Komprimiertes Fachwissen, Einblicke in die Praxis und konkrete Arbeitshilfen bekamen rund 30 Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Hessen kürzlich beim Berufsfeldforum Gesundheit vermittelt. Bei einer Fortbildungsveranstaltung, die im Kreisgesundheitsamt stattfand, wurde das Thema „Hygiene in der Arzt- und Zahnarztpraxis“ intensiv beleuchtet.
Die Fachlehrer aus dem Bereich Gesundheit erhielten detaillierte Informationen zum Infektionsschutzgesetz und zur Hessischen Hygieneverordnung. Roland Stepan, Leiter des Kreisgesundheitsamts, erläuterte in diesem Zusammenhang die Aufgaben des öffentlichen Gesundheitsdienstes, berichtete in Wort und Bild von Erfahrungen aus Praxisbegehungen und zeigte die Bedeutung des Themas Hygiene unter anderem am Beispiel der multiresistenten Erreger auf. Dabei wurde zum einen die Komplexität des Themas deutlich, zum anderen aber auch dessen hohe Relevanz in der Aus- und Weiterbildung von Fachpersonal, das in Arzt- und Zahnarztpraxen tätig ist.
Die Wichtigkeit von Hygieneplänen hatte Gesundheitsaufseherin Claudia Nüchter anhand zahlreicher Beispiele aufgezeigt. Checklisten, wie sie in der praktischen Arbeit des Gesundheitsamts zur Anwendung kommen, wurden an die Fortbildungsteilnehmer ausgegeben. „Das sind konkrete Hilfen, mit denen die Schulen arbeiten können“, freute sich Studiendirektorin Angelika Bott-Werner, die die Fortbildungsveranstaltung gemeinsam mit Dr. Eva-Maria Gürke von der Fuldaer Eduard-Stieler-Schule und dem Kreisgesundheitsamt organisiert hatte.
Komplettiert wurden die Fachvorträge durch Jörg Hanna, der das Sachgebiet Hygiene beim Kreisgesundheitsamt leitet. Der Diplom-Ingenieur ging auf die sichere Anwendung von Medizinprodukten ein und spannte den Bogen vom Medizinprodukterecht über die Inbetriebnahme, Einweisung und Aufbereitung von Medizinprodukten bis hin zur Dokumentationspflicht und den sicherheitstechnischen Kontrollen. „Auch in diesem Vortrag wurden wichtige Informationen für den schulischen Alltag gegeben. Viele Fragen konnten prägnant beantwortet werden“, unterstrich Angelika Werner-Bott. „Zudem ist heute die Wichtigkeit und die Bedeutung eines Gesundheitsamts deutlich geworden“, so die Studiendirektorin abschließend.