Eichenzell. Auch Schloss Fasanerie feiert am Sonntag, dem 11. September den „Tag des offenen Denkmals“. Der bundesweite Aktionstag steht in diesem Jahr unter der Überschrift „Romantik, Realismus, Revolution – das 19. Jahrhundert”. Zahlreiche spannende Aktionen, zahlreiche Sonderführungen zu vielfältigen Themen und ein buntes Unterhaltungsprogramm werden den Gästen aus nah und fern geboten. Ein romantischer Spaziergang durch den normalerweise geschlossenen Wildpark bietet sich an, ebenso wie ein Sektfrühstück auf dem Schneckenberg, bei dem sowohl Romantiker als auch Realisten von 10 bis 14 Uhr bei einem Glas Sekt kleine Häppchen genießen können, während die Kinder sich auf dem Inselweiher mit Floßfahrten vergnügen. Für schwindelfreie Gäste bieten Hubsteigerfahrten in luftige Höhen die beste Aussicht auf Hessens schönstes Barockschloss. Mit Kindern ab 5 Jahren startet das Schlossgespenst um 11.45 und 14.45 Uhr eine ungewöhnliche Erkundungsreise durch das Schlossgebäude, für ältere Kinder gibt es am Nachmittag Ponyreiten und Bogenschießen. Zur musikalischen Unterhaltung spielt nachmittags das Blasorchester der Freiherr-vom-Stein-Schule.
Einen Blick hinter die Kulissen des Barockschlosses können Interessierte am Vormittag werfen. Die Baustellenführung mit dem verantwortlichen Architekt Martin Burischek gewährt Einblick in die Maßnahmen zur Instandsetzung der Dachtragwerke des Schlosses. Über die aufwändige Sanierung der Fassaden und Innenraumschalen von Schloss Fasanerie informiert Museumsdirektor Dr. Markus Miller. Die Sonderführung durch die Prinz-Heinrich-Galerie verspricht Einblicke in Werke und Sammlung des Künstlers und Bruders von Landgraf Moritz, Enrico d´Assia. Ein akustisches Erlebnis für speziell an Uhren Interessierte und neue Blicke auf die Kunstsammlung des Museums bietet die Sonderführung „Ticken und Schlagen“ mit dem Kunsthistoriker Andreas Dobler.
Mit 50 Schwarz-Weiß-Fotografien des japanischen Fotokünstlers Ishimoto Yasuhiro in der Sonderausstellung „Die Kaiserliche Villa Kasutra“ und einigen ausgewählten japanischen Porzellanobjekten gewährt die Kuratorin Corina Worm nachmittags Einblicke in die Kultur japanischer Fürsten und in die Architektur eines japanischen Ensembles, dessen Schlichtheit und Harmonie im Einklang mit der Natur charakteristisch sind. Es gibt Grillwürstchen und Kreuzbergbier, Kuchen und Kaffee sowie frische Waffeln, und wer mehr mag kann sich im Schlossrestaurant kulinarisch verwöhnen lassen. Nähere Informationen zum Programm und zum Beginn der einzelnen Führungen sind zu finden unter www.schloss-fasanerie.de.