{"id":101489,"date":"2012-08-30T11:19:48","date_gmt":"2012-08-30T11:19:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=101489"},"modified":"2012-08-30T11:19:48","modified_gmt":"2012-08-30T11:19:48","slug":"frauenerwerbstatigkeit-in-hessen-entwickelt-sich-positiv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=101489","title":{"rendered":"Frauenerwerbst\u00e4tigkeit in Hessen entwickelt sich positiv"},"content":{"rendered":"<p>Frankfurt. Immer mehr Frauen in Hessen sind erwerbst\u00e4tig. \u201eZwischen 2000 und 2010 ist die Erwerbst\u00e4tigenquote der Frauen von 58,6 Prozent auf 65,6 Prozent gestiegen. Dies ist eine positive Entwicklung hin zu mehr Chancengleichheit im Erwerbsleben\u201c, erkl\u00e4rte die Staatssekret\u00e4rin im Hessischen Sozialministerium, Petra M\u00fcller-Klepper, heute bei der Fachtagung \u201eBCA \u2013 Chancengleichheit am Arbeitsmarkt \u2013 Strategien zur Verwirklichung\u201c in Frankfurt, die das Ministerium gemeinsam mit dem Hessischen Landkreistag und dem Hessischen St\u00e4dtetag veranstaltete.<!--more--><br \/>\nAllerdings gehe diese Entwicklung mit einem Anstieg der Teilzeitquote einher. Sie sei in Hessen von 2001 bis 2011 um \u00fcber 7 Prozentpunkte auf 37,1 Punkte gestiegen. \u201eDer Anstieg der Frauenbesch\u00e4ftigung ist vor allem auf die Zuw\u00e4chse im Teilzeitbereich zur\u00fcckzuf\u00fchren. Teilzeitbesch\u00e4ftigung ist weiblich. 81,5 Prozent der sozialversicherungspflichtig Teilzeitbesch\u00e4ftigten sind Frauen\u201c, so die Staatssekret\u00e4rin. Auch das Ausma\u00df der ausschlie\u00dflich geringf\u00fcgigen Besch\u00e4ftigung bei Frauen in Hessen sei mit rund 20 Prozent hoch und zuletzt sogar noch weiter gestiegen. Dabei w\u00fcnsche sich rund die H\u00e4lfte der in Teilzeit oder geringf\u00fcgig besch\u00e4ftigten Frauen eine Ausweitung ihrer Arbeitszeit. \u201eHier schlummert ein gro\u00dfes Potential. Diese \u00e2\u20ac\u0161Stille Reserve\u00e2\u20ac\u02dc des Arbeitsmarktes gilt es zu erschlie\u00dfen, indem die Arbeitsbedingungen familienfreundlicher gestaltet und insbesondere die Kinderbetreuungsangebote noch weiter ausgebaut werden. Wenn die Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch mehr erleichtert wird \u2013 und zwar f\u00fcr Frauen und f\u00fcr M\u00e4nner, wird dies auch die Gleichstellung im Erwerbsleben weiter voran bringen\u201c, betonte Petra M\u00fcller-Klepper. \u201eDie \u00e2\u20ac\u0161Beauftragten f\u00fcr Chancengleichheit im SBG II\u00e2\u20ac\u02dc (BCA) leisten dabei einen wichtigen und entscheidenden Beitrag. Sie tragen dem Grundrecht auf Gleichberechtigung von M\u00e4nnern und Frauen Rechnung und sorgen daf\u00fcr, dass dies auch in der Arbeitsverwaltung umgesetzt wird.\u201c<\/p>\n<p>Die Lage am Arbeitsmarkt habe sich in den letzten Jahren sowohl f\u00fcr Frauen als auch f\u00fcr M\u00e4nner erfreulich entwickelt, berichtete M\u00fcller-Klepper. \u201eDie Besch\u00e4ftigung beider Geschlechter hat zugenommen. Mit einer Arbeitslosenquote von aktuell 5,7 Prozent in Hessen (Stand August 2012) liegen wir 0,1 Prozentpunkte unter der Quote von vor einem Jahren\u201c, so die Staatssekret\u00e4rin weiter. Allerdings zeigten sich zwischen den Geschlechtern deutliche Unterschiede. So seien Frauen nicht nur h\u00e4ufiger in Minijobs und Teilzeit besch\u00e4ftigt, sondern auch l\u00e4nger arbeitslos. Im Vergleich zwischen 2010 und 2011 sei zudem auff\u00e4llig, dass der R\u00fcckgang der Langzeitbezieher bei M\u00e4nnern mit -6,4 Prozent h\u00f6her gewesen sei als bei Frauen mit -5 Prozent.<\/p>\n<p>Die seit 2011 t\u00e4tigen BCA beraten und unterst\u00fctzen die Arbeitsmarktverwaltung bei der Umsetzung der Gleichstellung von Frauen und M\u00e4nnern. Sie sorgen f\u00fcr die Einhaltung der Frauenf\u00f6rderung in der Arbeitsverwaltung und arbeiten eng mit den kommunalen Frauenbeauftragten zusammen. \u201eSo sollen Synergien in der kommunalen Arbeitsverwaltung geschaffen werden, die zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen und beim Wiedereinstieg in das Arbeits- und Ausbildungsleben unterst\u00fctzen\u201c, unterstrich Staatssekret\u00e4rin M\u00fcller-Klepper. \u201eDie erste Fachtagung der BCA in Hessen bietet eine wichtige Plattform f\u00fcr den fachlichen Austausch und soll dazu dienen, Instrumente und Handlungsorientierungen f\u00fcr die Arbeit der BCA weiter zu entwickeln.\u201c<\/p>\n<p>Die Fachtagung veranstaltet das Hessische Sozialministerium gemeinsam mit dem Hessischen Landkreistag und dem Hessischen St\u00e4dtetag, die die Ansprechpartner und Koordinierungsstellen f\u00fcr die kommunalen Tr\u00e4ger der Grundsicherung sind. F\u00fcr die beiden vertretenden Kommunalen Spitzenverb\u00e4nde betonte Dr. Jan Hilligardt, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Direktor des Hessischen Landkreistages, in seinem Beitrag die besondere Stellung der Beauftragten f\u00fcr Chancengleichheit am Arbeitsmarkt: \u201eSeit nunmehr gut einem Jahr leisten sie hervorragende Arbeit in den kommunalen Jobcentern und unterst\u00fctzen die Kreisjobcenter bei ihrer wichtigen Aufgabe, die vollst\u00e4ndige Chancengleichheit auch bei der Integration in den Arbeitsmarkt so schnell wie m\u00f6glich herzustellen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Frankfurt. Immer mehr Frauen in Hessen sind erwerbst\u00e4tig. \u201eZwischen 2000 und 2010 ist die Erwerbst\u00e4tigenquote der Frauen von 58,6 Prozent auf 65,6 Prozent gestiegen. 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