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A Capella Gesang auf höchstem Niveau beim GERNSEHEN

Arcantus al Fächer fröhlich_0298_bearbeitet-1Fulda. Klassik und Kleinkunst – geht das? Ja, natürlich! Vorausgesetzt die klassischen Musiker haben Humor und die Kleinkünstler haben ausreichend Ernsthaftigkeit und Niveau. Beides ist in diesem Fall vorhanden. So ist Marianne Blum, die Initiatorin und Gastgeberin der Dinner-Show-Reihe „GERNSEHEN & ABENDESSEN“, nicht nur witzig und schlagfertig, sondern auch eine ernstzunehmende Sängerin und Ingrun Fussenegger, die Leiterin und Alt-Stimme des Ensemble ARCANTUS, ist nicht nur eine seriöse Musikerin, Professorin für Chor- und Ensembleleitung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Referentin für Gregorianik und Dirigentin, sondern auch ausgestattet mit ausreichend Wiener Schmäh, um sich unbändig auf diesen durchaus ungewöhnlichen Gastauftritt ihrer A-Capella Truppe in Deutschland zu freuen.

Mit dieser Show treten die beiden Frauen, die sich seit Jahren kennen und schätzen, den Beweis an, dass alte Musik hochaktuell und spannend sein kann und dass fein ziselierter fünfstimmiger Satz-Gesang über ernste Themen auch auf einer Kleinkunstbühne nichts von seiner Größe verliert, ja im Gegenteil, vielleicht sogar lebensechter und direkter auf die Zuhörer wirkt, als wenn man sie in den üblichen Klassik-Locations darbietet.

Dazu allerdings muss die Musik so gut gesungen sein, wie von diesem Ensemble, das 2005 in Wien gegründet wurde, eine viel beachtete und bereits ausgezeichnete CD aufgenommen hat und dem von der Presse „virtuose Performance“ und „hoch erfreuliche Qualität und Intensität“ bescheinigt wird. Das Ensemble ARCANTUS haucht den Texten von Petrarca neues Leben ein“, heißt es beispielsweise über die CD „Come va ’l mondo“.

Denn diese so hoch gelobte Aufnahme enthält bis auf eine zeitgenössische Komposition von Pier Damiano hauptsächlich Vertonungen von Texten des Dichters aus dem 14. Jahrhundert. Was das mit uns heute zu tun hat? Viel! Oder waren Sie noch nie verliebt?! Das Thema war auch schon vor 700 Jahren brisant und ist es bis heute. Und die Art und Weise wie z.B. im 16. Jahrhundert Orlando die Lasso oder Andrea Gabrieli den Schmerz, die Hingabe und die Seligkeit des Renaissance-Poeten an seine Laura in Töne gegossen haben, berührt uns auch heute.

Die Zuschauer des GERNSHENS dürfen sich also auf einen erhebenden, tiefgreifenden, dennoch höchst unterhaltsamen und wie immer köstlichen Abend freuen!

Mittwoch, 28. Januar 2015, 19 – 22 Uhr
Museumskeller Fulda, Jesuitenplatz 2, 36037 Fulda
Weitere Infos unter 0661-240230 oder www.kreuz.com
Show + 3-Gang-Menü: 29 €. Bitte unbedingt reservieren!
Tickets und Reservierung im Museumscafé Fulda 0661-240029 oder online unter catering@kreuz.com

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