{"id":10175,"date":"2008-06-29T00:42:36","date_gmt":"2008-06-28T22:42:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=10175"},"modified":"2008-06-28T22:41:45","modified_gmt":"2008-06-28T20:41:45","slug":"vom-wuestensand-ins-rhoener-land-sonderausstellung-des-vonderau-museums","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=10175","title":{"rendered":"\u201eVom W\u00fcstensand ins Rh\u00f6ner Land\u00e2\u20ac\u009d &#8211; Sonderausstellung des Vonderau Museums"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda. <\/strong>Der \u201e108. Deutsche Wandertag&#8221; in Fulda und der Rh\u00f6n gab den unmittelbaren Anlass, mit einer Sonderausstellung des Vonderau Museums das Werk einer der hier im vergan-genen Jahrhundert t\u00e4tigen &#8220;Rh\u00f6nmaler&#8221; zu pr\u00e4sentieren. Wie kein anderer schien Pedro Schmiegelow (1863-1943) gleich aus mehreren Gr\u00fcnden f\u00fcr diesen Anlass geeignet zu sein: <!--more--><\/p>\n<p>Seine Reisen und die damit verbundenen Wanderungen f\u00fchrten den im weltoffenen Ham-burg Geborenen von Norddeutschland nach Sachsen, D\u00e4nemark, in die Pfalz, die schwei-zerischen Alpen, Frankreich und Italien, schlie\u00dflich auch in den Nahen Osten, wo er Istanbul, das Heilige Land und \u00c4gypten bereiste.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sentation der Gem\u00e4lde und Zeichnungen von Pedro Schmiegelow (1863-1943) setzt eine vor Jahren initiierte Ausstellungsreihe fort, die sich den \u201eRh\u00f6nmalern\u201c des ver-gangenen Jahrhunderts widmet. Sie versucht das Leben und das Gesamtwerk des hier sonst nur in der Sp\u00e4tphase seines Schaffens bekannten K\u00fcnstlers der interessierten \u00d6f-fentlichkeit zu vermitteln.<\/p>\n<p>Sein 1900 mit Diplom abgeschlossenes Kunststudium absolvierte er an der Kunstgewer-beschule Dresden. Hier lernte er nach seiner Aussage bei den Professoren und Malern Ernst Erwin Oehme (1831-1907) und Ermenegildo Antonio Donadini (1847-1936), der vor allem sp\u00e4ter als Pionier der k\u00fcnstlerischen Fotografie bekannt wurde. Nach der \u00dcber-lieferung aus dem Jahr 1925 d\u00fcrfte er weitere Studien in Kopenhagen, Z\u00fcrich und Berlin betrieben haben, zumindest f\u00fcr die Berliner Zeit wird Professor Paul Friedrich Meyerheim (1842-1915) genannt, ein Maler und Grafiker, der seit 1887 einen Lehrstuhl an der Aka-demie f\u00fcr Bildende K\u00fcnste Berlin inne hatte.<\/p>\n<p>Sein sp\u00e4terer \u201eberuflicher Werdegang\u201c ist nur zeitweise durch Anstellungen als Zeichen-lehrer u.a. an der Zeichen-Akademie in Hanau, der Freiburger Gewerbe-Akademie und an dem Fuldaer Gymnasium und Lyzeum belegt. Er lebt und arbeitet \u00fcberwiegend als selbstst\u00e4ndiger Maler an unterschiedlichen Orten und kommt sogar 1910 nach Gersfeld, um nach knapp einem Jahr nach Bremen zu ziehen. Von hier unternimmt er vor und w\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs viele Reisen, die ihn auch f\u00fcr ein halbes Jahr in den Na-hen Osten f\u00fchrten. Richtig \u201esesshaft\u201c wird er erst seit 1919, als er in Fulda f\u00fcr das eine Jahrzehnt die zweite Frau und f\u00fcr den Rest des Lebens die Wirkungsst\u00e4tte, wohl auch neue Heimat findet.<\/p>\n<p>Viele Auszeichnungen \u2013 1907 in K\u00f6nigstein\/Taunus, 1908 in Dresden, 1911 in Oschatz (Sachsen), 1921 T\u00fcrkischer Orden vom Roten Halbmond, verschiedene Medaillen f\u00fcr k\u00fcnstlerische Leistungen in Leipzig, Frankfurt am Main, Bremen und Hamburg; zuletzt 1941 anscheinend noch die Professur f\u00fcr Zeichenlehre in Dresden \u2013 wurden ihm zuteil, bevor er als Achtzigj\u00e4hriger, fast bis zu den letzten Tagen t\u00e4tig, 1943 in Fulda starb.<\/p>\n<p>Zur Ausstellung, die bis zum 7. September 2008 im Vonderau Museum besucht werden kann, ist ein Katalog erschienen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Der \u201e108. Deutsche Wandertag&#8221; in Fulda und der Rh\u00f6n gab den unmittelbaren Anlass, mit einer Sonderausstellung des Vonderau Museums das Werk einer der hier im vergan-genen Jahrhundert t\u00e4tigen &#8220;Rh\u00f6nmaler&#8221; zu pr\u00e4sentieren. 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