{"id":100277,"date":"2012-07-14T00:12:22","date_gmt":"2012-07-14T00:12:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=100277"},"modified":"2012-07-13T08:23:23","modified_gmt":"2012-07-13T08:23:23","slug":"kulturgut-sonntag-bewahren-osthessische-allianz-fur-den-freien-sonntag-gegrundet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=100277","title":{"rendered":"Kulturgut \u201eSonntag\u201c bewahren Osthessische Allianz f\u00fcr den freien Sonntag gegr\u00fcndet"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Vertreter-der-Tr\u00e4ger-mit-Gr\u00fcndungsurkunde.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-100278\" title=\"Vertreter der Tr\u00e4ger mit Gr\u00fcndungsurkunde\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Vertreter-der-Tr\u00e4ger-mit-Gr\u00fcndungsurkunde-265x177.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"177\" \/><\/a>Fulda. Zum Netzwerk \u201eAllianz f\u00fcr den Freien Sonntag \u2013 Osthessen\u201c schlossen sich die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), das Kolpingwerk, das Referat Wirtschaft, Arbeit und Soziales der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck, der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di im Fuldaer Felsenkeller zusammen. Ziel dieser 83. Regionalen Allianz in Deutschland ist der verst\u00e4rkte Schutz arbeitsfreier Sonn- und Feiertage.<!--more--><\/p>\n<p>In einer \u201eGr\u00fcndungsurkunde\u201c, die von Vertretern der f\u00fcnf Organisationen und Institutionen unterzeichnet wurde, werden effektivere Kontrollen bei bestehenden Ausnahmeregelungen sowie die Einschr\u00e4nkung von weiteren Ausnahmeregelungen des grundgesetzlich als \u201earbeitsfrei\u201c gesch\u00fctzten Sonntags gefordert. Hier richten sich die Tr\u00e4gergemeinschaften insbesondere gegen das Unterlaufen des Sonntagsschutzes durch die Hessische Bedarfsgewerbeverordnung.<br \/>\nGemeinsam m\u00f6chten die Akteure sich mit Aktionen und Veranstaltungen an die \u00d6ffentlichkeit richten, um die Bedeutung des arbeitsfreien Sonntags als Kulturgut in einer humanen Gesellschaft deutlich zu machen. \u201eUnser Ansinnen ist es, nicht nur auf politischer Ebene aktiv f\u00fcr den Sonntagsschutz einzutreten, sondern auch an das Bewusstsein der Menschen zu appellieren, die Bedeutung der arbeitsfreien Sonn- und Feiertage\u201c deutlicher wahrzunehmen\u201c so KAB Di\u00f6zesansekret\u00e4r Michael Schmitt, der die Auftaktveranstaltung moderierte.<\/p>\n<p>In einem Impulsreferat ging Pfarrer Martin Lerg, Mitglied der Arbeitsgruppe \u201eArbeitsfreier Sonntag\u201c im Di\u00f6zesanverband der KAB auf die biblische Bedeutung des Sonntags ein. Er spannte einem Bogen vom Alten- hin zum Neuen-Testament. So sei die Frage der Sonntagsruhe keine neue, sondern ziehe sich \u00fcber mehr als 2.000 Jahre durch das christliche Abendland. Die konsequente Haltung der Kirchen habe \u00fcber diesen Zeitraum immer das Wohl der Menschen im Focus gehabt. \u201eDie Erfahrung zeigt, wie gerade ein fester und verl\u00e4sslicher Rhythmus von Arbeit und Ruhe hilft, diese Ordnung in das eigene Leben zu bringen\u201c so Lerg.<\/p>\n<p>Erika Preu\u00df vom Fachbereich Handel der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Osthessen ging in ihrem Impuls auf die gegenw\u00e4rtige Situation der Besch\u00e4ftigten im Handel ein. Durch permanente Gesetzes\u00e4nderungen im Bereich der Ladenschlusszeiten w\u00fcrden gerade im Handel besch\u00e4ftigte Frauen und deren Familien zu Leidtragenden eines ausufernden \u201eKonsumismus\u201c: In der jahrelangen Debatte um diese Problematik habe man immer wieder das Argument des Erhalts und der Erweiterung von Arbeitspl\u00e4tzen im Handel gebraucht. Alle Zahlen zeigten nach Untersuchungen von ver.di jedoch heute, dass diese Erwartungen nicht eingetreten sind. \u201eDer Aufweichung der Sonntagskultur steht keinerlei gesellschaftlicher Nutzen gegen\u00fcber\u201c gibt sich Preu\u00df k\u00e4mpferisch und betonte, dass deshalb die Diskussion um den Sonntagsschutz intensiviert werden m\u00fcsse. Dabei richtete sie den Blick auch auf andere Wirtschaftsbereiche, die Profit \u00fcber das Wohl der Arbeitnehmer\/innen stellten.<\/p>\n<p>In einem Gru\u00dfwort ging der Vertreter der Bundesallianz, Hannes Kreller, KAB M\u00fcnchen auf das Engagement der Bundesallianz ein. \u201eWir liegen mit unserer Haltung f\u00fcr den freien Sonntag richtig\u201c betonte er und verwies darauf, dass der Gedanke des Sonntagsschutzes auch auf Europ\u00e4ischer Ebene Fu\u00df gefasst habe. Die Europ\u00e4sche Allianz f\u00fcr den freien Sonntag werde von weit mehr als 80 Organisationen aus den Bereichen der Zivilgesellschaft, der Kirchen und der Gewerkschaften, aus 14 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern getragen. Den Tr\u00e4gern der osthessischen Allianz dankte er f\u00fcr das Engagement und freute sich auf ein gemeinsames erfolgreiches Wirken.<\/p>\n<p>In weiteren Gru\u00dfworten sagten der Leiter des Seelsorgeamts im Bistum Fulda, Domkapitular Pr\u00e4lat Rudolf Hofmann und die Kreisgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen, Alja Epp-Naliwaiko ihre Unterst\u00fctzung zu. Auch Bundestagsabgeordneter Michael Brandt w\u00fcnschte der Allianz erfolgreiche Aktivit\u00e4ten im Streben nach dem Erhalt arbeitsfreier Sonn- und Feiertage.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. 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