{"id":100907,"date":"2012-08-15T00:10:51","date_gmt":"2012-08-15T00:10:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=100907"},"modified":"2012-08-15T07:32:49","modified_gmt":"2012-08-15T07:32:49","slug":"robuste-pendler-weniger-tage-krank-aber-die-nerven-leiden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=100907","title":{"rendered":"Robuste Pendler: Weniger Tage krank, aber die Nerven leiden"},"content":{"rendered":"<p>Frankfurt am Main. Nahezu die H\u00e4lfte (46 Prozent) der hessischen Berufst\u00e4tigen sind Berufspendler: Sie arbeiten au\u00dferhalb des Stadt- oder Landkreises, in dem sie wohnen. Doch trotz l\u00e4ngerer Anfahrt zum Arbeitsweg sind Pendler hart im Nehmen, so der aktuelle Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen. Die Besch\u00e4ftigten, die nahe an ihrem Arbeitsplatz wohnen, fehlten im vergangenen Jahr im Schnitt 12,9 Tage wegen Krankheit, Pendler lediglich 12,7 Tage. Bei den wohnortnah arbeitenden Erwerbst\u00e4tigen scheint demgegen\u00fcber die Psyche stabiler zu sein. Sie sind mit 1,9 Fehltagen pro Kopf seltener und k\u00fcrzer von psychischen Diagnosen betroffen als die Pendler mit 2,2 Krankheitstagen.<!--more--><br \/>\nDie TK hat in ihren aktuellen Daten zur Gesundheitsberichterstattung erstmals Daten zur Entfernung von Wohn- und Arbeitsort der Besch\u00e4ftigten analysiert. &#8220;Volle Z\u00fcge, verstopfte Autobahnen \u2013 das kann nerven. Entscheidend ist dabei nicht, wie lang der Weg ins B\u00fcro ist, sondern vielmehr die Ohnmacht im Stau oder bei Versp\u00e4tungen der Z\u00fcge&#8221;, sagt Alexandra Sch\u00e4tzle, Pr\u00e4ventionsexpertin bei der TK in Hessen. &#8220;Das empfinden viele Pendler als Tortur. Und wer morgens und abends regelm\u00e4\u00dfig unter Strom steht, leidet psychisch.&#8221; Sie r\u00e4t Pendlern, die Zeit in Bus, Bahn oder Auto m\u00f6glichst gezielt f\u00fcr sich zu nutzen. Schon ein paar einfache Tricks k\u00f6nnen helfen, damit der t\u00e4gliche Arbeitsweg nicht zur Stressfalle wird. &#8220;Ein Spanisch-Kurs zum Mitsprechen oder ein H\u00f6rspiel im Auto, ein gutes Buch oder die Tageszeitung in der Bahn verhindern, dass der Frust \u00fcber verlorene Zeit zu gro\u00df wird&#8221;, so Sch\u00e4tzle.<\/p>\n<p>Der aktuelle TK-Gesundheitsreport zeigt zudem, dass Pendler seltener unter Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems wie etwa R\u00fcckenbeschwerden leiden. Sie sind wegen dieser Diagnosen im Durchschnitt 2,3 Tage lang krankgeschrieben \u2013 das sind neun Prozent weniger Fehltage als bei den Nichtpendlern.<\/p>\n<p>Die TK in Hessen pl\u00e4diert daf\u00fcr, dass sich die betriebliche Gesundheitsf\u00f6rderung verst\u00e4rkt den Anforderungen einer immer mobileren und flexibleren Arbeitswelt widmen sollte. Alexandra Sch\u00e4tzle: &#8220;Es geht darum, Strategien f\u00fcr ein ges\u00fcnderes Arbeiten zu entwickeln. Dazu geh\u00f6rt, moderne Kommunikation so zu nutzen, dass sie nicht nur belastet, sondern dadurch die Arbeit auch ges\u00fcnder wird.&#8221; Die Pr\u00e4ventionsexpertin nennt beispielsweise flexiblere Arbeitszeiten oder Home Office-Angebote. Zudem k\u00f6nnten mehr Telefon- und Videokonferenzen anstrengende Dienstreisen ersetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Frankfurt am Main. Nahezu die H\u00e4lfte (46 Prozent) der hessischen Berufst\u00e4tigen sind Berufspendler: Sie arbeiten au\u00dferhalb des Stadt- oder Landkreises, in dem sie wohnen. Doch trotz l\u00e4ngerer Anfahrt zum Arbeitsweg sind Pendler hart im Nehmen, so der aktuelle Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen. 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