{"id":100365,"date":"2012-07-19T00:12:54","date_gmt":"2012-07-19T00:12:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=100365"},"modified":"2012-07-19T07:57:51","modified_gmt":"2012-07-19T07:57:51","slug":"kaiserschnitt-rate-in-hessen-steigt-weiter-an-tk-stattet-hessische-hebammen-mit-informationsbroschure-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=100365","title":{"rendered":"Kaiserschnitt-Rate in Hessen steigt weiter an &#8211; TK stattet hessische Hebammen mit Informationsbrosch\u00fcre aus"},"content":{"rendered":"<p>Die Anzahl der Kaiserschnittentbindungen an hessischen Krankenh\u00e4usern steigt weiter an, meldet die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen. 2011 wurde demnach bei 17.441 von insgesamt 48.183 Schwangeren ein Kaiserschnitt vorgenommen. Das ist eine Quote von 36,2 Prozent. Zum Vergleich: 2010 lag die Quote bei 35,5 Prozent und im Jahr 2000 sogar nur bei 24 Prozent. Bundesweit liegt die derzeitige Kaiserschnittquote bei etwa 32 Prozent. Hessen liegt damit deutlich \u00fcber dem Bundesdurchschnitt.<!--more--><\/p>\n<p>Um diesem bedenklichen Trend entgegenzuwirken hat die TK in Hessen den Landesverband der Hessischen Hebammen e.V. nun mit 5.000 Exemplaren der Brosch\u00fcre &#8220;Kaiserschnitt: Ja! Nein! Vielleicht?&#8221; ausgestattet. Das 40-seitige Heft wird von den Hebammen an Schwangere weitergegeben und soll diese \u00fcber die Risiken des Eingriffs aufkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) r\u00e4t, einen Kaiserschnitt nur dann durchzuf\u00fchren, wenn die nat\u00fcrliche Geburt eine Gefahr f\u00fcr Mutter und Kind darstellen w\u00fcrde. Das ist laut WHO aber nur in 15 Prozent der Geburten tats\u00e4chlich der Fall. Die Gr\u00fcnde, warum sich Frauen trotzdem f\u00fcr einen Kaiserschnitt entscheiden &#8211; obwohl er medizinisch nicht notwendig w\u00e4re &#8211; sind unterschiedlich.<\/p>\n<p>Einige Frauen w\u00fcnschen sich beispielsweise, dass ihr Baby an einem ganz bestimmten Tag zur Welt kommt und wollen dies nicht dem Zufall \u00fcberlassen. Auswertungen der TK haben beispielsweise gezeigt, dass am 11. November 2011 (11.11.11) mehr als doppelt so viele Kaiserschnitte durchgef\u00fchrt wurden, wie an anderen Tagen.<\/p>\n<p>&#8220;Viele glauben auch, dass der Kaiserschnitt eine sanfte und sichere Alternative zur vaginalen Geburt ist&#8221;, erkl\u00e4rt Ulrike Krause, Gyn\u00e4kologin aus dem TK-\u00c4rztezentrum. Die Schwangeren sollten sich dagegen bewusst machen, dass es sich beim Kaiserschnitt um eine Operation handelt. &#8220;Sie f\u00fchrt zu Verwachsungen im Unterbauch und erh\u00f6ht das Risiko bei jeder weiteren Bauchoperation.&#8221; Eine weitere Geburt nach einem Kaiserschnitt werde zudem automatisch zu einer Risikogeburt. &#8220;Zu bedenken ist auch, dass nach zwei Kaiserschnitten keine vaginale Geburt mehr m\u00f6glich ist&#8221;, sagt Krause.<\/p>\n<p>Der Kaiserschnitt hat einen weiteren Nachteil: In der Regel m\u00fcssen die Frauen nach dem Eingriff rund sechs Tage im Krankenhaus bleiben. Bei einer nat\u00fcrlichen Geburt d\u00fcrfen sie schon nach etwa vier Tagen nach Hause und k\u00f6nnen damit schon zwei Tage fr\u00fcher das volle Muttergl\u00fcck genie\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Die Anzahl der Kaiserschnittentbindungen an hessischen Krankenh\u00e4usern steigt weiter an, meldet die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen. 2011 wurde demnach bei 17.441 von insgesamt 48.183 Schwangeren ein Kaiserschnitt vorgenommen. Das ist eine Quote von 36,2 Prozent. Zum Vergleich: 2010 lag die Quote bei 35,5 Prozent und im Jahr 2000 sogar nur bei 24 Prozent. 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