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Eine Konferenz auf Arabisch – AOK Hessen verbessert Verständigung mit Migranten

Ab dem 1. Februar richtet die AOK Hessen einen Dolmetscherservice für Arabisch sprechende Versicherte ein. Bis zu drei Übersetzer, die sich auch in den Grundlagen des Sozialversicherungsrechts auskennen, werden hierfür telefonisch zur Verfügung stehen.

Vor allem aufgrund der Zunahme von Flüchtlingen aus dem arabischen Raum, die nach Abschluss ihres Asylverfahrens ein Bleiberecht in Deutschland erhalten und gesetzlich krankenversichert werden, ist dieser Service hilfreich. Mit der so genannten Ethno-Hotline ist es möglich, den Dialog vor Ort im AOK-Beratungscenter mittels Konferenzschaltung zu erleichtern. Auch bei telefonischen Kundengesprächen erhöht die Hinzuziehung einer Dolmetscherin das gegenseitige Verständnis, selbst dann, wenn die Versicherten mit der deutschen Sprache schon vertraut sind. Die Zuwanderer haben als Neumitglieder im Grunde dieselben Fragen, die auch Einheimische stellen: Es geht um die Änderung persönlicher Daten, Zahnersatz, die elektronische Gesundheitskarte, gelegentlich gibt es aber auch Gesprächsbedarf zur Mitgliedschaft nach Ende des Asyl-Leistungsbezuges. Perspektivisch soll es nach einigen Monaten auch möglich sein, dass Kunden die Hotline direkt kontaktieren können. Für Versicherte der AOK Hessen gibt es bereits eine solche Hotline in Türkisch, Spanisch und Englisch – und sie wird kräftig genutzt. Die Zugriffszahlen steigen jedenfalls kontinuierlich. In 2016 wurden insgesamt mehr als 4.200 Anfragen, zumeist von englisch sprechenden und türkeistämmigen Bürgern, bearbeitet.

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