Das Kolpingwerk im Bistum Fulda ist vom 9. bis 13. Mai 2016 mit einer Pilotwoche in das Projekt „Werkwochen“ gestartet. „Das Projekt ist eine Initiative zur ersten Berufsorientierung von jungen Flüchtlingen in unsere Arbeitswelt“, so Steffen Kempa, Diözesangeschäftsführer.
Sechs unbegleitete minderjährige Ausländer, die von Kolping bereits in der eigenen Einrichtung betreut werden, starteten am ersten Tag mit einer Schulungseinheit unter dem Thema „Berufsausbildung in Deutschland – Wie funktioniert das eigentlich?“ In den nächsten drei Tagen lernten die jungen Männer, die zum überwiegenden Teil ursprünglich aus Afghanistan und Syrien stammen und nun eifrig Deutsch lernen, verschieden Firmen und Betriebe kennen.
„Es ist toll, den Jugendlichen diesen Einblick zu ermöglichen“, freut sich Mareike Weißmüller, Verantwortliche für die Werkwochen. „Ein herzliches Dankeschön an alle Betriebe, die diesen Einblick möglich machen konnten. Die Teilnehmer konnten viel Neues lernen“.
„Neben der deutschen Sprache ist eine qualifizierte Ausbildung Grundlage für eine erfolgreiche Integration,“ so Kempa, „Kolping macht es sich seit 150 Jahren zur Aufgabe, jungen Menschen Ausbildung zu ermöglichen und erkennt die Nöte der Zeit auch heute noch. Mit den Werkwochen leisten wir einen Beitrag um die Grundlage für eine gelungene Integration zu ermöglichen, nur wer die eigenen Stärken und Fähigkeiten kennt, wird später einmal nicht nur erfolgreich sondern auch glücklich mit seiner Arbeit werden und somit einen Beitrag für die ganze Gesellschaft leisten können.
Kolping ist weiterhin auf der Suche nach Betrieben die sich bereiterklären an den Werkwochen teilzunehmen, um so jungen Menschen einen Einblick in den eigenen Beruf zu geben. Hier ergibt sich nicht nur die Möglichkeit einen gesellschaftlichen Beitrag zur Flüchtlingshilfe zu leisten, sondern auch Nachwuchsfachkräfte für den eigenen Beruf zu interessieren.
Bildunterschrift: Mareike Weißmüller (Dritte v.l.) mit den Teilnehmern der Werkwochen