Fulda. Der Förderverein des Netzwerks Schulen hat zum ersten Mal in der Industrie- und Handelskammer (IHK) Fulda getagt. Ziel des Vereins ist es, Jugendliche in ihrer Berufswahlentscheidung zu fördern und den Kontakt mit Unternehmen herzustellen. Seit dem 1. August ist die IHK Träger des Berufsorientierungsprojektes. Projektleiterin ist Martina Sohmen-Kött. Bei der Mitgliederversammlung waren sich alle Teilnehmer einig: Der intensive Praxisbezug und die enge Zusammenarbeit mit heimischen Unternehmen ist der richtige Weg, um jungen Menschen eine vertiefte Berufsorientierung anzubieten. Mit Erfolg, wie sich zeigt, denn auch im Schuljahr 2014/2015 sind es fast 200 Acht- und Neuntklässler, die sich an den elf beteiligten Haupt- und Realschulen der Region freiwillig auf die Berufsausbildung vorbereiten beziehungsweise vorbereiten wollen. Für die erfolgreiche Teilnahme an Maßnahmen wie Netzwerktrainings, Praktika oder Betriebserkundungen erhalten die Schüler/innen ein IHK-Zertifikat.
Wie Peter Vater bekräftigte, sind es zunehmend motivierte Realschüler/innen, die seit einigen Jahren wissbegierig an den vielfältigen Aktivitäten teilnehmen. Der Vorstandsvorsitzende des Netzwerkes Schulen dankte den Mitgliedern und Sponsoren für ihr Engagement. Ein besonderer Dank ging an die Agentur für Arbeit, die Netzwerk Schulen finanziell unterstützt, sowie an die IHK Fulda. Um die Maßnahme begleiten zu können, hat sich die Industrie- und Handelskammer eigens zertifizieren lassen.
Welche Aktionen bereits seit Schuljahresbeginn auf dem Programm standen, präsentierte Martina Sohmen-Kött: Unter dem Titel „Berufsberatung mal anders“ standen den Netzwerkschülern der verschiedenen Schulen Auszubildende aus den unterschiedlichsten Berufen Rede und Antwort. Die Schüler/innen der Konrad-Adenauer-Schule gewannen einen Einblick in die Herstellungsprozesse bei Jumo.
Samira Wahl, Schülerin der Lüdertalschule, schilderte lebendig die Eindrücke aus dem Projekt Kulturbotschafter, das in Kooperation mit der Point Alpha Akademie und dem Bonifatiushaus Fulda bereits zum dritten Mal durchgeführt wurde. Im Mittelpunkt stehen Kommunikation, Konfliktlösung und die Auseinandersetzung mit dem Leben an der ehemaligen innerdeutschen Grenze.
„Netzwerk Schulen ist nach wie vor eine Erfolgsgeschichte“, bedankte sich Hubertus Reith als Vertreter der beteiligten Schulen beim Vorstand des Netzwerkes. Der Konrektor der Jahnschule freut sich auf die engagierte Fortführung und Weiterentwicklung des Projektes.