{"id":102307,"date":"2012-09-26T00:13:27","date_gmt":"2012-09-26T00:13:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=102307"},"modified":"2012-09-26T07:45:57","modified_gmt":"2012-09-26T07:45:57","slug":"mehr-alleinerziehende-und-rentner-kommen-zur-fuldaer-tafel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=102307","title":{"rendered":"Mehr Alleinerziehende und Rentner kommen zur Fuldaer Tafel"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-102308\" title=\"image003\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/image003.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"93\" \/>Fulda. Als \u201eabsurd\u201c hat Fuldas Oberb\u00fcrgermeister Gerhard M\u00f6ller den Vorwurf zur\u00fcckgewiesen, die Arbeit der Tafeln verfestige die Situation bed\u00fcrftiger Menschen und trage damit zur weiteren Spaltung der Gesellschaft bei. \u201eIn Fulda sehe ich immer wieder, wie wichtig die Arbeit der Tafel ist. Die Stadt kann vieles leisten, aber nicht alles. So hat die Fuldaer Tafel im Konzert der vielen Wohlfahrtsinitiativen ihren festen Platz als junges, aber sehr erfolgreiches Unternehmen\u201c, meinte der Schirmherr der Fuldaer Tafel e.V. bei der Ordentlichen Mitgliederversammlung im Haus Oranien.<!--more--><\/p>\n<p>Viele der Tafel-Kunden seien durch Schicksalsschl\u00e4ge gezwungen, die Hilfe der Fuldaer Tafel in Anspruch zu nehmen, fasste der erste Vorsitzende der Fuldaer Tafel, Heinz Steege, im Vorstandsbericht seine Erfahrung aus acht Jahren Tafel-Arbeit zusammen. Bei knapp 20.000 Abholungen nutzten im vergangenen Jahr bed\u00fcrftige Menschen die Gelegenheit, bei der Fuldaer Tafel frische Lebensmittel einzukaufen, die ohne das Engagement dieser Organisation und ihrer vielen freiwilligen Helfer vernichtet worden w\u00e4ren. Rund 3300 Menschen leistete die Tafel damit existentielle Hilfe, darunter \u00fcber 1300 Kindern. Im Laden der Fuldaer Tafel in der Weserstra\u00dfe wurden in jeder Woche an jeweils drei Verkaufstagen rund 8 bis 10 Tonnen Lebensmittel verteilt.<\/p>\n<p>Die Zahl der Abholungen ist im Jahr 2011 nach Angaben Steeges im Vergleich zum Vorjahr erneut zur\u00fcckgegangen. Dies wertete er als Beleg f\u00fcr den verantwortungsbewussten Umgang der Kunden mit dem Hilfsangebot der Tafel: \u201eDie Menschen kommen nur zu uns, wenn sie wirklich darauf angewiesen sind.\u201c So spiegele sich die Arbeitslosenzahl in der Stadt und im Landkreis Fulda direkt in der Zahl der Tafelkunden wider. Einen Anstieg der Kundenzahlen registrierte die Fuldaer Tafel lediglich bei den Alleinerziehenden und bei Rentnerinnen und Rentnern.<\/p>\n<p>Zur Kundenstruktur berichtete Steege, dass der gr\u00f6\u00dfte Teil der Tafel-Kunden Bezieher von ALGII sind. In den verschiedenen Altersstufen stellen die unter 40-J\u00e4hrigen die zahlenm\u00e4\u00dfig st\u00e4rkste Gruppe. 78 Prozent der \u00c2\u00a0Kunden sind deutsche Staatsangeh\u00f6rige, die \u00fcbrigen kommen aus knapp 50 Nationen.<\/p>\n<p>Den 130 ehrenamtlichen Helfern der Fuldaer Tafel, zwei 1,50-\u00e2\u201a\u00ac-Kr\u00e4ften und f\u00fcnf Mitarbeitern aus dem neu geschaffenen Bundesfreiwilligendienst galt Heinz Steeges \u00c2\u00a0besonderer Dank: \u201cOhne diesen gro\u00dfartigen Einsatz ginge gar nichts\u201c, betonte er.<\/p>\n<p>Als besonders erfreuliche Ereignisse des Jahres 2011 nannte Steege die vorweihnachtliche Spielzeugaktion zu Gunsten der Tafel-Kinder sowie die Unterst\u00fctzung der neu eingeschulten Kinder mit Schulranzen und Schulmaterialien durch die Hilfe der Sponsoren Drimalski &amp; Partner, Leder-Meid und jollydent e.V., der Stiftung Selbst-Los und der rotaract-Mitglieder. Mit gro\u00dfz\u00fcgiger Unterst\u00fctzung der Damian Werner GmbH und der B\u00f6schen Stahl- und Metallbau konnte auch die dringend notwendige Renovierung der R\u00e4umlichkeiten der Fuldaer Tafel in der Weserstra\u00dfe verwirklicht werden.<\/p>\n<p>Schatzmeisterin Barbara Hermann berichtete von einer stabilen finanziellen Situation der Fuldaer Tafel, zu der erneut mehrere Gro\u00dfspenden beigetragen haben. Die Kassenpr\u00fcfer bescheinigten der Schatzmeisterin eine sehr sorgf\u00e4ltige Kassenf\u00fchrung und beantragten ihre Entlastung. Auf Antrag eines Mitglieds wurde dem Vorstand mit den Stimmen aller anwesenden Mitglieder Entlastung erteilt.<\/p>\n<p>Bei der Neuwahl des Vorstands wurden Heinz Steege (1.Vorsitzender), Klemens Koeth (stellvertretender Vorsitzender), Barbara Hermann (Schatzmeisterin), Hildegard Reichardt (Schriftf\u00fchrerin), Stefan Schunck und Klaus Hutzel (erweiterter Vorstand) von der Mitgliederversammlung einstimmig f\u00fcr weitere zwei Jahre in ihren \u00c4mtern best\u00e4tigt. Als Nachfolgerin des ausgeschiedenen Vorstandsmitglieds Erich M\u00fcller wurde Cornelia Leitsch gew\u00e4hlt, zu Kassenpr\u00fcfern Holger Umlauf und Anke Werdecker.<\/p>\n<p>Nachdem die Mitgliedsbeitr\u00e4ge zur der Fuldaer Tafel e.V. seit ihrer Gr\u00fcndung vor acht Jahren unver\u00e4ndert bei 24 \u00e2\u201a\u00ac im Jahr lagen, beschloss die Mitgliederversammlung einstimmig eine moderate Erh\u00f6hung auf 36 \u00e2\u201a\u00ac p.a. ab dem Jahr 2013.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Als \u201eabsurd\u201c hat Fuldas Oberb\u00fcrgermeister Gerhard M\u00f6ller den Vorwurf zur\u00fcckgewiesen, die Arbeit der Tafeln verfestige die Situation bed\u00fcrftiger Menschen und trage damit zur weiteren Spaltung der Gesellschaft bei. \u201eIn Fulda sehe ich immer wieder, wie wichtig die Arbeit der Tafel ist. Die Stadt kann vieles leisten, aber nicht alles. 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