\n<p>Die beiden kleinen Waldteiche befanden sich aber auch im Visier des Biosph\u00e4renreservates, welche diese f\u00fcr ein Karauschenprojekt nutzen wollte. Joachim Walter, Ranger beim Biosph\u00e4renreservat erl\u00e4utert die Hintergr\u00fcnde: \u201eDie Karausche z\u00e4hlt zu den bedrohten Fischen in Hessen. Sie ist ein Friedfisch, der absolut keinen Feinddruck vertr\u00e4gt und sich deshalb in T\u00fcmpel und Altarme zur\u00fcckzieht. F\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat soll die Art \u00fcber ein gezieltes Ausbringen in Forstteichen systematisch f\u00fcr weitergehende Besatzma\u00dfnahmen vermehrt werden.\u201c Das Projekt ist Teil eines Forschungs- und Monitoringprojektes, welches vom Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n finanziert wird. F\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat ergab sich allerdings erschwerend, dass Giebel als weitere Fischart im Gew\u00e4sser ausgebracht wurden, welche sukzessive zu einer Verdr\u00e4ngung der Krauschen f\u00fchren.<\/p>\n<p>Auch waren die Naturschutzteiche in den Fokus der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden geraten, da der als M\u00f6nch bezeichnete Teichabfluss mittlerweile defekt war.<\/p>\n<p>An diesem Standort konnte schlie\u00dflich mit Unterst\u00fctzung des Landkreises Fulda, Fachdienst Natur und Landschaft, die Finanzierung der Ma\u00dfnahme sichergestellt werden. Seitens des Landkreises wurden rund 12.000 \u00e2\u201a\u00ac zur Verf\u00fcgung gestellt. Seitens der Firma Bock aus H\u00fcnfeld wurden die beauftragten Bagger- und Bauarbeiten am Teich durchgef\u00fchrt. Mit Unterst\u00fctzung der ehrenamtlichen Gew\u00e4sserwarte des Biosph\u00e4renreservates wurde beim Ablassen des Teiches der bestehende Fischbesatz geborgen. In den n\u00e4chsten Tagen soll der M\u00f6nch fertig gestellt werden und schlie\u00dflich im Fr\u00fchjahr 2013 die beiden Teiche mit ihren<br \/>\nca. 200 m\u00c2\u00b3 Wasserfl\u00e4che neu gef\u00fcllt werden.<\/p>\n<p>Dabei wird angestrebt, zun\u00e4chst lediglich den unteren Teich mit Karauschen zu besetzen und im Zuge eines f\u00fcnfj\u00e4hrigen Forschungsvorhabens j\u00e4hrliche Vergleiche hinsichtlich der Entwicklung der Karauschenpopulation im Verh\u00e4ltnis zum Vorkommen der heimischen Amphibien zu analysieren.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat dankte Martin Kremer dem Forstamt Burghaun und dem Fachdienst Natur und Landschaft f\u00fcr die gute und zielgerichtete Zusammenarbeit. Zu erw\u00e4hnen ist, dass auch die Pr\u00fcfungskommission das Projekt f\u00fcr sinnvoll und zukunftsf\u00e4hig erachtete und die Arbeit von Uwe Walter w\u00fcrdigte. So konnte Forstamtsleiter Aszmutat anl\u00e4sslich des Pressetermins Uwe Walter die Ernennung zum Forstwirtschaftsmeister \u00fcberreichen und ihn zur wohlverdienten H\u00f6hergruppierung begl\u00fcckw\u00fcnschen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda\/Haselstein. In einer gemeinsamen Veranstaltung des Forstamtes Burghaun, der Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservates Rh\u00f6n und des Fachdienstes Natur und Landschaft beim Landkreis Fulda stellte Forstamtsleiter Dr. Helmuth Aszmutat ein Karauschenprojekt bei Haselstein vor. Auf Staatsforstfl\u00e4chen bei Haselstein befinden sich zwei vor ca. 20 Jahren gebaute Forstteiche, welche urspr\u00fcnglich f\u00fcr Naturschutzwecke angelegt wurden. 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