{"id":103724,"date":"2012-11-07T00:12:09","date_gmt":"2012-11-07T00:12:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=103724"},"modified":"2012-11-07T09:13:05","modified_gmt":"2012-11-07T09:13:05","slug":"beirat-im-hessischen-kegelspiel-zog-bilanz-interkommunale-kooperation-gewinnt-immer-mehr-an-fahrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=103724","title":{"rendered":"Beirat im Hessischen Kegelspiel zog Bilanz &#8211;  Interkommunale Kooperation gewinnt immer mehr an Fahrt"},"content":{"rendered":"<p>N\u00fcsttal-Hofaschenbach. Die interkommunale Kooperation der Arbeitsgemeinschaft Hessisches Kegelspiel gewinnt zunehmend an Dynamik. In den Aufgabenbereichen Tourismus und Feuerwehr l\u00e4uft die Zusammenarbeit bereits erfolgreich, bei der gemeinsamen EDV stehen die vier Mitgliedskommunen Burghaun, H\u00fcnfeld, N\u00fcsttal und Rasdorf unmittelbar vor dem Probebetrieb und bei der Einf\u00fchrung eines gemeinsamen Finanzwesens vor der Entscheidung \u00fcber die gemeinsame Softwareplattform.<!--more--><\/p>\n<p>Auch in dem Bereich Abwasser wurde zun\u00e4chst zwischen H\u00fcnfeld und Burghaun eine enge Kooperation verabredet, und beim Thema Kinderbetreuung zeichnet sich dazu angesichts der ver\u00e4nderten Rahmenbedingungen in der Finanzierung die Notwendigkeit zu verst\u00e4rkter Abstimmung und Zusammenarbeit ab. Dies ging aus den Berichten hervor, die die vier B\u00fcrgermeister der Lenkungsgruppe der Interkommunalen Arbeitsgemeinschaft, Dr. Eberhard Fennel, H\u00fcnfeld, Alexander Hohmann, Burghaun, Berthold K\u00f6rbel, Rasdorf, und Hermann Trabert, N\u00fcsttal, w\u00e4hrend der Sitzung des Beirates im neuen Gemeindezentrum in N\u00fcsttal gaben . Einstimmig verabschiedet wurde durch den Beirat auch der Wirtschaftsplan der Arbeitsgemeinschaft, der die Fortf\u00fchrung des F\u00f6rderprogramms Soziale Stadt, den Betrieb des Generationentreffs und den Ausbau des Kegelspielhauses in Form eines Doppelhaushaltes f\u00fcr 2013\/2014 zum Gegenstand hat.<\/p>\n<p>\u201eAus der bisherigen Zusammenarbeit wird deutlich, dass die interkommunale Kooperation dezentral angelegt ist, betonte der Vorsitzende der Lenkungsgruppe, H\u00fcnfelds B\u00fcrgermeister Dr. Eberhard Fennel. Von seinem N\u00fcsttaler Kollegen Hermann Trabert, der das neue Gemeindezentrum im Rathaus dem Beirat vorstellte, konnte Dr. Fennel Dankesworte entgegen nehmen f\u00fcr die Unterst\u00fctzung bei den Verhandlungen zur Finanzierung des mit insgesamt 1,95 Millionen Euro veranschlagten Projektes. In Gespr\u00e4chen in Wiesbaden seien f\u00fcr das Vorhaben nicht nur Mittel aus dem Stadtumbauprogramm der Dorferneuerung, sondern auch vom Hessischen Sozialministerium und aus dem EU-F\u00f6rderprogramm EFRE erreicht worden. Damit sei f\u00fcr N\u00fcsttal ein Eigenanteil von rund 38,5 Prozent verblieben, der zu wesentlichen Teilen durch Investitionsfondsdarlehen finanziert werden konnte.<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Hohmann aus Burghaun stellte den Stand der Kooperation in den Bereichen EDV und Finanzwesen vor. Die gemeinsame EDV-Plattform stehe unmittelbar vor dem Probebetrieb und werde f\u00fcr die kleineren Gemeinden viel mehr Datensicherheit und Qualit\u00e4t erm\u00f6glichen. Durch die Kooperation mit den Stadtwerken H\u00fcnfeld, die ihrerseits wiederum Dienstleister f\u00fcr die Stadtwerke Schlitz und Lauterbach seien, werde nicht nur personell, sondern auch finanziell eine g\u00fcnstige L\u00f6sung erm\u00f6glicht. Die gemeinsame EDV-Plattform sei auch Voraussetzung f\u00fcr das gemeinsame Finanzwesen, das im Kegelspielhaus angesiedelt werden solle. Dort w\u00fcrden zum 1. Januar 2014 Mitarbeiter aller Kommunen abgeordnet, die dort gemeinsam das Finanz- und Kassenwesen bearbeiteten. Voraussetzung dazu sei ein elektronischer Workflow im Rechnungswesen, der dabei eingef\u00fchrt werden solle. Die Entscheidung \u00fcber den Softwareanbieter solle noch in diesem Jahr fallen, k\u00fcndigte Hohmann an. Das n\u00e4chste Jahr werde von den Mitarbeitern aller beteiligten Kommunen einen hohen Einsatz fordern, um dieses Projekt umsetzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In der Kinderbetreuung wurde die zur\u00fcckliegenden Monate nach Angaben von N\u00fcsttals B\u00fcrgermeister Hermann Trabert intensiv genutzt, eine detaillierte Bestandsaufnahme in allen vier Kommunen durchzuf\u00fchren, die ein umfassendes Angebot f\u00fcr Familien, von Krippe \u00fcber klassische Kinderg\u00e4rten bis hin zu Schulbetreuungsangeboten vorhalten. Durch die Ver\u00e4nderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen w\u00fcrden auch hier die Notwendigkeit zur intensiven Abstimmung und Zusammenarbeit gr\u00f6\u00dfer, k\u00fcndigte sein H\u00fcnfelder Amtskollege Dr. Eberhard Fennel an. Die gesamte F\u00f6rdersystematik des Landes im Kindergartenbereich werde umgestellt von der bisherigen F\u00f6rderung f\u00fcr Gruppen auf eine F\u00f6rderung bezogen auf die Anzahl der insgesamt betreuten Kinder zu einem bestimmten Stichtag. Auch der erforderliche Fachkraftschl\u00fcssel ergebe sich dann aus der jeweils zum Stichtag betreuten Zahl der Kinder. Umso teurer w\u00fcrden dann angefangene und nicht ausgelastete Gruppen, bei denen mehr Fachkr\u00e4fte vorgehalten werden m\u00fcssten, als tats\u00e4chlich mitfinanziert w\u00fcrden. Solche Zusatzkosten m\u00fcssten dann Eltern, Tr\u00e4ger und Kommunen alleine finanzieren.<\/p>\n<p>Im Bereich Tourismus habe sich nach Angaben von Hohmann die Gesch\u00e4ftsstelle mittlerweile etabliert und sei mit der Teilnahme an Marketing-Veranstaltungen, der Herausgabe eines G\u00e4stemagazins und eines Internetauftritts an die \u00d6ffentlichkeit getreten. Der k\u00fcnftige Schwerpunkt solle nun gemeinsam mit den Gastgebern auf der Entwicklung von marktf\u00e4higen Pauschalangeboten liegen. Positiv sei aus seiner Sicht auch, dass die Mitgliederzahl auf bereits 70 Gastgeber und andere Leistungserbringer geklettert sei. Beim Tourismus arbeitet das Hessische Kegelspiel auch mit Eiterfeld sowie mit Haunetal und der Stadt Geisa zusammen. Eine Zusammenarbeit zeichne sich mit Eiterfeld auch im Bereich des Interkommunalen Netzwerks f\u00fcr Senioren und Soziales mit dem DRK-Kreisverband H\u00fcnfeld ab. In Leibolz sei es im Zuge des geplanten Neubaus der Rettungswache vorgesehen, einen Generationentreff mit der Marktgemeinde Eiterfeld zu schaffen, der von der sehr aktiven DRK Ortsgruppe Eiterfeld betrieben werden solle, erl\u00e4uterte Dr. Fennel.<\/p>\n<p>Diskutiert wurden im Rahmen der Beiratssitzung auch \u00dcberlegungen, die Interkommunale Arbeitsgemeinschaft mit Blick auf das gemeinsame Finanzwesen auf eine neue rechtliche Basis zu stellen. Dabei ging es vor allem um die k\u00fcnftige Rechtsform, die es erm\u00f6glichen soll, auch innerhalb der Arbeitsgemeinschaft gemeinsames Personal anstellen zu k\u00f6nnen. Dazu wurde im Beirat verabredet, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die aus Mitgliedern der Lenkungsgruppe und je einem Vertreter aus den Gemeindevertretungen und der H\u00fcnfelder Stadtverordnetenversammlung besteht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>N\u00fcsttal-Hofaschenbach. 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