{"id":101905,"date":"2012-09-14T00:12:49","date_gmt":"2012-09-14T00:12:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=101905"},"modified":"2012-09-13T14:51:21","modified_gmt":"2012-09-13T14:51:21","slug":"hantavirus-auch-in-hessen-auf-dem-vormarsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=101905","title":{"rendered":"Hantavirus auch in Hessen auf dem Vormarsch"},"content":{"rendered":"<p>Frankfurt am Main. Drei Besucher des amerikanischen Yosemite-Nationalparks sind in den vergangenen Wochen am Hantavirus gestorben. Wissenschaftler rechnen auch hierzulande in diesem Jahr mit einem verst\u00e4rkten Auftreten des Virus. Rund 2.300 F\u00e4lle sind seit Jahresbeginn deutschlandweit gemeldet worden, berichtet die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen mit Bezug auf Daten des Robert-Koch-Instituts. In Hessen sind in diesem Jahr bereits 95 F\u00e4lle gemeldet worden. Zum Vergleich: 2011 waren es deutschlandweit 305 F\u00e4lle und in Hessen sogar nur 13.<!--more--><br \/>\nDas Hantavirus wird \u00fcber verschiedene Nagetiere \u00fcbertragen. Die Nager scheiden den Krankheitserreger \u00fcber den Speichel, Urin und Kot aus. &#8220;Der Mensch infiziert sich, wenn kontaminierter Staub aufgewirbelt und eingeatmet wird. Eine \u00dcbertragung von Mensch zu Mensch findet hingegegen nicht statt&#8221;, erkl\u00e4rt Dr. Helga Christoffel, \u00c4rztin aus dem TK-\u00c4rztezentrum. In Deutschland \u00fcbertragen vor allem R\u00f6telm\u00e4use das Virus. Laut Forstbeh\u00f6rden trugen Eichen und Buchen im vergangenen Jahr besonders viele Fr\u00fcchte, was den R\u00f6telm\u00e4usen &#8211; die sich davon ern\u00e4hren &#8211; sehr entgegen kam. Ihre Population ist in den vergangenen Monaten enorm angestiegen.<\/p>\n<p>&#8220;In den meisten F\u00e4llen verl\u00e4uft die Erkrankung sehr milde, manchmal sogar unbemerkt&#8221;, sagt Christoffel. Die Krankheit hat zun\u00e4chst grippe\u00e4hnliche Symptome: Fieber, Kopf-, Bauch- und R\u00fcckenschmerzen. &#8220;In schwereren F\u00e4llen kommt es zu einem Blutdruckabfall und zu Funktionsst\u00f6rungen der Niere bis hin zum Nierenversagen.&#8221; Wie stark die Symptome ausgepr\u00e4gt sind, h\u00e4ngt davon ab, mit welcher Hantavirus-Spezies sich der Betroffene angesteckt hat. In Deutschland ist vor allem der Virustyp Puumala verbreitet, der in der Regel nicht t\u00f6dlich ist. An den amerikanischen Unterarten, wie dem Sin-Nombre -Virus, sterben hingegen bis zu 40 Prozent der Infizierten.<\/p>\n<p>Seit Einf\u00fchrung der Meldepflicht f\u00fcr Hantavirus-Infektionen in Deutschland im Jahr 2001 werden j\u00e4hrlich durchschnittlich 500 F\u00e4lle gemeldet. Doch immer wieder gibt es Ausbruchsjahre mit deutlich erh\u00f6hten Infektionszahlen. Zuletzt war dies 2010 der Fall. Damals sind \u00fcber 2.000 Infektionen in Deutschland bekannt geworden. In Hessen waren es 174 F\u00e4lle. Hantavirus-Erkrankungen kommen in Deutschland nicht \u00fcberall gleich h\u00e4ufig vor. Ein erh\u00f6htes Infektionsrisiko besteht f\u00fcr l\u00e4ndliche Gebiete, wie Osthessen, den Odenwald, die Schw\u00e4bische Alb, West-Th\u00fcringen, Unterfranken und den Bayerischen Wald.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Frankfurt am Main. Drei Besucher des amerikanischen Yosemite-Nationalparks sind in den vergangenen Wochen am Hantavirus gestorben. Wissenschaftler rechnen auch hierzulande in diesem Jahr mit einem verst\u00e4rkten Auftreten des Virus. Rund 2.300 F\u00e4lle sind seit Jahresbeginn deutschlandweit gemeldet worden, berichtet die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen mit Bezug auf Daten des Robert-Koch-Instituts. 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