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EISZEIT im Vonderau Museum

Plakat_MammutFulda. Während es draußen langsam kälter wird, ist die EISZEIT schon ins Vonderau Museum eingezogen mit Zicke-Zacke Mammut- … und einer Sonderausstellung, die in Zusammenarbeit mit Dieter und Adrian Luksch von der Firma Expo-Fauna entstanden ist.  Oberbürgermeister Gerhard Möller ist ganz begeistert, dass in der ersten Woche schon über 1.000 Besucher sich auf diese anschauliche Zeitreise in die letzte Eiszeit – oder präziser ausgedrückt: Kaltzeit -  vor rund 20.000 Jahren begeben haben.

In der Sonderausstellung wird der kurze, trockene und relativ kühle Sommer während der letzten Eiszeit präsentiert. Hier treffen kleine und große Eiszeit-Fans auf außergewöhnliche Tiere. Schnell wird klar, warum Kolosse wie Wollhaarmammut, Wollnashorn, Höhlenbär, Höhlentiger, Steppenbison und Auerochse so ein dickes Fell brauchten. Welche gut funktionierenden „Frostschutzmittel“ besaßen sie außerdem noch? Zu den kleinen Vertretern in diesem Eiszeit-Zoo gehört die Saiga-Antilope, deren ulkige Nase an den Rüssel des außerirdischen Alf erinnert.

Das Highlight ist sicherlich die Nachbildung eines 7 Meter langen und fast 4 Meter hohen Wollhaar-Mammuts mit einem Jungtier. Die enorme Größe der Tiere, die kleinere Ausbildung von Ohren und Beinen, das lange, zottelige und dichte Fell zeigen, dass sie bestens an die eisigen Temperaturen angepasst waren. Als es wieder wärmer wurde, hat der Klimawandel die gesamte Tierwelt vor große Probleme gestellt. Eine Vielzahl von Gründen führte zum Aussterben zahlreicher Groß-Tierarten.
Nicht nur die imposanten Vierbeiner mussten mit den eisigen Lebensumständen zurecht kommen, sondern auch die Menschen. Gegen Ende der letzten Eiszeit lebte der sogenannte Cro-Magnon-Mensch als Jäger und Sammler jahrtausendlang als Nachbar der Neandertaler. Repliken von Jagd-, Gebrauchs- und Kunstgegenständen geben Einblicke in das Leben unserer Vorfahren und zeigen gleichzeitig ihre handwerklichen und künstlerischen Fertigkeiten.

Mit dem Nachbau einer Eiszeitjäger-Behausung aus Tierfellen und mit Abgüssen von Mammut-Stoßzähnen, -Unterkiefern und –Schulterblättern wird deren Lebenswelt rekonstruiert.
Welche geologischen Spuren die Eiszeit im Fuldaer Land hinterlassen hat und welche archäologischen Funde aus dieser Zeit stammen, können die Besucher sich in der naturkundlichen und der kulturgeschichtlichen Dauerausstellung des Vonderau Museums anschauen. EISZEIT – Von Mammuts und Cro-Magnon-Menschen, bis 01. März 2015

Begleitprogramm unter www.fulda.de/kultur und www.museum-fulda.de.

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