{"id":100327,"date":"2012-07-18T00:11:19","date_gmt":"2012-07-18T00:11:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=100327"},"modified":"2012-07-18T07:27:40","modified_gmt":"2012-07-18T07:27:40","slug":"algen-forschungsprojekt-in-neu-ulrichstein-team-von-wissenschaftlern-entwickelt-algen-messgerat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=100327","title":{"rendered":"Algen-Forschungsprojekt in Neu-Ulrichstein &#8211; Team von Wissenschaftlern entwickelt Algen-Messger\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120710_breuer.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-100328\" title=\"120710_breuer\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120710_breuer-265x225.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120710_breuer-265x225.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120710_breuer.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Neu-Ulrichstein (pm). Mit dem blo\u00dfen Auge fast unsichtbar, doch sind sie st\u00e4ndig in unserer Umgebung: Algen. Ein Forscherteam nimmt derzeit am Forschungszentrum Neu-Ulrichstein die Spurensuche der Kleinstlebewesen im k\u00fchlen Nass auf. Oft sind Algen nur als gr\u00fcner Farbton im Wasser erkennbar, doch steckt in den wenig erforschten Naturtalenten enormes Potential. F\u00fcr die Schadstoffbewertung, zur Wasseraufbereitung und selbst zur Bioenergieerzeugung werden Algen eingesetzt. So k\u00f6nnten die rasant wachsenden Algen zum Beispiel den Mais bei der Biomasseproduktion in den Schatten stellen.<!--more--><\/p>\n<p>Seit rund einem halben Jahr widmen sich die Landschafts\u00f6kologin Friederike Breuer (Foto) und der Umweltingenieur Dennis Fennel gemeinsam mit drei weiteren Forschern den kleinen Wasserorganismen. Ein Forschungskonsortium von f\u00fcnf Partnern entwickelt dazu in der Forschungsanlage bei Homberg ein spezielles Messger\u00e4t. \u201eInsgesamt geht es darum\u201c, so die diplomierte Landschafts\u00f6kologin Friederike Breuer, \u201edass wir ein Messsystem entwickeln, das es erm\u00f6glicht Algen direkt am Gew\u00e4sser messen zu k\u00f6nnen\u201c.<\/p>\n<p>Der Schwerpunkt der geb\u00fcrtigen Frankfurterin liegt dabei in der Erforschung des Verhaltens und der Anpassung von Algen an unterschiedliche Umweltbedingungen. \u201eBisher m\u00fcssen Algen sehr aufwendig unter dem Mikroskop bestimmt werden, es dauert Tage und Wochen bis eine Reihe von Proben ausgewertet ist\u201c, so die angehende Doktorandin. Mit dem in der Entwicklung befindlichen Ger\u00e4t k\u00f6nnten zuk\u00fcnftig Algen direkt gemessen werden, dadurch kann dann in Echtzeit beispielsweise der Einfluss von Schadstoffen im Wasser erfasst werden.<\/p>\n<p>\u201eAlgen sind f\u00fcr unser \u00d6kosystem sehr wichtig und werden von den Beh\u00f6rden \u00fcberwacht\u201c, erkl\u00e4rte sie weiter. Nach ihren Angaben spielen die vielf\u00e4ltigen Algenarten als sogenannte Prim\u00e4rproduzenten eine sehr wichtige Rolle im \u00d6kosystem. Sie k\u00f6nnen extrem schnell Biomasse bilden, die dann als N\u00e4hrungsgrundlage f\u00fcr alles weitere Leben n\u00f6tig ist. Direkt zum Einsatz kam das Know-how der Forscherin bereits an Vogelsberger Fl\u00fcssen und B\u00e4chen. Mit dem Prototyp des Ger\u00e4tes untersuchte sie die Situation der Algen in der n\u00e4heren Umgebung von Homberg (Ohm). \u201eDie Vielfalt der Algen in B\u00e4chen wie der Gleenbach, der Antrifft oder der Schwalm ist verbl\u00fcffend, da laut Literatur die Algen im Flie\u00dfgew\u00e4sser eine untergeordnete Rolle spielen sollen\u201c, so ihre Feststellung. In Zukunft wird sie diese Algen im Labor weiter z\u00fcchten, um hier die Messtechnik verbessern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Technische Seite bearbeitet der Ingenieur f\u00fcr Umwelttechnik Dennis Fennel. Er erhielt im Rahmen des Projektes ebenfalls eine Einstellung am Forschungszentrum. In Kooperation mit dem bayrischen Ger\u00e4tebauer Dr. Volkmar Gerhardt, akademischer Direktor a.D. der Universit\u00e4t Regensburg, entwickelt er nun die einzelnen Module des Messger\u00e4tes. \u201eMechanische Funktionen, Platinenanfertigung oder Mikroprozessorprogrammierung, der Bau des Ger\u00e4tes ist umfassend\u201c, erl\u00e4uterte er zum Umfang der Messapparatur.<\/p>\n<p><strong>Beteiligt an dem umfassenden Projekt im Forschungszentrum Neu Ulrichstein bei Homberg (Ohm) ist: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>die Johann Wolfgang Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt am Main,<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>das Hessische Landesamt f\u00fcr Umwelt und Geologie (HLUG) in Wiesbaden,<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>das optisch-feinmechanische Technologieunternehmen Helmut Hund GmbH aus Wetzlar,<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>das Institut f\u00fcr Gew\u00e4sserschutz Mesocosm GmbH in Neu-Ulrichstein Homberg (Ohm)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>und das Forschungszentrum Neu-Ulrichstein (FNU) selbst.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Neu-Ulrichstein (pm). 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