{"id":10089,"date":"2008-06-25T00:07:29","date_gmt":"2008-06-24T22:07:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=10089"},"modified":"2008-06-24T23:29:40","modified_gmt":"2008-06-24T21:29:40","slug":"hospiz-st-elisabeth-zu-fulda-mit-jahresbericht-2007","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=10089","title":{"rendered":"Hospiz St. Elisabeth zu Fulda mit Jahresbericht 2007"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/phbb1030237.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-10091\" title=\"phbb1030237\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/phbb1030237-128x85.jpg\" alt=\"\" hspace=\"5\" width=\"128\" height=\"85\" align=\"left\" \/><\/a><strong>Fulda.<\/strong> Seit April 2007 ist das neue station\u00e4re Hospiz St. Elisabeth zu Fulda nun in Betrieb und hat bereits einen festen Platz im Gesundheits- und Sozialsystem von Stadt und Landkreis Fulda und dar\u00fcber hinaus in Osthessen eingenommen. Das station\u00e4re Hospiz kann nun auf ein erstes Rumpfgesch\u00e4ftsjahr 2007 zur\u00fcck blicken, in dem 66 Hospizg\u00e4ste in den letzten schweren Tagen vor dem Tod, die manchmal auch zu Wochen, selten zu Monaten werden, gepflegt und begleitet werden konnten.<!--more--><\/p>\n<p>Die bereits vollzogene Einbindung des Hospizes in die osthessische Region um das Oberzentrum Fulda wird bei der Betrachtung der Einzugsgebietsstatistik deutlich. Mit 27 G\u00e4sten aus der Stadt Fulda und 22 aus dem Landkreis Fulda kamen \u00fcber 74% der aufgenommen Schwerstkranken aus dem Kreis Fulda. Die 22 G\u00e4ste aus dem Landkreis Fulda kamen aus Gersfeld (4x), Ehrenberg (3x), aus Hosenfeld, K\u00fcnzell, Neuhof, Flieden und Petersberg (je 2x) und aus Bad Salzschlirf, Gro\u00dfenl\u00fcder, Eichenzell, H\u00fcnfeld und Ebersburg (je 1x).<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus kamen im vergangenen Jahr 3 G\u00e4ste aus Schlitz, 2 G\u00e4ste kamen aus Rotenburg an der Fulda, 2 G\u00e4ste aus Schl\u00fcchtern. Bei den \u00fcbrigen 10 Hospizg\u00e4sten handelt es sich um 8 Aufnahmen aus St\u00e4dten und Gemeinden aus Landkreisen, die direkt an den Landkreis Fulda angrenzen und 2 Aufnahmen, wegen privater Beziehungen nach Fulda, aus anderen Bundesl\u00e4ndern.<\/p>\n<p>38% der aufgenommenen Hospizg\u00e4ste kamen aus dem h\u00e4uslichen Bereich \u00fcber die Haus\u00e4rzte, davon 12% au\u00dferhalb der Stadt Fulda, und 62% wurden aus den Krankenh\u00e4usern zugewiesen. 86% der eingewiesenen G\u00e4ste hatten Tumordiagnosen, die anderen 14% befanden sich im Endstadium einer schweren Erkrankung gem\u00e4\u00df der Bundesrahmenvereinbarung. Fast alle Hospizg\u00e4ste waren multimorbid und hatten Mehrfachdiagnosen.<\/p>\n<p>Der j\u00fcngste Gast war 41 Jahre alt, der \u00e4lteste 98 Jahre, wobei das durchschnittliche Alter der Hospizg\u00e4ste 73 Jahre betrug. Mit 48% wurden fast ebenso viele Frauen wie M\u00e4nner in das station\u00e4re Hospiz aufgenommen. Die durchschnittliche Verweildauer der Hospizg\u00e4ste lag bei 18 Tagen und damit deutlich unter dem Durchschnitt der hessischen Hospize. Die Zusammenarbeit mit allen Partnern im Hospiz- und Palliativnetz sei gut, versichert Hospizleitung Dr. Jutta M\u00fcller, und man hoffe, diese weiter ausbauen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dass die deutsche Hospizbewegung mittlerweile auch internationale Beachtung findet, wurde im vergangenen Jahr durch mehrere Besuche ausl\u00e4ndischer Besuchergruppen im Hospiz St. Elisabeth deutlich. So informierten sich in 2007 koreanische und japanische Gesundheitsexperten direkt vor Ort \u00fcber das Hospiz St. Elisabeth und \u00fcber die Einbindung des Fuldaer Hospizes in die hiesige Versorgungsstruktur. Ein H\u00f6hepunkt im Hospizalltag sei auch der Festtag am 19. November zum 800. Geburtstag der hl. Elisabeth von Th\u00fcringen, der Namenspatronin des Fuldaer Hospizes, gewesen, der mit einem Gedenkgottesdienst f\u00fcr die verstorbenen Hospizg\u00e4ste in der Kapelle des Herz-Jesu-Krankenhauses seinen Ausklang fand.<\/p>\n<p>Trotz aller Anstrengungen sei das Hospiz St. Elisabeth zu Fulda noch immer nicht so ganz aus der schwierigen finanziellen Anlaufphase heraus, berichtet Harald Hochgreef, Kaufm\u00e4nnischer Leiter des Mutterhauses Fulda, und mit Jutta M\u00fcller f\u00fcr die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung des Hospizes zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>&#8220;Ein station\u00e4res Hospiz muss wegen gesetzlicher Vorgaben mit 80% Belegung kalkulieren\u201c, erl\u00e4utert Hochgreef weiter, &#8220;und da wir diese weder in 2007 noch bisher nicht erreicht haben, ben\u00f6tigen wir zur finanziellen Sicherung des Hospizes, neben dem j\u00e4hrlich notwendigen Spendenaufkommen von etwa 60.000 Euro , weitere zus\u00e4tzliche Finanzmittel.&#8221; Man sei auf die Unterst\u00fctzung aus der Region auf Dauer angewiesen, so Hochgreef. Dabei kooperiere man auch intensiv mit dem ambulanten DA-SEIN-Hospizdienst der Malteser, dem Palliativnetz Osthessen (PNO) und allen niedergelassenen \u00c4rzten sowie den Krankenh\u00e4usern der Region.<\/p>\n<p>Dennoch sind sich Jutta M\u00fcller und Harald Hochgreef sicher, dass das Hospiz St. Elisabeth zu Fulda enorm wichtig f\u00fcr die soziale Temperatur unserer Region ist. \u201eJe mehr wir \u00fcber die M\u00f6glichkeiten der Hospizbetreuung und der Palliativmedizin sprechen\u201c, sind sich die beiden Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer sicher, \u201eum so weniger wird das Thema aktive Sterbehilfe in unserer Gesellschaft eine Rolle spielen.&#8221;<\/p>\n<p>Tr\u00e4ger des Hospizes St. Elisabeth ist die Hospiz St. Elisabeth zu Fulda gGmbH mit den Gesellschaftern<br \/>\nHaus der barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Fulda -Kd\u00f6R-, Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda gGmbH, Caritasverband f\u00fcr die Di\u00f6zese Fulda e. V., Caritasverband f\u00fcr Stadt und Landkreis Fulda e. V.<br \/>\nMalteser Hilfsdienst e. V.<\/p>\n<p>Spendenkonto:<br \/>\nSparkasse Fulda (BLZ 530 501 80)<br \/>\nKonto-Nr. 44 22.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Seit April 2007 ist das neue station\u00e4re Hospiz St. Elisabeth zu Fulda nun in Betrieb und hat bereits einen festen Platz im Gesundheits- und Sozialsystem von Stadt und Landkreis Fulda und dar\u00fcber hinaus in Osthessen eingenommen. 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