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Wirtschaftsminister Florian Rentsch überreicht Förderbescheid in Höhe von 712.700 Euro für die Besuchereinrichtung „Vulkaneum“ an die Stadt Schotten

Schotten. Die Stadt Schotten wird in einem Fachwerkhaus in der Innenstadt und einem ergänzenden Neubau ein Informationszentrum zum Thema „Vulkanismus im Vogelsberg“ einrichten.  „Dieses Vorhaben unterstützen wir gerne. Deshalb bin ich heute mit einem Förderbescheid in Höhe von 712.700 Euro zu Ihnen gekommen“, sagte Wirtschaftsminister Florian Rentsch anlässlich der Bescheidübergabe an Bürgermeisterin Susanne Schaab. Die Zuwendung für dieses Projekt stammt aus Mitteln der Bund-Länder Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“.

„Das Vulkanuem wird die Stadt Schotten und die gesamte Region Vogelsberg um eine neue touristische Attraktion bereichern. Spannend aufbereitete Informationen über die vulkanische Vergangenheit des Vogelsbergs vor 19 bis 15 Millionen Jahren werden das Interesse vieler Besucher wecken und sie werden sicher mit viel Freude die erkennbaren Phänomene direkt in der Landschaft erkunden“, sagte Rentsch.

Das Informationszentrum wird Bestandteil des „Geoparks Vulkanregion Vogelsberg“. Als zentrale Info-Stelle für Besucherinnen und Besucher sind eine koordinierte Besucherführung und die Verknüpfung zu anderen Modulen des Geotourismus von dort aus vorgesehen. Auf 600 qm Nutzfläche soll eine Ausstellung zum Landschaftsraum des Hohen Vogelsbergs und vor allem zum Vulkanismus vor Millionen von Jahren entstehen. In dem Erlebnismuseum soll die Erd- und Kulturgeschichte auf vielfältige Weise sinnlich erlebbar gemacht werden. Der Schwerpunkt wird auf die an der Oberfläche wahrzunehmenden Basalte mit ihren Ausprägungen als Felsen, Steinmeere und Aussichtspunkte gelegt.

„Als Wirtschaftsminister liegen mir die ökonomischen Wirkungen der Tourismusförderung besonders am Herzen. Diese öffentliche touristische Infrastruktureinrichtung wird die Attraktivität des Vogelsbergs weiter steigern und damit einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der touristischen Betriebe leisten“ so der Minister.

Hintergrund:
Die Förderung der öffentlichen touristischen Infrastruktur ist ein wichtiger Teil der Tourismus­politik des Landes. Damit werden die Rahmenbedingungen für die Unternehmen verbessert, die vom Tourismus leben. In den letzten zehn Jahren hat das Land Hessen für die öffentliche Tourismusinfrastruktur rund 72 Millionen Euro aufgewendet. Die meist kommunalen Projekte haben Folgeinvestitionen von mindestens 180 Millionen Euro ausgelöst. Das Hessische Wirtschaftsministerium setzt Mittel des Landes, des Bundes und der Europäischen Union ein.

Die ökonomische Bedeutung des Tourismus ist beträchtlich. In Hessen hängen schätzungs­weise 200.000 Arbeitsplätzen direkt oder indirekt vom Tourismus ab. Die Zahl ist auf Vollzeit­arbeitsplätze umgerechnet. Gerade in strukturschwächeren Landesteilen werden durch den Tourismus Einkommensquellen für die Menschen geschaffen und gesichert.

Im hessischen Tourismus ist seit Jahren eine sehr gute Entwicklung zu verzeichnen. Mit 13 Millionen Gästen und damit verbundenen 30 Millionen Übernachtungen wurden im Jahr 2012 neue Höchstwerte erreicht. Hinzu kommen rund 300 Millionen Tagesreisen.

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