{"id":100447,"date":"2012-07-24T00:10:14","date_gmt":"2012-07-24T00:10:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=100447"},"modified":"2012-07-24T07:06:05","modified_gmt":"2012-07-24T07:06:05","slug":"osthessische-reservisten-gedachten-im-hunfelder-bonifatiuskloster-der-widerstandskampfer-vom-20-juli-1944","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=100447","title":{"rendered":"Osthessische Reservisten gedachten im H\u00fcnfelder Bonifatiuskloster der Widerstandsk\u00e4mpfer vom 20. Juli 1944"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Gruppenbild1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-100448\" title=\"Gruppenbild\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Gruppenbild1-265x149.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"149\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Gruppenbild1-265x149.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Gruppenbild1.jpg 557w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>H\u00fcnfeld. Auf den Tag genau 68 Jahre nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler, gedachten die Soldaten der Reserve in Osthessen gemeinsam mit MdB Michael Brand, Brigadegeneral Christopf Munzlinger und zahlreichen Vertretern des \u00f6ffentlichen Lebens der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Im H\u00fcnfelder Bonifatiuskloster begann die gut besuchte Feierstunde mit einem gemeinsamen Gottesdienst. Danach folgte die feierliche Totenehrung am Grab von Friedrich Lorenz, einem 1944 wegen seines Widerstands gegen das NS-Regime hingerichteten Oblatenpaters.<!--more-->Den Festvortrag bestritt Brigadegeneral Munzlinger als Beauftragter des Verteidigungsministers f\u00fcr einsatzgesch\u00e4digte Soldaten. Sein Vortrag zum Thema Bundeswehr im Einsatz fesselte alle G\u00e4ste, denn im Mittelpunkt stand die Frage, wie Bundeswehr und Gesellschaft mit kriegsversehrten Soldaten umgehen. Der Gesetzgeber hat l\u00e4ngst auf die anfangs unertr\u00e4glichen Missst\u00e4nde reagiert, und die Versorgung ist mittlerweile auch im internationalen Vergleich in Deutschland hervorragend.<\/p>\n<p>Probleme gibt es dennoch: Traumatisierte Soldaten sto\u00dfen nach ihrer R\u00fcckkehr aus dem Einsatz in Familie, Beruf und bei der zivilen medizinischen Versorgung oft auf Unverst\u00e4ndnis und Vorurteile. Schwierigkeiten bereitet nach wie vor die Diagnostik des Posttraumatischen Belastungssyndroms (PTBS) und oft genug wollen oder k\u00f6nnen Betroffene vorhandene Hilfsangebote zun\u00e4chst nicht nutzen. Die Bundeswehr steuert hier mit einem Netzwerk professioneller und ehrenamtlicher Helfer &#8211; auch aus dem Reservistenverband &#8211; wirkungsvoll entgegen. F\u00fcnf Bundeswehrkrankenh\u00e4user nehmen auch noch Jahre nach Einsatzende f\u00fcr ehemalige Bundeswehrangeh\u00f6rige die Diagnostik zu PTBS vor, niemand wird heimgeschickt. Ist die Diagnose gestellt, wird kein Soldat alleine gelassen \u2013 bereits Entlassene k\u00f6nnen auch nach Jahren noch wieder in Dienst gestellt werden, wenn sie das w\u00fcnschen.<\/p>\n<p>Michael Brand und Stadtrat Theo Fl\u00fcgel brachten ihre hohe Anerkennung f\u00fcr das ehrenamtliche Engagement des Reservistenverbandes zum Ausdruck und gegen Ende der Veranstaltung \u00fcberraschte Bernd Kern von der Reservistenkameradschaft Giesel die Anwesenden mit der Zusage, ein aktuelles PTBS-Projekt mit 2.000 Euro zu unterst\u00fctzen- und f\u00fcr das kommende Jahr stellte er noch einmal 5.000 Euro in Aussicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>H\u00fcnfeld. 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