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Peter Wolff sprach mit Regierungspräsident Dr. Lübcke

Gersfeld. Bürgermeister Peter Wolff traf sich mit Regierungspräsident Dr. Lübcke, um über die Offenlegung des Regionalplans Windenergie in Nord- und Osthessen und insbesondere die Situation in Gersfeld zu sprechen. Dr. Lübcke betonte die Bedeutung des Biosphärenreservates Hessische Rhön und die damit verbundene Absicht, diese Landschaft frei von Windrädern zu halten. Umgekehrt will er generell im Regierungsbezirk und auch im Landkreis Fulda das Landesziel von zwei Prozent für Windenergie erreichen.

Bürgermeister Wolff unterstrich diese Aussagen und sagte, das Biosphärenreservat, der Tourismus und das Prädikat als Kneippheilbad, bald auch des Heilklimatischen Kurortes und damit der Gesundheitsstandort Gersfeld, würden ohne eine Beeinträchtigung der Sichtkulisse besser von Gästen, Patienten und Einwohnern akzeptiert und besucht, zumal der Landkreis über entsprechende alternative Flächen verfüge, was auch der nun offen gelegte Regionalplan belege. Daher könne man auch nicht davon sprechen, dass das RP dem Sankt-Florians-Prinzip folge. Nach gründlicher Prüfung verschiedener Landschaften und der Abwägung des Zwei-Prozent-Ziels habe die Regionalversammlung mit den nun ausgewiesenen Flächen einen gangbaren Weg aufgezeigt, der dem Ziel der Energiewende genauso Rechnung trägt, wie dem Schutz von Landschaften mit besonderer Bedeutung für Fauna und Flora. Über die beiden nach Bundesimmissionschutzgesetz beantragten Anlagen in Mosbach konnte Dr. Lübcke noch keine weiteren Erkenntnisse mitteilen, vermutete aber, dass sich diese Anlagen nicht mit den bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen decken.

Hier prüfe seine Behörde allerdings weiter die Unterlagen. Peter Wolff dankte dem Regierungspräsidenten für die Teilnahme zweier Referenten seines Hauses bei der letzten Bürgerversammlung in Gersfeld, die zu einer Entspannung und Versachlichung der Diskussion vor Ort beigetragen habe. Bei allen Vorhaben, so Dr. Lübcke, sei es hilfreich, wenn die Bürger mitgenommen werden und fand es daher auch sinnvoll eine solche Bürgerversammlung zu veranlassen. Gegen die Bürger zu agieren, sei es von Investoren oder der Politik, trage nicht dazu bei, die gesellschaftliche Akzeptanz für den Energiewandel in Deutschland zu erreichen, bekräftigte Gersfelds Bürgermeister und lobte die Transparenz, die das Regierungspräsidium bei dieser Frage an den Tag legte und rief die Bürger auf, sich den beabsichtigten Regionalplan im Internet anzuschauen. Er selbst habe veranlasst, dass dieses Dokument auch im Rathaus Gersfeld für die Bürger ausgelegt wird.

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