{"id":102047,"date":"2012-09-19T00:11:32","date_gmt":"2012-09-19T00:11:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=102047"},"modified":"2012-09-19T08:30:50","modified_gmt":"2012-09-19T08:30:50","slug":"jede-vierte-hessische-mutter-entscheidet-sich-gegen-das-stillen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=102047","title":{"rendered":"Jede vierte hessische Mutter entscheidet sich gegen das Stillen"},"content":{"rendered":"<p>Frankfurt am Main. Jede vierte Mutter in Hessen gibt ihrem Baby nicht die Brust. Das hat eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) ergeben. Dabei ist das Stillen sowohl f\u00fcr die Entwicklung des S\u00e4uglings, als auch f\u00fcr die Mutter wichtig. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung (DGE) empfehlen Frauen, ihren Kindern in den ersten sechs Lebensmonaten ausschlie\u00dflich die Brust zu geben.<!--more--><br \/>\n&#8220;Mehr als 200 Bestandteile der Muttermilch sind bekannt. Viele dieser Stoffe &#8211; wie zum Beispiel wei\u00dfe Blutk\u00f6rperchen und Antik\u00f6rper sind -auch nicht k\u00fcnstlich herstellbar&#8221;, erkl\u00e4rt Simone Gleixner, Ern\u00e4hrungswissenschaftlerin der TK. Die Eiwei\u00dfmenge und der Fettgehalt in der Muttermilch sei optimal auf das kindliche Wachstum abgestimmt.&#8221; Die in der Muttermilch enthaltenen Aminos\u00e4uren, Cystin und Taurin, spielten zudem eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Nervensystems und der Inhaltsstoff Lactoferrin sch\u00fctze das Baby vor Infektionen.<\/p>\n<p>Untersuchungen haben gezeigt, dass Kinder, die als Baby gestillt wurden, sp\u00e4ter seltener Allergien entwickeln. Auch \u00dcbergewicht kommt bei gestillten Kindern weniger vor. &#8220;Eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr ist, dass sich die Zusammensetzung der Milch w\u00e4hrend des Stillvorgangs ver\u00e4ndert und das Baby beim Stillen mehr Kraft f\u00fcr das Saugen aufwenden muss. Es h\u00f6rt auf zu trinken, wenn es satt ist&#8221;, sagt Gleixner. M\u00fctter, die mit der Flasche f\u00fctterten, seien hingegen oft auf eine bestimmte Tagesmenge fixiert. &#8220;Die Babys trinken dadurch h\u00e4ufiger \u00fcber ihren Hunger hinaus und h\u00f6ren nicht auf ihr nat\u00fcrliches S\u00e4ttigungsgef\u00fchl.&#8221;<\/p>\n<p>Die M\u00fctter selbst profitieren ebenfalls vom Stillen: &#8220;Sie verringern dadurch das Risiko an Brustkrebs zu erkranken und erreichen nach der Geburt schneller wieder ihr Normalgewicht&#8221;, erkl\u00e4rt die TK-Expertin. Au\u00dferdem sch\u00fcttet der K\u00f6rper beim Stillen ein Hormon aus, das die R\u00fcckbildung der Geb\u00e4rmutter unterst\u00fctzt. Das Stillen ist auch ein wichtiger Faktor bei der Mutter-Kind-Bindung. &#8220;Gibt eine Frau ihrem Baby die Brust, so ist das mit einem h\u00e4ufigen engen K\u00f6rperkontakt verbunden, der dem S\u00e4ugling Sicherheit und Geborgenheit vermittelt.&#8221;<\/p>\n<p>Physisch sind 98 Prozent aller Frauen in der Lage zu stillen. Dennoch gaben bei der TK-Umfrage vier von zehn hessischen M\u00fcttern an, dass sie die Stillzeit fr\u00fcher abbrechen mussten als sie sich eigentlich vorgenommen hatten. Als Grund daf\u00fcr nannte fast die H\u00e4lfte der Frauen, dass sie zu wenig Milch hatten. Jede vierte Frau litt an einer entz\u00fcndeten Brust und 18 Prozent gaben an, dass ihr Baby nicht getrunken habe. &#8220;Viele Frauen stillen vorzeitig ab, weil sie vom medizinischen Personal nicht ausreichend \u00fcber das Thema informiert wurden. M\u00fctter mit Stillproblemen brauchen eine motivierende Beratung und viel Zuwendung&#8221;, sagt Gleixner.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Frankfurt am Main. Jede vierte Mutter in Hessen gibt ihrem Baby nicht die Brust. Das hat eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) ergeben. Dabei ist das Stillen sowohl f\u00fcr die Entwicklung des S\u00e4uglings, als auch f\u00fcr die Mutter wichtig. 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