{"id":100678,"date":"2012-08-05T00:11:37","date_gmt":"2012-08-05T00:11:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=100678"},"modified":"2012-08-05T09:23:01","modified_gmt":"2012-08-05T09:23:01","slug":"neues-kindergartenjahr-startet-qualifizierte-schulvorbereitung-hat-premiere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=100678","title":{"rendered":"Neues Kindergartenjahr startet &#8211; Qualifizierte Schulvorbereitung hat Premiere"},"content":{"rendered":"<p>Wiesbaden. Das neue Kindergartenjahr, das in diesen Tagen startet, wartet mit einer Premiere auf: Hessenweit beginnt in 55 Einrichtungen an 30 Standorten die Qualifizierte Schulvorbereitung (QSV), ein Modellprojekt, das in Kooperation des Hessischen Sozialministeriums und des Hessischen Kultusministeriums entwickelt wurde. \u201eZiel des Projektes ist es, allen Kindern einen erfolgreichen \u00dcbergang in die Grundschule zu erm\u00f6glichen\u201c, erkl\u00e4ren Petra M\u00fcller-Klepper, Staatssekret\u00e4rin im Hessischen Sozialministerium, in Wiesbaden. <!--more--><\/p>\n<p>Damit dies gelingt, arbeiten nun an den Modellstandorten Kinderg\u00e4rten und Grundschulen bereits zwei Jahre vor der Einschulung intensiv zusammen. \u201eDurch die damit m\u00f6glich werdenden F\u00f6rderangebote, die auf den individuellen Bedarf des einzelnen Kindes abgestimmt sind und wof\u00fcr unter anderem auch zus\u00e4tzliche Lehrerstunden zur Verf\u00fcgung gestellt werden, leistet die QSV einen wichtigen Beitrag f\u00fcr mehr Chancengleichheit\u201c, betonte Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz, Staatssekret\u00e4r im Hessischen Kultusministerium. Eine zentrale Rolle spielt dabei auch die Zusammenarbeit mit den Eltern. Petra M\u00fcller-Klepper: \u201eErst wenn alle an der Bildung des Kindes beteiligten von Anfang an als Bildungspartner zusammenarbeiten, k\u00f6nnen Kinder ihre Potenziale wirklich entfalten.\u201c Von den Ergebnissen und Erkenntnissen der QSV, die bis 2014 l\u00e4uft, sollen anschlie\u00dfend alle hessischen Einrichtungen in Bezug auf die Gestaltung des \u00dcbergangs zwischen Kindergarten und Grundschule profitieren.<\/p>\n<p>Staatssekret\u00e4rin M\u00fcller-Klepper erkl\u00e4rte zudem, dass das neue Kindergartenjahr in Hessen positiv starte. \u201eF\u00fcr jedes hessische Kind, das drei Jahre oder \u00e4lter ist, steht ein Kindergartenplatz zur Verf\u00fcgung. Hessenweit liegt der Versorgungsgrad f\u00fcr Kindergartenpl\u00e4tze bei \u00fcber 100 Prozent.\u201c Die Zahl der Kindertageseinrichtungen in Hessen sei von 3.977 (2010) auf rund 4050 gestiegen. Die Tr\u00e4ger halten rund 192.000 Kindergartenpl\u00e4tze f\u00fcr Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt vor. Hinzu kommen rund 30.000 Pl\u00e4tze zur Schulkinderbetreuung. Zudem stehe f\u00fcr 30,5 Prozent (Stand August 2012) der Kinder unter drei Jahren ein Betreuungsplatz zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><strong>Trend zur Ganztagsbetreuung \u2013 vorbildliche Inklusion<\/strong><br \/>\n\u201eIm Kindergartenbereich gewinnt die Ganztagsbetreuung zunehmend an Bedeutung. Die Einrichtungen leisten einen grundlegenden Beitrag, damit Eltern Familie und Beruf vereinbaren k\u00f6nnen\u201c, so M\u00fcller-Klepper. Mittlerweile bleiben immer mehr Kinder bis in den Nachmittag in der Kita: \u00dcber 40 Prozent aller Kinder nehmen die Betreuung in Kindertageseinrichtungen f\u00fcr mehr als sieben Stunden t\u00e4glich in Anspruch. Au\u00dferdem erf\u00fcllen Kindertageseinrichtungen eine wichtige Funktion bei der Integration von Kindern mit Behinderungen. Derzeit besuchen in Hessen rund 4.900 eine Kindertageseinrichtung. \u201eDie gemeinsame Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung im Kindergarten ist von der Ausnahme zum Regelfall geworden. Hessen hat hier bundesweit eine Vorreiterrolle \u00fcbernommen und setzt das Ziel der Inklusion vorbildlich um\u201c, unterstrich die Staatssekret\u00e4rin.<\/p>\n<p><strong>Schwerpunkt U3-Ausbau<\/strong><br \/>\nNachdem im Kindergartenbereich dank der intensiven Anstrengungen der Kommunen, freien Tr\u00e4ger und Kirchen mittlerweile eine Vollversorgung erreicht ist, sieht Petra M\u00fcller-Klepper den Schwerpunkt weiterhin vor allem im Ausbau der Betreuungsangebote f\u00fcr Kinder unter drei Jahren. Um diesen weiter zu beschleunigen und dem Rechtsanspruch, der ab 1. August 2013 gelten wird, gerecht zu werden, nehme man noch einmal Geld in die Hand und werde das geplante Landesinvestitionsprogramm auf rund 100 Millionen Euro ausbauen. Das bereits 30,6 Millionen Euro schwere Landesinvestitionsprogramm werde durch zus\u00e4tzliche rund 25 Millionen Euro aus Landesmitteln auf rund 55 Millionen Euro aufgestockt. Zus\u00e4tzlich werden rund 45 Millionen Euro in das Programm flie\u00dfen, die vom Bund erwartet werden. Diese Mittel wurden Hessen im Zuge der Verhandlungen, die um den Fiskalpakt gef\u00fchrt wurden, in Aussicht gestellt. Sie seien ein Resultat der Verhandlungen zwischen dem Bund und den L\u00e4ndern \u00fcber die Zustimmung zum Fiskalpakt. \u201eDas Land tr\u00e4gt damit den L\u00f6wenanteil an dem Landesinvestitionsprogramm\u201c, betonte M\u00fcller-Klepper. \u201eDie Mittel des Bundes leiten wir in dieses Programm, da so eine schnelle und unkomplizierte Verwendung der Gelder m\u00f6glich wird.\u201c<\/p>\n<p>Hessen sei au\u00dferdem bei der Umsetzung des Bundesinvestitionsprogramms \u201eKinderbetreuungsfinanzierung 2008-2013\u201c sehr erfolgreich. F\u00fcr Hessen stehen aus dem Programm im Zeitraum 2008 bis 2013 insgesamt 165,2 Millionen Euro an Mitteln zur investiven F\u00f6rderung des U3-Ausbaus zur Verf\u00fcgung. Schon jetzt sind Gelder in H\u00f6he von rund 161 Millionen Euro durch Bewilligungen gebunden, das entspricht einer Bewilligungsquote von \u00fcber 97 Prozent des Gesamtvolumens.<\/p>\n<p>Das Land Hessen f\u00f6rdert zudem den Ausbau der U3-Pl\u00e4tze bereits seit 2007 mit dem BAMBINI-Programm. \u201eDank des gro\u00dfen Engagements der Kommunen und der massiven finanziellen Unterst\u00fctzung ist inzwischen ein Versorgungsgrad von 30,5 Prozent bei der U3-Betreuung erreicht. Zu Beginn des Kindergartenjahres 2011 waren es noch 26,9 Prozent. Das BAMBINI-F\u00f6rderprogramm hat ma\u00dfgeblich zu dieser erfolgreichen Entwicklung in Hessen beigetragen.\u201c Die j\u00e4hrlich zur Verf\u00fcgung gestellten Haushaltsmittel von 45 Millionen Euro im Jahre 2007 wurden auf inzwischen 111,4 Millionen Euro im Jahr\u00c2\u00a0 2012 erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Zudem erhalten Tr\u00e4ger, die in den Jahren 2011 und 2012 neue U3-Pl\u00e4tze in Kindertageseinrichtungen schaffen, einen U3-Neuplatzbonus. Jeder im Zeitraum September 2010 bis August 2011 neu geschaffene U3-Platz wurde in 2011 zus\u00e4tzlich mit 1.500 Euro gef\u00f6rdert und erh\u00e4lt in 2012 noch einmal 800 Euro. F\u00fcr Pl\u00e4tze, die von September 2011 bis August 2012 entstehen, gibt es eine einmalige F\u00f6rderung von 800 Euro. Um die Dynamik des U3-Ausbaus weiter voran zu bringen und aufrecht zu erhalten, soll der U3-Neuplatzbonus auch f\u00fcr die Pl\u00e4tze in Kindertageseinrichtungen gew\u00e4hrt werden, die im Jahr 2013 neu geschaffen werden. Jeder im Jahr 2013 geschaffene U3-Platz in Kindertageseinrichtungen soll einmalig mit 800 Euro gef\u00f6rdert werden. \u201eHessen ist damit auf einem guten Weg, der wachsenden Nachfrage nach Betreuungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Altersgruppe der unter Dreij\u00e4hrigen gerecht zu werden\u201c, so die Staatssekret\u00e4rin abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wiesbaden. 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