Fulda. Der Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA und im nachfolgenden Kampf gegen den Terrorismus gedachten am Sonntag der Deutsch-Amerikanische Freundschafts-, Kultur- und Sportverein (DAFKS) KONTAKT Fulda und die Reservistenkameradschaft Fulda-Südwesten. Am Ehrenmal an der Michaelskirche wurden ein Kranz und eine Blumenschale niedergelegt. Etwa zwei Dutzend Menschen nahmen an der kurzen Gedenkfeier teil, unter ihnen auch der heimische Bundestagswahlkreisabgeordnete Michael Brand (CDU). Es war die einzige offizielle Gedenkfeier zum „9/11-Jahrestag“ in der Region.
Brand betonte, dass die Ereignisse vor einem Jahrzehnt einschneidende Wirkung für jedermann gehabt hätten. „Jeder, der damals die Ereignisse im Fernsehen oder im Rundfunk verfolgte, weiß heute noch, wo er war und was er tat, als er diese unglaubliche Nachricht hörte oder sah“, sagte der Abgeordnete. Zugleich machte der CDU-Politiker deutlich, dass Terrorismus und Gewalt nicht hingenommen werden dürften. Vielmehr müsse man diesen entschlossen entgegentreten. Brand, der auch Mitglied des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages ist, erinnerte an den Stabsgefreiten Patrick Sauer aus dem Fuldaer Stadtteil Edelzell, der als in Afghanistan eingesetzter Bundeswehrsoldat im Kampf gegen den Terrorismus sein Leben verloren habe. Er dankte dem DAFKS KONTAKT Fulda und der Reservistenkameradschaft Fulda-Südwesten, dass sie zu dieser stillen Gedenkfeier eingeladen haben.
Auch wenn im Dreijahresrhythmus die regelmäßigen Gedenkfeiern zu 9/11 stattfinden – zuletzt im vergangenen Jahr –, wollte man den zehnten Jahrestag nicht unbeachtet lassen, sagte Winfried Jäger. Daher habe man sich gemeinsam mit mit der RK Fulda-Südwesten zu einer stillen Gedenkfeier an der Michaelskirche entschlossen. Der DAFKS-Präsident stellte heraus, dass damit eine tiefe Verbundenheit zu den USA und den Familien der Opfer der Terroranschläge ausgedrückt werden solle. „Wir stehen heute hier, um erneut unsere Solidarität und Unterstützung zu erklären“, sagte Jäger. Die feigen Taten vor zehn Jahren hätten weltweite Auswirkungen ausgelöst und waren gegen die freiheitliche Lebensweise aller Menschen im Westen gerichtet. So seien nicht nur Menschen zahlreicher Nationen Opfer der Anschläge geworden. Auch würden Soldatinnen und Soldaten vieler Nationen im Kampf gegen Terrorismus vereint stehen und dabei Opfer durch Tod und Verwundung bringen, so der Präsident.
Zum Gedenken an die im Kampf gegen den Terrorismus gefallenen Bundeswehrsoldaten legte die RK Fulda-Südwesten eine Blumenschale nieder. Vorsitzender Hauptmann d.R. Günter Wolf erinnerte damit nicht nur an die bislang 52 Toten – darunter 34 bei Anschlägen und Gefechten Gefallene – in Afghanistan. Ihm gehe es dabei auch um die „Kameraden, die an Leib und Seele verwundet aus ihren Einsatzen zurückkehren“. Wie die Hinterbliebenen der Gefallen bedürften diese Kameraden und deren Familien „neben Anerkennung und Versorgung durch den Dienstherrn auch unsere kameradschaftliche Solidarität und Hilfe“, so Wolf. (gw)