{"id":104444,"date":"2012-11-28T00:14:33","date_gmt":"2012-11-28T00:14:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=104444"},"modified":"2012-11-28T06:44:56","modified_gmt":"2012-11-28T06:44:56","slug":"hessen-jede-zweite-fruhrente-bei-frauen-wegen-psychischer-erkrankungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=104444","title":{"rendered":"Hessen: Jede zweite Fr\u00fchrente bei Frauen wegen psychischer Erkrankungen"},"content":{"rendered":"<p>Frankfurt am Main. Im vergangenen Jahr sind in Hessen 6.232 Menschen, davon 2.791 M\u00e4nner und 3.441 Frauen, aufgrund psychischer Probleme vorzeitig aus dem Berufsleben ausgeschieden. Damit sind in Hessen bei Frauen jede zweite (51 Prozent) und bei M\u00e4nnern zwei von f\u00fcnf Fr\u00fchrenten (41 Prozent) psychisch bedingt. 2011 gab es in Hessen insgesamt 13.610 Fr\u00fchrenten. Im Schnitt waren die Betroffenen 49 Jahre alt. Das teilt die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen mit und bezieht sich dabei auf Auswertungen der Deutschen Rentenversicherung.<br \/>\n<!--more--><br \/>\n&#8220;Termindruck, st\u00e4ndige Erreichbarkeit und die Angst um den Arbeitsplatz gehen an vielen Menschen nicht spurlos vorbei&#8221;, sagt Daniela B\u00fcrger, Pr\u00e4ventionsberaterin bei der TK in Hessen. F\u00fcr Firmen ist es daher wichtig, rechtzeitig Belastungen im Arbeitsumfeld zu erkennen und den gesundheitlichen Folgen wie Burnout oder Sucht entgegenzuwirken. Allein wegen einer Abh\u00e4ngigkeit von Suchtmitteln wie Alkohol oder Tabletten gingen letztes Jahr 527 M\u00e4nner und 138 Frauen aus Hessen in Fr\u00fchrente.<\/p>\n<p>&#8220;Auch sollten F\u00fchrungskr\u00e4fte das Thema psychische Erkrankungen nicht tabuisieren und mit ihren Mitarbeitern \u00fcber die individuellen psychosozialen Belastungen am Arbeitsplatz sprechen&#8221;, sagt B\u00fcrger. Die Bereitschaft eines Unternehmens, beispielsweise im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in die Gesundheit der Mitarbeiter zu investieren, wird in den kommenden Jahren zunehmend wichtiger werden. Bislang kommt das Thema BGM in vielen Firmen noch zu kurz: Laut einer Untersuchung der Initiative Gesundheit und Arbeit k\u00fcmmern sich zwei Drittel der deutschen Betriebe bis 200 Besch\u00e4ftigte und die H\u00e4lfte der Firmen bis 500 Besch\u00e4ftigte noch nicht um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter am Arbeitsplatz. Neun von zehn Unternehmen geben als Grund den Vorrang des Tagesgesch\u00e4fts an.<\/p>\n<p>Angesichts der demographischen Entwicklung und fehlender Fachkr\u00e4fte sind die Mitarbeiter ein Produktionsfaktor, der immer mehr an Bedeutung gewinnt. &#8220;Ein gut funktionierendes Gesundheitsmanagement kann ein wichtiger Standortvorteil f\u00fcr Betriebe sein. Die gesetzlichen Krankenkassen k\u00f6nnen dabei eine wichtige Funktion \u00fcbernehmen und haben vom Gesetzgeber auch einen klaren Auftrag erhalten&#8221;, sagt B\u00fcrger. Die TK nimmt diesen Auftrag ernst. In insgesamt 840 Unternehmen in ganz Deutschland hat die Krankenkasse die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung sowie die Mitarbeiter im Rahmen des BGM beraten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Frankfurt am Main. Im vergangenen Jahr sind in Hessen 6.232 Menschen, davon 2.791 M\u00e4nner und 3.441 Frauen, aufgrund psychischer Probleme vorzeitig aus dem Berufsleben ausgeschieden. Damit sind in Hessen bei Frauen jede zweite (51 Prozent) und bei M\u00e4nnern zwei von f\u00fcnf Fr\u00fchrenten (41 Prozent) psychisch bedingt. 2011 gab es in Hessen insgesamt 13.610 Fr\u00fchrenten. 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