{"id":100180,"date":"2012-07-10T00:11:27","date_gmt":"2012-07-10T00:11:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=100180"},"modified":"2012-07-09T14:29:24","modified_gmt":"2012-07-09T14:29:24","slug":"in-familiaren-krisensituationen-kindern-ein-zuhause-auf-zeit-geben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=100180","title":{"rendered":"In famili\u00e4ren Krisensituationen Kindern ein Zuhause auf Zeit geben"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/336-Edwin-Sch\u00fctze-2.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-100181\" title=\"336-Edwin Sch\u00fctze 2\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/336-Edwin-Sch\u00fctze-2-265x176.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"176\" \/><\/a>Fulda. 92 Kinder und Jugendliche haben die Jugend\u00e4mter des Landkreises und der Stadt Fulda im vergangenen Jahr in Obhut genommen. Der h\u00e4ufigste Grund f\u00fcr die Inobhutnahme: \u00dcberforderung der Eltern. Aber auch Vernachl\u00e4ssigung, akute Mangelsituationen, h\u00e4usliche Gewalt oder eskalierende famili\u00e4re Konflikte f\u00fchrten dazu, dass Jugend\u00e4mter und Gericht entscheiden mussten, die Kinder zu ihrem eigenen Wohl f\u00fcr einen gewissen Zeitraum au\u00dferhalb der eigenen Familie unterzubringen.<\/p>\n<p>Foto: Max Colin Heydenreich<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Die Unterbringung erfolgte entweder in Pflegefamilien oder in Einrichtungen der Jugendhilfe. \u201eWir kooperieren mit verschiedenen freien Tr\u00e4gern der Jugendhilfe, die Schutzstellen f\u00fcr \u00e4ltere Kinder vorhalten, und k\u00f6nnen auch auf Bereitschaftspflegestellen f\u00fcr Babys oder\u00c2\u00a0 Kleinkinder zur\u00fcckgreifen\u201c, berichtet Diplom-Sozialp\u00e4dagoge Edwin Sch\u00fctze, der seit 28 Jahren beim st\u00e4dtischen Jugendamt arbeitet und beim gemeinsamen Pflegekinderdienst der Jugend\u00e4mter von Landkreis Fulda und Stadt Fulda der Ansprechpartner f\u00fcr den Bereich Bereitschaftspflege ist.<\/p>\n<p>\u201eEines der Jugend\u00e4mter hat immer Rufbereitschaft, so dass wir in Krisensituationen Tag und Nacht reagieren und, falls notwendig, sofort eine Inobhutnahme in die Wege leiten k\u00f6nnen\u201c, betont der 54-J\u00e4hrige. Sowohl von den freien Tr\u00e4gern als auch von den Bereitschaftspflegestellen, die den Kindern ein Zuhause auf Zeit geben, wird Stabilit\u00e4t und Flexibilit\u00e4t gleicherma\u00dfen gefordert.<\/p>\n<p>Bei den Pflegestellen handelt es sich laut Edwin Sch\u00fctze um eine bunte Mischung von Einzelpersonen, Paaren und Familien, die zum Teil auch als Pflegeeltern t\u00e4tig sind. Doch im Gegensatz zur Dauerpflege ist die Bereitschaftspflege zeitlich begrenzt. \u201eEs kann sein, dass das Kind nur einen Tag untergebracht werden muss oder aber mehrere Wochen bleibt, bis sich die Situation entspannt hat und klar ist, wie es weitergehen soll\u201c, berichtet der Sozialp\u00e4dagoge, der die Inobhutnahmen gemeinsam mit einer Kollegin vom Sozialen Dienst organisiert und versucht, die Kinder in diesen Extremsituationen so gut wie m\u00f6glich zu begleiten. \u201eAlle Hilfen, die wir den Familien\u00c2\u00a0 anbieten, sind immer mit dem obersten Ziel verbunden, dass das Kind m\u00f6glichst in die Herkunftsfamilie zur\u00fcckkehren kann\u201c, betont Edwin Sch\u00fctze.<\/p>\n<p>Momentan gibt es im Landkreis und in der Stadt Fulda sieben Bereitschaftspflegestellen. \u201eWir haben gro\u00dfes Interesse daran, weitere Familien f\u00fcr diese verantwortungsvolle Aufgabe zu gewinnen\u201c, sagt Sch\u00fctze und erl\u00e4utert die Voraussetzungen f\u00fcr die T\u00e4tigkeit: \u201eWir erwarten eine stabile Pers\u00f6nlichkeit, die Bereitschaft zur Reflektion und Weiterbildung, ein einwandfreies erweitertes F\u00fchrungszeugnis, finanzielle Unabh\u00e4ngigkeit, gute h\u00e4usliche Bedingungen und &#8211; ganz wichtig &#8211; viel Platz im Herzen, um den Kindern etwas Gutes zu tun.\u201c Eine der schwierigsten Anforderungen sei es, eine positive, wertsch\u00e4tzende Beziehung zum Kind aufzubauen, sich aber jederzeit wieder vom ihm l\u00f6sen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Von Seiten der Jugend\u00e4mter d\u00fcrfen interessierte Einzelpersonen, Paare oder Familien eine entsprechende Schulung und Begleitung sowie eine kleine finanzielle Anerkennung der Leistung erwarten. Wer sich n\u00e4her \u00fcber die Bereitschaftspflege informieren m\u00f6chte (gerne auch \u00f6ffentliche Einrichtungen, Institutionen und Multiplikatoren), kann sich an Edwin Sch\u00fctze wenden. Er ist erreichbar unter der Telefonnummer (0661)102-3133 oder per E-Mail <a href=\"mailto:edwin.schuetze@fulda.de\">edwin.schuetze@fulda.de<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. 92 Kinder und Jugendliche haben die Jugend\u00e4mter des Landkreises und der Stadt Fulda im vergangenen Jahr in Obhut genommen. Der h\u00e4ufigste Grund f\u00fcr die Inobhutnahme: \u00dcberforderung der Eltern. 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