{"id":101156,"date":"2012-08-23T00:20:51","date_gmt":"2012-08-23T00:20:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=101156"},"modified":"2012-08-22T13:28:17","modified_gmt":"2012-08-22T13:28:17","slug":"naturdenkmale-im-landkreis-fulda-3-die-linde-an-der-petersberger-liobakirche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=101156","title":{"rendered":"Naturdenkmale im Landkreis Fulda (3): Die Linde an der Petersberger Liobakirche"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/386-Naturdenkmale-im-Landkreis-Fulda-Linde-Liobakirche-Petersberg1.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-101157\" title=\"386-Naturdenkmale im Landkreis Fulda-Linde Liobakirche Petersberg1\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/386-Naturdenkmale-im-Landkreis-Fulda-Linde-Liobakirche-Petersberg1-265x398.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"398\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/386-Naturdenkmale-im-Landkreis-Fulda-Linde-Liobakirche-Petersberg1-265x398.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/386-Naturdenkmale-im-Landkreis-Fulda-Linde-Liobakirche-Petersberg1-176x265.jpg 176w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/386-Naturdenkmale-im-Landkreis-Fulda-Linde-Liobakirche-Petersberg1-398x600.jpg 398w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/386-Naturdenkmale-im-Landkreis-Fulda-Linde-Liobakirche-Petersberg1.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Petersberg. \u00dcber 35 Jahre ist es inzwischen her, dass die Linde an der Petersberger Liobakirche zum Naturdenkmal erkl\u00e4rt wurde. Der damalige Pfarrer der Kirchengemeinde St. Peter, Alois Weigand, auf deren Grundst\u00fcck der sehr markante Baum steht, und die untere Naturschutzbeh\u00f6rde des Landkreises Fulda unterzeichnete am 19. M\u00e4rz 1977 eine entsprechende Einverst\u00e4ndniserkl\u00e4rung. Inzwischen f\u00fcllt die \u2013 gesch\u00e4tzt \u2013 bis zu 150 Jahre alte Linde eine dicke Akte und hat verschiedene Begutachtungen und Vor-Ort-Besichtigungen hinter sich.<\/p>\n<p>Foto: Plappert<\/p>\n<p>Vor gut acht Jahren, als es um die Sanierung der Kirche \u2013 und damit zusammenh\u00e4ngend um die Fassadengestaltung ging \u2013, r\u00fcckte auch immer die Linde am s\u00fcdlichen Querhaus st\u00e4rker in den Blickpunkt. Unter anderem wurde die Frage er\u00f6rtert, ob der Baum gef\u00e4llt werden m\u00fcsse oder nicht.\u00c2\u00a0 Diplom-Ingenieur Hans-Peter Lassas hatte im M\u00e4rz 2004 aufgezeigt, dass die Linde zwar gesund sei, sich aber kr\u00e4ftige Wurzeln um die Fundamente des Gotteshauses gelegt h\u00e4tten.\u00c2\u00a0 Der Baum wirke offenbar auf die Kirche ein und habe wohl einen Teil der Risse im Mauerwerk verursacht, wie damals auch Di\u00f6zesankonservator Dr. Burghard Preusler konstatierte.<!--more--><\/p>\n<p>Zahlreiche Begehungen mit den unterschiedlichsten Fachdisziplinen erbrachten als Ergebnis, so der Fuldaer Diplom-Architekt Peter Sichau in einem Schreiben an die untere Naturschutzbeh\u00f6rde, dass sich an den Fassaden eine Vielzahl \u00e4u\u00dferst hochwertiger und wertvoller Putz- und Fugm\u00f6rtel bef\u00e4nden, die in Teilbereichen bis zu tausend Jahre alt seien und aus denkmalpflegerischen Gr\u00fcnden in jedem Fall gesch\u00fctzt werden m\u00fcssten. Nach Ansicht des an der Liobakirche t\u00e4tigen Restaurators Hans Michael Hangleiter f\u00fchre das \u201eAst- und Blattwerk der Linde auf der S\u00fcdseite zu einer st\u00e4ndigen Durchfeuchtung der Fassadenfl\u00e4chen bei Niederschlag\u201c. Es erscheine daher zwingend notwendig, das Blattwerk mindestens drei Meter von den Fassaden zur\u00fcckzuschneiden, was im Endeffekt, so Sichau, bedeuten w\u00fcrde, \u201edass zum Geb\u00e4ude hin die \u00c4ste der Linde gekappt werden m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p>Diplom-Ingenieur Otto Evers als damaliger Leiter der unteren Naturschutzbeh\u00f6rde betonte, dass \u201ewir in der Abw\u00e4gung von Ursache und Wirkung bei den festgestellten Problemen\u00c2\u00a0 keine Gr\u00fcnde der F\u00e4llung des gesunden Naturdenkmals sehen\u201c. Allerdings gebe es aus naturschutzfachlicher Sicht keine Bedenken, die Krone der Linde so zur\u00fcckzunehmen, \u201edass die \u00e4u\u00dfersten Zweige vom Mauerwerk bis zu 1,20 Meter entfernt sind\u201c.<\/p>\n<p>Im Juli 2005, vor genau sieben Jahren also, hatte das Baumkontroll- und Sachverst\u00e4ndigenb\u00fcro Thomas Sinn eine gutachterliche Untersuchung vorgenommen und war unter anderem zu dem Ergebnis gekommen, dass sich die in der Zwischenzeit get\u00e4tigten Kappungen des Wurzelwerks der Linde negativ auf die Vitalit\u00e4t und die Lebenserwartung des Baums ausgewirkt h\u00e4tten. Gleiches gelte f\u00fcr zwei Aufgrabungen und sollte k\u00fcnftig vermieden werden.<\/p>\n<p>Diese Forderung wurde exakt zwei Jahres sp\u00e4ter wieder aktuell, als im Zuge der Renovierungsarbeiten an St. Peter auch das Au\u00dfengel\u00e4nde neu gestaltet werden sollte. Wie Pfarrer Jan Kremer in einem Schreiben an die Untere Naturschutzbeh\u00f6rde mitteilte, wolle man \u2013 in Absprache mit dem Architekturb\u00fcro Sichau und Walter sowie dem Bisch\u00f6flichen Generalvikariat \u2013 \u201eauf einen DINgem\u00e4\u00dfen Unterbau des Sandsteinplattenbelages verzichten, um die Wurzeln der Linde nicht zu besch\u00e4digen\u201c. Vielmehr solle nur eine d\u00fcnne Ausgleichsschicht aufgebracht werden, um die Platten eben und unfallsicher verlegen zu k\u00f6nnen. Zudem werde der Plattenbelag vom Baum weiter entfernt verlegt als bisher, auch wenn in dem neu wieder zu belegenden Bereich der Untergrund komplett mit dem Wurzelwerk durchzogen sei.<\/p>\n<p>Die Beh\u00f6rde begr\u00fc\u00dfte zwar in einem Brief diese Ma\u00dfnahme und erkannte \u201eausdr\u00fccklich das bisherige Engagement der Kirchengemeinde St. Peter und des Generalvikariats zur Erhaltung dieses markanten Lindenbaumes\u201c an,\u00c2\u00a0 musste allerdings die Bitte des Pfarrers um finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Au\u00dfenarbeiten im Bereich der Liobakirche ablehnen.\u00c2\u00a0 Aus \u201egrunds\u00e4tzlichen Erw\u00e4gungen heraus\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Petersberg. \u00dcber 35 Jahre ist es inzwischen her, dass die Linde an der Petersberger Liobakirche zum Naturdenkmal erkl\u00e4rt wurde. 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