{"id":100856,"date":"2012-08-13T00:10:19","date_gmt":"2012-08-13T00:10:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=100856"},"modified":"2012-08-13T06:40:46","modified_gmt":"2012-08-13T06:40:46","slug":"kkv-jeder-hat-das-recht-auf-unerreichbarkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=100856","title":{"rendered":"KKV: \u201eJeder hat das Recht auf Unerreichbarkeit!\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/23-Plakat-Unerreichbarkeit.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-100857\" title=\"23-Plakat-Unerreichbarkeit\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/23-Plakat-Unerreichbarkeit-265x171.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"171\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/23-Plakat-Unerreichbarkeit-265x171.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/23-Plakat-Unerreichbarkeit.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Bonn. Ferienzeit ist Urlaubszeit &#8211; und f\u00fcr viele geht\u00e2\u20ac\u2122s mit Auto, Zug oder Flug weit weg. &#8220;Nicht aber mental&#8221;, mahnt der KKV &#8211; Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung und fordert eine &#8220;Kultur der Unerreichbarkeit&#8221; als Teil einer neuen Arbeitsphilosophie. Moderne Medien machten jeden fast \u00fcberall erreichbar \u2013 auch beruflich. &#8220;Das verhindert das dringend n\u00f6tige Abschalten und f\u00f6rdert burn-out der Mitarbeiter.&#8221; Arbeitgeber und F\u00fchrungskr\u00e4fte st\u00fcnden deshalb in der Pflicht: &#8220;Jeder hat das Recht auf Unerreichbarkeit. Das muss man akzeptieren&#8221;, so der geb\u00fcrtige Fuldaer KKV-Bundesvorsitzende Bernd-M. Wehner. Nur so k\u00f6nnten die Mitarbeiter in Urlaub wirklich abschalten, Zeit f\u00fcr sich und die Familie finden &#8211; &#8220;und nach wenigen Wochen offline wieder richtig gut durchstarten. Das ist auch ein Gebot der Menschlichkeit und im Sinn der Arbeitgeber: Nur erholte Mitarbeiter sind auf Dauer leistungsf\u00e4hig. Weil aber Arbeit nie aufh\u00f6rt, muss der Mensch immer wieder mit der Arbeit aufh\u00f6ren \u2013 zumindest im Urlaub und am Sonntag.&#8221;<!--more--><br \/>\nViel zu oft, so Wehner weiter, seien die Mitarbeiter via Smartphone rund um die Uhr f\u00fcr ihren Arbeitgeber erreichbar &#8211; auch nachts, am Wochenende und im Urlaub. Noch ist fast jeder dritte Arbeitnehmer (29 %) laut Bitkom-Studie \u201ejederzeit\u201c f\u00fcr den Job telefonisch oder per E-Mail erreichbar. Jeder f\u00fcnfte Besch\u00e4ftigte bearbeitet laut einer Studie des Bundesverbandes der Krankenkassen in der letzten halben Stunde vor dem Schlafengehen noch berufliche E-Mails. &#8220;All das hat zur Folge, dass die Lebenswelten verschwimmen, die work-life-balance aus dem Lot ger\u00e4t und die psychischen Erkrankungen steigen.&#8221; Nicht umsonst seien Stress und Burnout europaweit inzwischen die gr\u00f6\u00dften Probleme im Bereich Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. &#8220;Jeder vierte Arbeitnehmer ist laut Europ\u00e4ischer Kommission betroffen \u2013 Tendenz steigend. Zwischen 50 und 60 Prozent aller verlorenen Arbeitstage sind auf Stress zur\u00fcck zu f\u00fchren. Der wirtschaftliche Schaden dadurch liegt bei gesch\u00e4tzten 20 Milliarden Euro j\u00e4hrlich \u2013 vor allem im mitarbeiterintensiven Mittelstand&#8221;, so der KKV-Vorsitzende.<\/p>\n<p>Der KKV als einer der vier gro\u00dfen katholischen Sozialverb\u00e4nde pl\u00e4diert deshalb f\u00fcr eine neue &#8220;Kultur der Unerreichbarkeit&#8221; in Unternehmen. Der Verband stellt sich damit hinter Arbeitsministerin Dr. Ursula von der Leyen, die bereits im Fr\u00fchjahr dieses Jahres mehr Bewusstsein f\u00fcr dieses Problem bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern eingefordert hatte. Von zentraler Bedeutung, so Wehner, seien &#8220;klare und ausgesprochene Vereinbarungen. Hier st\u00fcnden gerade Unternehmen und F\u00fchrungskr\u00e4fte in der Pflicht. Spricht man nicht dar\u00fcber, bleibt stillschweigend die Erwartung einer immerw\u00e4hrenden Erreichbarkeit, die schnell zur Norm wird und belastet.&#8221; Gerade junge Menschen der mittleren F\u00fchrungsebene und Mitarbeiter in der Familienphase seien davon au\u00dferordentlich betroffen.<\/p>\n<p>&#8220;Wir w\u00fcnschen deshalb jedem den Mut, in seinem Urlaub wirklich offline zu gehen &#8211; und dazu einen Vorgesetzten, der das versteht&#8221;, so Wehner. \u201eEs gibt ein Leben jenseits des Jobs!\u201c Im KKV diskutiert man das Thema auch im Rahmen der bundesweit angesto\u00dfenen Kampagne www.neue-arbeitskultur.de. Mit einem eigenen Plakatmotiv will der Verband in den kommenden Wochen via facebook f\u00fcr die &#8220;Kultur der Unerreichbarkeit&#8221; werben.<\/p>\n<p>Der Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. ist ein katholischer Sozialverband mit rund 90 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland. Informationen zum KKV erhalten Sie im Internet unter www.kkv-bund.de, oder unter 0201 87923-0.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Bonn. Ferienzeit ist Urlaubszeit &#8211; und f\u00fcr viele geht\u00e2\u20ac\u2122s mit Auto, Zug oder Flug weit weg. &#8220;Nicht aber mental&#8221;, mahnt der KKV &#8211; Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung und fordert eine &#8220;Kultur der Unerreichbarkeit&#8221; als Teil einer neuen Arbeitsphilosophie. 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