Die Arbeit bei der Stadt Fulda erfolgt nicht nur am Schreibtisch. Das machten die Dienstjubiläen und Verabschiedungen wieder einmal deutlich.
„Dieser Termin weckt bei den Beteiligten immer wieder viele Erinnerungen“, sagte Oberbürgermeister Gerhard Möller. „Der Blick geht dann zurück auf die Schulzeit, die Ausbildung und die Berufsfindung“, so der OB. Die Jubiläen und die Verabschiedungen in den Ruhestand seien Zeichen der langen Kontinuität der Arbeit bei der Stadt Fulda.
Personalratsvorsitzender Richard Thonius zitierte der Schriftsteller Paul Ernst: „Die heutigen Menschen glauben, dass man die Arbeit so einrichten müsse, dass sie möglichst viel Ertrag abwerfe. Das ist ein falscher Glaube; man muss die Arbeit so einrichten, dass sie die Menschen beglückt.“ Er sagte dazu: „Die Zufriedenheit an der Arbeit ist wichtig. Denn man nimmt diese nach Hause mit und geht mit Freude am Tag darauf zur Arbeit. Das trifft auch für Sie zu.“
25-jähriges Dienstjubiläum
Hauptbrandmeister Werner König entschied sich nach seiner Schulzeit zuerst für eine Ausbildung als Dachdecker in Eitorf. 1985 zog er nach Fulda und arbeitete zunächst weiter als Dachdecker in Künzell. Bereits während seiner Ausbildung trat er der freiwilligen Feuerwehr bei. In Fulda engagierte er sich in Fulda-Mitte und Istergiesel. 1990 entschied er sich für einen beruflichen Wechsel und wurde bei der Feuerwehr der Stadt Fulda angestellt. 2006 wurde er zum Hauptbrandmeister ernannt. „Die Arbeit bei der Feuerwehr ist ereignisreich, auch wenn es weitaus mehr anfällt als nur Einsätze“, sagte der Oberbürgermeister und fügte hinzu: „25 Jahre bei der Stadt sind ein besonderer Zeitabschnitt.“
40-jährigen Dienstjubiläen
Nach seiner Schulzeit absolviert Winfried Möller eine Ausbildung zum Elektroinstallateur, bevor er drei Jahre diesen Beruf ausübte. 1973 trat er der freiwilligen Feuerwehr Dietershan bei. Zwei Jahre später wechselte er zur Stadt Fulda, wo er bis heute in der Werkstatt des Brandschutzamtes arbeitet. „Sie haben ihre ehrenamtliche Tätigkeit mit ihrer hauptberuflichen Arbeit verbunden. In den 40 Jahren haben Sie viel miterlebt: Die Personalkonstellation hat sich verändert, ebenso wie das Equipment“, stellte der Oberbürgermeister fest.
Rainer Behre absolvierte von 1971 bis 1976 ein Studium in der Fachrichtung „Ingenieur für Landespflege“ mit der Vertiefungsrichtung „Freiraumplanung“. Anschließend begann er im Grünflachen-, Umwelt- und Friedhofsamt als Gartenbauingenieur zu arbeiten, wo er bis heute tätig ist. Seine Aufgabengebiete umfassen unter anderem den Entwurf und die Einrichtung von öffentlichen Grünflächen, die Betreuung der acht Fuldaer Kleingartenvereine sowie die Planung und Umsetzung von Projekten im Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. „Ihre Arbeit ist abwechslungsreich. Sie haben viele Ideen und Kreativität, vor allem, weil viele Sachen erst im Laufe des Planungsprozesses entstehen.“
Verabschiedungen
1979 begann Michael Halsch als Gärtner bei der Stadt Fulda. Zuvor hatte er eine Ausbildung als Gehilfe im Blumen- und Zierpflanzenbau absolviert. Er arbeitete in der Stadtteilkolonne und war unter anderem für die Unterhaltung der Grünflächen und der Spielplätze zuständig. 2001 wechselte er ins Lager des Betriebsamtes, wo er als Lagerverwalter bis zum Renteneintritt tätig war. „Ich danke Ihnen für Ihre engagierte Arbeit im Laufe der Jahre. Sie haben dafür gesorgt, dass die Mitarbeiter des Betriebsamtes immer mit Materialen versorgt wurden“, sagte Oberbürgermeister Möller.
Karl Baier absolvierte eine Ausbildung zum Gärtnergehilfen, anschließend arbeitete er als Gärtner beim Gartenbaubetrieb Otto Krug in Weyhers. 1974 besuchte er die Gartenbauschule und wurde Gärtnermeister im Bereich Zierpflanzenbau. Im Jahr 1986 wurde er als Kultivateur bei der Stadtgärtnerei angestellt, dessen Leitung er 2001 übernahm. „Es ist sicherlich eine Zäsur, sowohl persönlich, als auch für die Stadt Fulda. Sie haben sich immer Ihren Beruf voll gewidmet. Dank Ihrer engagierten Arbeit wird unserer Stadt für ihre Grünanlagen und Blumen gelobt, von Einwohnern, aber auch von Besuchern“, sagte Oberbürgermeister Möller und fügte hinzu: „Blumen spüren, dass die Pflege nicht nur Pflicht ist, sondern Liebe.“
Von 1966 bis 1968 absolvierte Ursula Walk eine Ausbildung zur Stenotypistin bei der Stadt Fulda. Im Laufe ihrer Karriere war sie für verschiedene Ämter tätig, unter anderem beim Personalamt, Schulamt und in der Wirtschafts- und Verkehrsförderung. 1977 wurde sie zur Beamtin ernannt. Im Jahr 2006 feierte sie ihr 40-jähriges Jubiläum bei der Stadt Fulda. Von 2010 bis zum Eintritt in den Ruhestand arbeitete sie im Grundstücks- und Vermessungsamt, wo sie für Ankauf, Verkauf und Tausch von Grundstücken sowie für die Verwaltung von Erbbaurechten zuständig war. „49 Jahre bei der Stadt Fulda ist eine lange Zeit. Viel hat sich im Laufe der Jahre verändert. Vielen Dank für Ihre engagierte Arbeit und Ihre Treue“, lobte Oberbürgermeister Möller.
Zum Bild: Bürgermeister Dag Wehner (von links), Oberbürgermeister Gerhard Möller, Werner König, Winfried Müller, Rainer Behre, Michael Halsch, Karl Baier, Richard Thonius, Stadtbaurat Daniel Schreiner und Lothar Helmer.