{"id":10085,"date":"2008-06-25T11:41:40","date_gmt":"2008-06-25T09:41:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=10085"},"modified":"2008-06-24T23:44:59","modified_gmt":"2008-06-24T21:44:59","slug":"medizin-im-afrikanischen-busch-verein-unterstuetzt-hospital-in-tansania","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=10085","title":{"rendered":"Medizin im afrikanischen Busch \u2013 Verein unterst\u00fctzt Hospital in Tansania"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/080623_urafiki.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-10103\" title=\"080623_urafiki\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/080623_urafiki-128x85.jpg\" alt=\"\" hspace=\"5\" width=\"128\" height=\"85\" align=\"left\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/080623_urafiki-128x86.jpg 128w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/080623_urafiki.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 128px) 100vw, 128px\" \/><\/a><strong>Fulda.<\/strong> Das deutsche Gesundheitssystem ist seit langem in der Kritik. Von Unter-, \u00dcber- oder Fehlversorgung ist die Rede. Doch w\u00e4hrend der Deutsche nicht weniger will als die Maximalversorgung, wird in Afrika mit ganz einfachen Mitteln \u201eMedizin gemacht\u201c \u2013 ohne Hightech, westliche Standards und oft sogar ohne ausgebildete \u00c4rzte.<!--more--><\/p>\n<p>Tief im Busch von Tansania (Ostafrika) liegt das Turiani Hospital, ein 180-Betten-Haus mit vier Stationen f\u00fcr M\u00e4nner, Frauen, Kinder und W\u00f6chnerinnen. Klingt eigentlich ganz passabel, doch andere Erkrankungen als Malaria, Lungenentz\u00fcndung, Verbrennungen, Unterern\u00e4hrung oder leichte Knochenbr\u00fcche k\u00f6nnen dort nicht behandelt werden. Es fehlt an medizinischen Ger\u00e4ten und Fachkompetenz.<\/p>\n<p>Die Verantwortung f\u00fcr Diagnose und Therapie liegt bei den Krankenschwestern und den wenigen \u00c4rzte, deren Ausbildung noch nicht einmal vollst\u00e4ndig anerkannt ist. Was f\u00fcr Deutsche fast unvorstellbar ist, scheint f\u00fcr Buschverh\u00e4ltnisse v\u00f6llig normal zu sein.<\/p>\n<p>\u201eDas System funktioniert ganz gut\u201c, wei\u00df Monika Reinhardt aus Dipperz. Die Hebamme hat selbst ein Jahr als Missionarin auf Zeit im Turiani Hospital gearbeitet. Sie hat dort die Frauen bei der Entbindung begleitet und den afrikanischen Medizinalltag hautnah miterlebt.<\/p>\n<p>\u201eKaiserschnitte\u201c, erz\u00e4hlt die 30-J\u00e4hrige, \u201ewerden von den Hilfs\u00e4rzten durchgef\u00fchrt. Da es keine An\u00e4sthesisten gibt, machen Krankenschwestern mit entsprechender Zusatzausbildung die Narkose.\u201c Andere Operationen w\u00fcrden auf die lange Bank geschoben \u2013 so lange bis Fach\u00e4rzte von Hilfsorganisationen eingeflogen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dass sich die Verh\u00e4ltnisse im Turiani Hospital verbessern sollen, hat sich Monika Reinhardt zum Ende ihrer Missionszeit vorgenommen. Inzwischen hat sie gemeinsam mit drei \u00c4rztinnen, zwei Hebammen und einer Krankenschwester den Verein Urafiki e.V. gegr\u00fcndet, der mit seiner Arbeit das Krankenhaus unterst\u00fctzen will.<\/p>\n<p>\u201eWir wollen selbst regelm\u00e4\u00dfig nach Tansania fliegen, um im Hospital mitzuarbeiten und weitere \u00c4rzte motivieren, dort die am dringendsten ben\u00f6tigten Operationen durchzuf\u00fchren\u201c, erkl\u00e4rt Reinhardt. Vorrangig sei jedoch die Anschaffung eines Generators, der die Stromversorgung des Hospitals zuverl\u00e4ssig sicherstellt und die Benutzung der wenigen medizinischen Ger\u00e4te erm\u00f6glicht. Daf\u00fcr sammeln die Vereinsmitglieder Spenden und r\u00fchren kr\u00e4ftig die Werbetrommel f\u00fcr ihren Verein.<\/p>\n<p>Am vergangenen Samstag fand die erste Informationsveranstaltung in der Helios Klinik in H\u00fcnfeld statt. Rund 50 Interessierte waren gekommen, um mehr \u00fcber das Hospital und die Arbeit des Vereins zu erfahren. Einige Besucher entschieden sich spontan f\u00fcr die Mitgliedschaft und sicherten dauerhafte finanzielle Unterst\u00fctzung zu.<\/p>\n<p>\u201eWir freuen und sehr \u00fcber die positive Resonanz und w\u00fcnschen uns, dass im Laufe der Zeit viele deutsch-afrikanische Freundschaften entstehen\u201c, so die Vereinsgr\u00fcnderinnen. Da d\u00fcrfte der Name wirklich Programm sein &#8211; Urafiki ist n\u00e4mlich das kisuaheli-Wort f\u00fcr Freundschaft. (Dorit Heydenreich)<\/p>\n<p><strong>Zum Foto<\/strong> stehend v.l.n.r.: Sabine Sch\u00e4fer, Anke Gau\u00dfmann, sitzend v.l.n.r.: Monika Brunner, Rita Keidel, Monika Reinhardt, Tanja Maierhof Es fehlt das siebte Gr\u00fcndungsmitglied Alexandra Nahrgang- G\u00fcnd\u00fcz<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Das deutsche Gesundheitssystem ist seit langem in der Kritik. Von Unter-, \u00dcber- oder Fehlversorgung ist die Rede. 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