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Nico Rausch startete am vergangenen Wochenende erstmals mit der Quad-Elite

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Bad Hersfeld. Am vergangenen Wochenende wurde durch den Motorsportclub Bad Hersfeld e.V. im DMV der Finallauf der weithin beliebten Quadserie “CST Reifen ADAC / DMV Quad Challenge powered by Mefo Sport” auf der Grasbahn am Fuße des Johannesberges ausgetragen. Mit großem Engagement haben es die Hersfelder erneut geschafft, dem Quad-Rennsport eine entsprechende Plattform zu bieten – ein hochkarätiges Starterfeld war geboten. Sieben verschiedene Klassen wurden ausgefahren, am Ende ihre wohlverdienten Sieger gekürt.

Fotos (14): Denny Rausch, Text: Denny Rausch, Marco Hellwig

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Diese relativ junge Rennserie bestritt der Kerspenhäuser Nico Rausch (23) erstmalig und ging mit seiner seriennahen Yamaha Banshee an den Start der Rookie-Klasse. Eine Entscheidung, die erst wenige Wochen vor dem Rennen gefällt wurde, so Rausch. Die Vorbereitung am Renngerät wurden getroffen, die nötigen Helfer engagiert – dem Rennwochenende stand nichts mehr im Weg. Rausch startete in der Klasse 2: Rookies (Quads bis 350ccm Zweitakt / 700ccm Viertakt Einzylinder, zulassungsfähig).

In der Quadsportszene sind die Schwierigkeiten und Probleme mit dem Erlangen von Genehmigungen für Trainingseinheiten auf Quad-Rennstrecken allgemein bekannt. Rausch hatte eine solche Genehmigung nicht und somit auch keine Möglichkeit, unter realen Bedingungen zu trainieren. Einzige Erfahrungswerte war die Teilnahme als Helfer bei seinem Rennklassenkollegen und Freund Mario Opfer (XXX, Niederaula-Kerspenhausen), der seit dem vergangenen Jahr ebenfalls in der Rookie-Klasse startet. Wenn es den Teilnehmern im Fahrerlager nach geht, sollte es zukünftig mehr Trainingsmöglichkeiten zwischen den Wertungsläufen geben, nicht nur am Rennwochenende. Hier sind aber die Sportclubs und Veranstalter nach einer Lösung gefragt.

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Am Samstag konnten erste Erfahrungen auf der Bahn gesammelt werden. Drei Runden durfte jeder Teilnehmer in der Trainigsphase absolvieren. Wie oft man jedoch fuhr, war jedem Teilnehmer selbst überlassen. Nach diesen Läufen konnte Rausch auf wichtige Tipps vom weitbekannten Gespannurgestein Achim Köhler aus Mengshausen zurückgreifen, der scheinbar jeden Grashalm auf nationalem Geläuf persönlich kennt.

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Sonntagmorgen startete Rausch zu seinem ersten Rennlauf an diesem Wochenende und kam als vierter vor Mario Opfer ins Ziel. Die zweiten und dritten Läufe beendete er ebenfalls auf dem vierten Rang. Im vierten und damit letzten Lauf startete Nico Rausch souverän und ging als zweiter in die erste Kurve. Auf der Gegengeraden einen Platz verloren, ging es in die zweite Kurve, in der es Rausch beim zurückerobern des zweiten Platzes herausdrehte und sich zum Kurveninneren überschlug. Rote Flagge, Rennabbruch, Neustart! Leider ohne den Newcomer, da das Regelwerk einen wiederholten Start des Havaristen am Rennen verbietet. Es blieb also nur noch das herausrollen, welches die Zuschauer mit einem fairen und verdienten Beifall begleiteten. Am Ende des Tages standen nach drei vierten Plätzen von sechs Startern neben einem verbogenen Lenker, einem Wespenstich und ungezählten Muskelkrämpfem neun hart verdiente Punkte auf Rauschs Konto. Die Rookie-Klasse wurde von Marcel Brünner gewonnen. Außer Mario Opfer besitzen die Erst- bis Drittplatzierten bereits einen Meistertitel.

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Nico Rausch bedankt sich bei seinen Eltern, bei allen Freunden, die ihn unterstützen und allen voran seinem langjährigen Freund Remko Heinemann, der ihn tatkräftig während des Rennens und auch im Vorfeld unterstützte. Für 2014 sind sporadische Einsätze vom zukünftigen Maschinenbautechniker geplant. Interessierte Sponsoren werden gesucht und dürfen sich gerne bei ihm melden.

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